B6: Linienführung für künftige Ortsumgehungen Großkugel und Gröbers steht fest

Übersichtslageplan der OU Großkugel/OU Gröbers. Quelle: MLV/LSA.

Magdeburg. MLV/LSA. Als oberste Straßenverkehrsbehörde Sachsen-Anhalts hat das Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr der geplanten Linienführung für den Neubau der Ortsumgehungen (OU) Großkugel und Gröbers im Zuge der Bundesstraße (B) 6 zugestimmt.

Mit der Ortsumgehung soll der Verkehr auf der vielbefahrenen B 6 sicherer und flüssiger werden. Zugleich wird eine deutliche Entlastung der Gemeinde Kabelsketal vom Durchgangsverkehr erreicht.

Beide Projekte sind Maßnahmen des „Vordringlichen Bedarfs“ im Bundesverkehrswegeplan 2030. Darüber hinaus sind die Vorhaben Teil des Investitionsgesetzes Kohleregionen (InvKG), weshalb die Planungen von der Landesstraßenbaubehörde mit höchster Priorität durchgeführt werden.

Die Vorplanung ist bereits Ende vorigen Jahres (2020) abgeschlossen worden. Dabei wurde auf der Grundlage verschiedener Untersuchungen – unter anderem zur Umweltverträglichkeit, zur verkehrlichen Wirkung, zur Verkehrssicherheit und zu den Kosten – eine Vorzugsvariante (VS 3) der Linienführung für die insgesamt rund 5,3 Kilometer lange Neubautrasse herausgearbeitet.

Die künftige OU beginnt an der B 6 westlich von Gröbers in Höhe der Brücke über die ICE-Strecke Erfurt-Leipzig. Sie verläuft dann südlich beider Orte über Ackerflächen und trifft östlich von Großkugel wieder auf die vorhandene B 6. Aktuell beläuft sich die Kostenschätzung für das Vorhaben auf rund 11,8 Millionen Euro.

Die öffentliche Bekanntmachung der Vorzugsvariante als Ergebnis der Vorplanung erfolgt ab heute auch in den Amtsblättern der vom Bauvorhaben betroffenen Gemeinden Kabelsketal und Schkopau.