Chronologie: Corona-Virus in Halle (Saale) – 21. bis 31. Oktober 2020

Nachrichten

31. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben 13 Uhr in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

Am heutigen Samstag gibt es in der Stadt Halle (Saale) 20 Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 273 (+13)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 49,90 (-5,40) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)
(Die Inzidenz ist gesunken, weil vorige Woche Freitag 33 Fälle vorlagen.)

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 12 (-1)
davon Intensivbehandlungen: 5 (+2)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 264 (-101)
davon 13 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 881 (+20)
Anzahl der Geheilten: 594 (+7)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den 20 Neuinfektionen:
Bei den 18 Neuinfizierten handelt es sich um 14 Frauen und 6 Männer.
Die Alters-Aufteilung stellt sich wie folgt dar:
Personen unter 18 Jahre: 5
18-30 Jahre: 5
30-50 Jahre: 8
Über 50: 2

Zu den Recherche-Ergebnissen:
In 8 Fällen bestanden familiäre bzw. private Kontakte zu bereits Infizierten. 5 dieser Fälle sind dabei auf Teilnahmen an privaten Feiern zurückzuführen. Zwei dieser Fälle betreffen einen Schüler der Gemeinschaftsschule Heinrich Heine (Klasse 5b) sowie eine Schülerin des  Christian Wolff Gymnasiums (Klasse 8b). In beiden Fällen wurden Quarantänen für die betreffenden Kohorten ausgesprochen.
2 weitere Fälle sind Infektionsgeschehen in schulischen Einrichtungen zuzuordnen. Betroffen sind Schülerinnen der Euro-Akademie und der BbS Friedrich List.
1 Fall betrifft die Kita Hasenberg. Die Kontaktpersonen sind bereits in Quarantäne.
3 Fälle betreffen weitere Logistik-Mitarbeiter eines Einzelhändlers. Dieses Infektionsgeschehen war bereits gestern erstmals entdeckt worden.
3 weitere Fälle haben einen beruflichen Kontext. Hier bestand – bei einem Einzelhändler, einem Dienstleister sowie in einem Industriebetrieb – Kontakt zu infizierten Kollegen.
1 Fall betrifft eine Reiserückkehrerin aus Spanien.
1 Fall stammt aus dem medizinischen Sektor. Hier liegt der positive Test einer Mitarbeiterin des Klinikums Bergmannstrost vor.
1 Fall betrifft eine Patientin, die sich ohne Symptome zur Abklärung bei einem Arzt vorgestellt hat und positiv getestet wurde. Hier laufen weitere Recherchen zur Infektionsquelle.

Erwähnen möchte ich auch heute weitere Kontaktketten in Gemeinschaftseinrichtungen – noch einmal: Hier geht es nicht um Infektionen, sondern um Kontaktpersonen. Diese Kontaktketten führen in:
– Astrid Lindgren Schule
– Grundschule Südstadt
– KGS Humboldt
– BbS Gutjahr
– Lessingschule
Hier werden Abstriche durchgeführt, die betreffenden Personen gehen in Quarantäne.

Für alle Fragen rund um die Schulen haben wir eine zentrale Ansprechpartnerin im Pandemiestab, das ist Nadine Kadyck. Sie ist telefonisch erreichbar unter: 0345- 221 4132 oder per E-Mail an nadine.kadyck@halle.de

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern erneut die Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt kontrolliert. Dabei wurden 30 Bußgeldverfahren eingeleitet. Hinzu kamen 6 Kontrollen in Gaststätten. Hier haben wir 1 Verstoß festgestellt.

Zum Thema HAVAG:
Mit Blick auf die gestrigen Hinweise zu überfüllten Busse zum Star Park hat die Havag das Gespräch mit der beauftragten OBS gesucht, um zusätzliche Kapazitäten zu prüfen. Zudem bittet die Havag im Fall von überfüllten Straßenbahn- oder Bus-Linien um konkrete Linien-Hinweise mit Uhrzeiten. Teilweise werden mehrere Busse hintereinander eingesetzt, so dass der erste Bus voll und der dritte Bus gering besetzt ist.

Zum Thema Bäder:
Die Stadtwerke haben gestern Abend bereits darüber informiert, dass die Hallenbäder und auch das Erlebnisbad Maya Mare auf Grundlage der ab Montag geltenden Landesverordnung schließen werden. Diese Schließung betrifft den Publikumsverkehr. Ausdrücklich bleibt die Nutzung der Bäder für den Schulsport und auch für den Leistungssport erlaubt. Die Bäder Halle GmbH wird die Nutzung für diese Zwecke sicherstellen.

Zum Thema Wochenmarkt:
Die ab Montag geltende veränderte Eindämmungsverordnung des Landes sieht für Wochenmärkte Zugangsbeschränkungen oder Einlasskontrollen sowie eine fortlaufende Kontrolle der Besucherzahl vor. Dies ist für die Durchführung des Wochenmarktes auf dem Marktplatz eine große Herausforderung. Die Stadtverwaltung hat deshalb gestern Abend das Gespräch mit den Händlern gesucht, um Lösungsmöglichkeiten zu beraten. Im Ergebnis werden wir den Händlern nun Einzelstand-Genehmigungen erteilen, verteilt über den gesamten Markt. Zudem wird es Abstands-Markierungen für jeden einzelnen Stand geben, weil sich auf je 10 Quadratmeter Verkaufsfläche nur ein Kunde aufhalten darf. Analoge Regeln werden für die Wochenmärkte in Halle-Neustadt und an der Vogelweide gelten. Für die Händler sind damit keine zusätzlichen Formalien und Kosten verbunden.

Zum Sport:
Die Spiele des HFC und der Lions wurden aufgrund postiv getesteter Gäste-Spieler*innen abgesagt. Auch weiterhin erwartet der Pandemiestab von Gästemannschaften einen Negativabstrich, wenn dort die Warnstufe Rot herrscht.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
gestern ist die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland erstmals über die Marke von 19.000 gestiegen. Die Lage ist unverändert ernst, auch wenn wir in Halle heute wieder leicht unter der 50er-Inzidenz liegen.
Ab Montag gelten deshalb bis zum 30. November 2020 verschärfte Regelungen zur Kontaktminimierung. Die Landesverordnung und die städtische Allgmeinverfügung sind auf der Internetseite der Stadt zu finden.  Wir haben diese gestern ausführlich vorgetragen.
Auch wenn diese Regeln erst am Montag in Kraft treten, möchte ich Sie bitten: Halten Sie sich auch jetzt schon daran. Wir sind alle gefordert, gemeinsam.
Vielen Dank.”

30. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Freitag gibt es in der Stadt Halle (Saale) 18 Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 260 (+4)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 55,30 (-2,08) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 13 (+/-0)
davon Intensivbehandlungen: 3 (-1)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 365 (-8)
davon 16 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 861 (+18)
Anzahl der Geheilten: 587 (+14)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den 18 Neuinfektionen:
Bei den 18 Neuinfizierten handelt es sich um zwölf Frauen und sechs Männer.
Die Alters-Aufteilung stellt sich wie folgt dar:
Personen unter 18 Jahre: 1
18-30 Jahre: 4
30-50 Jahre: 4
Über 50: 9

Zu den Recherche-Ergebnissen:
In acht Fällen bestanden familiäre bzw. private Kontakte zu bereits Infizierten.
Fünf Fälle stammen aus dem medizinischen Sektor. Dabei liegen drei positive Tests von einer Station des Klinikums Bergmannstrost vor. Betroffen sind hier sowohl Mitarbeiterinnen als auch eine Patientin. Die beiden weiteren zwei Fälle betreffen Mitarbeiterinnen ambulanter Praxen.
Zwei Fälle betreffen Logistik-Mitarbeiter eines Einzelhändlers. Hier laufen nun weitere Ermittlungen zu Kontaktketten.
Drei Fälle sind Infektionsgeschehen in schulischen Einrichtungen zuzuordnen. Betroffen sind hier drei Schülerinnen, sie gehen in die Gemeinschaftsschule Heinrich Heine (hier stand die Schülerin bereits unter Quarantäne, so dass keine weiteren Maßnahmen an der Schule erforderlich sind), die BbS Gutjahr sowie in eine Projektklasse für Migranten. In einem Fall gibt es zudem über eine Kontaktperson eine Kette – keine Infektion – in die Grundschule Am Heiderand.

Für alle Fragen rund um die Schulen haben wir eine zentrale Ansprechpartnerin im Pandemiestab, das ist Nadine Kadyck. Sie ist telefonisch erreichbar unter: 0345- 221 4132 oder per E-Mail an nadine.kadyck@halle.de

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern im Zuge der Überprüfung zur Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt 160 mündliche Verwarnungen ausgesprochen. Dabei musste ein Bußgeldverfahren eingeleitet werden.
Ich möchte noch einmal darauf hinweisen. Wir sprechen nunmehr keine Verwarnungen mehr aus, sondern leiten Bußgeldverfahren ein.

Hinzu kamen zwei Kontrollen in Geschäften und zwei Kontrollen in Gaststätten. Hier haben wir keine Verstöße registriert.

Noch eine Rückmeldungen zu den Hinweisen in der vergangenen Woche: Die Deutsche Bahn hat uns zur Umsetzung der Maskenpflicht wie folgt informiert: Werden vermehrt „Maskenmuffel“ beobachtet, finden oft in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei kurzfristig angesetzte Schwerpunktkontrollen statt. In diesem Sinne wurden die Kollegen gebeten, den Hinweise der Stadt Halle nachzugehen und im Bedarfsfall eine solche Schwerpunktkontrolle durchzuführen.

Zum Thema Sport:
Ich habe gestern an dieser Stelle bereits darauf hingewiesen, dass wir uns mit Blick auf die bevorstehenden Bund-Länder-Regelungen dazu entschieden haben, im Profisport bereits an diesem Wochenende auf Zuschauer zu verzichten. Dies korrepondiert auch mit den Hygienekonzepten der Vereine und betrifft die Heimspiele des HFC und der Basketballerinnen der Lions, in der kommenden Woche dann auch das Testspiel der Saale Bulls.

Zudem finden in der Stadt Halle auch bereits an diesem Wochenende keine Amateursport-Veranstaltungen statt. Der Fußballverband hat darauf gestern reagiert und landesweit den Ligenbetrieb eingestellt.

Der Pandemiestab hat auch für alle Sportvereine eine zentrale Ansprechpartnerin. Dies ist weiterhin Kirsten Schneider, die mit ihrem Team die Hygienekonzepte prüft und Vereine berät. Sie ist zu erreichen unter: 0345 / 221 – 3162 und unter: kirsten.schneider@halle.de

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
das Robert-Koch-Institut heute erneut einen Infektionsrekord gemeldet, bundesweit liegen wir inzwischen bei fast 19.000 Neuinfektionen täglich. Auch wir in Halle liegen über der 50er-Inzidenz. Das heißt, wir haben die Warnstufe Rot.

Für vier Wochen werden nun Regelungen zur Kontaktminimierung greifen. Damit soll das starke Wachstum der Infektionszahlen gebremst werden.

Wir bitten alle Menschen, sich konsquent an die neuen Regeln zu halten. Unser Ziel ist es, die Infektionszahlen bis Weihnachten so weit zu reduzieren, dass wir alle das Fest in gewohnter Weise feiern können. Wir sind alle gefordert.

Deshalb bleibt es in Halle unverändert bei einer ausgeweiteten Maskenpflicht. Zusammengefasst gilt damit weiterhin unmissverständlich der Appell:
– Reduzieren Sie die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein absolut nötiges Minimum.
– Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen.
– Tragen Sie eine Mund-Nasen-Beckung, wenn der 1,5-Meter-Abstand nicht durchgehend eingehalten werden kann.

Ich wünsche allen: Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie zuversichtlich.

Und bleiben Sie vor allem gesund!”

Weitere Informationen und Antworten aus der Fragerunde:

  • Testergebnisse können künftig per Bar-Code auf der Internetseite der KVSA abgerufen werden
  • OB Wiegand teilte mit, dass der Bürgermeister unserer Partnerstadt Ufa (Russland) an einer Lungenentzündung im Zusammenhang mit einer COVID 19-Infektion verstorbern ist
  • aktuell vermehrt Personen mit Symptomen (keine Zufallsbefunde)
  • Dienstleistungszentrum der Stadt unterstützt Gastronomen beim Ausfüllen und Einreichen von Förderungsanträgen beim Land
  • Bergzoo Halle wird nicht geschlossen (außer Streichelgehege, Tierhäuser)

29. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben  in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Donnerstag gibt es in der Stadt Halle (Saale) 32 Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 256 (+31)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 57,38 (+4,57) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)
Das ist die höchste Inzidenz, die wir in der Stadt Halle (Saale) jemals hatten. Es gilt also weiter die Warnstufe Rot. Die Zahl der Neuinfektionen hat sich um 52 Prozent im Vergleich zum Donnerstag letzter Woche erhöht.

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 13 (+/-0)
davon Intensivbehandlungen: 4 (+/-0)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 373 (+16)
davon 14 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 843 (+32)
Anzahl der Geheilten: 573 (+1)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den 32 Neuinfektionen:
Bei den 32 Neuinfektionen handelt es sich um 15 Frauen und 17 Männer. Die Alters-Aufteilung stellt sich wie folgt dar:
Personen unter 18 Jahre: 14
18-30 Jahre: 4
30-50 Jahre: 9
Über 50: 5

Zu den Recherche-Ergebnissen:
In 16 Fällen bestehen familiäre Kontakte zu bereits Infizierten.
Neun Fälle betreffen Schülerinnen und Schüler. Diese besuchen folgende Einrichtungen:
– fünf Fälle in der Marguerite Friedlaender Gesamtschule, sie stammen aus einer 5. Klasse;
– zwei Fälle in der BbS Klosterstraße;
– ein Fall in der Gemeinschaftsschule Kastanienallee, eine Neuntklässlerin, die bereits unter Quarantäne stand;
– ein Fall in einer Sprach-Schule.

In drei Fällen liegen Infektionen bei Personen vor, die im medizinischen Sektor tätig sind. Betroffen ist hier sowohl Personal aus niedergelassenen Praxen als auch aus einer Klinik in einem anderen Landkreis.

Ein Fall betrifft einen Mitarbeiter des Landesbildungszentrums für Körperbehinderte.

In drei weiteren Fällen handelt es sich um individuelles Infektionsgeschehen. Hier laufen weitere Ermittlungen.

Neben den Recherchen zu möglichen Infektionsquellen möchte ich auch heute auf die ermittelten Kontaktketten hinweisen, die in Gemeinschaftseinrichtungen führen. Betroffen von Kontaktketten sind:
– Kita Wirbelwind
– Grundschule Wittekind
– Grundschule Kastanienallee
– Gemeinschaftsschule Kastanienallee
– Gemeinschaftsschule Heinrich Heine
– Südstadt-Gymnasium
– BbS Friedrich List
– WBS-Schule
Hierbei handelt es sich – wie gesagt – um Kontaktketten, nicht um positive Fälle.

Offene Fälle von gestern: Ein Patient wird stationär behandelt, in zwei Fällen führen die Ermittlungen ins private Umfeld.

Für alle Fragen rund um die Schulen haben wir eine zentrale Ansprechpartnerin im Pandemiestab, das ist Nadine Kadyck. Sie ist telefonisch erreichbar unter: 0345 / 221 4132 oder per E-Mail an nadine.kadyck@halle.de

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern im Zuge der Überprüfung zur Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt 217 mündliche Verwarnungen ausgesprochen. Bußgeldverfahren mussten nicht eingeleitet werden.
Ab morgen werden wir keine Verwarnungen mehr aussprechen und zu Bußgeldverfahren übergehen.

Hinzu kamen 41 Kontrollen in Geschäften und acht Kontrollen in Gaststätten. Hier haben wir keine Verstöße registriert.

Zur 7. Allgemeinverfügung der Stadt Halle:
Wir haben heute Morgen eine neue, 7. Allgemeinverfügung (PDF) beschlossen. Bestehen bleibt die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Innenstart, auf der Leipziger Straße und auf dem Hans-Dietrich-Genscher-Platz. Einige Regelungen entfallen, weil sie vom Land nach der gestrigen Beschlussfassung mit der Bundeskanzlerin übernommen und teilweise präzisiert werden.

Die Allgemeinverfügung tritt morgen in Kraft und gilt vorerst bis zum 18. November.

Zu den Besuchsregelungen in Krankenhäusern:
Die fünf großen Kliniken der Stadt haben gestern gemeinsam ein weitgehendes Besuchsverbot erlassen. Dieses tritt morgen in Kraft. Damit reagieren die Kliniken auf die hohen Infektionszahlen und vor allem auf die steigenden Zahlen von Corona-Patienten, die stationär behandelt werden müssen. Diese Zahl liegt aktuell in der Stadt bei 17, 13 davon sind Hallenser. So hohe Zahlen hatten wir zuletzt Anfang Mai.

Das Verbot sieht gleichwohl Ausnahmen vor. Diese betreffen Palliativ-Patienten, die Kinder- und Jugend-Medizin und auch Geburten. Hier ist also – bei klarem Bewusstsein, dass Krankenhäuser ein sensibler und anfälliger Bereich sind – mit sozialem Augenmaß agiert worden.

Zum Thema Universität:
Im Gespräch mit Professor Tietje, dem Rektor der Martin-Luther-Universität, ist heute gemeinsam abgestimmt worden, dass Lehrveranstaltungen bis maximal 100 Personen durchgeführt werden. Dazu hat die Uni verschiedene Räumlichkeiten angemietet, zum Beispiel die Händel-Halle und das Steintor Varieté. In alle Lehrveranstaltungen müssen die Studierenden dauerhaft einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

Zum Thema Sport:
Mit Blick auf die Bund-Länder-Maßnahmen, die ab kommenden Montag gelten, haben wir beschlossen, dass alle Veranstaltungen im Amateursport im Stadtgebiet schon an diesem Wochenende untersagt werden.

Für den Profisport haben wir folgende Regelungen erlassen:
Die Spiele von HFC, Saale Bulls und Lions müssen ohne Zuschauer stattfinden. Dabei muss bei den Gegnerinnen der Basketball-Frauen der Lions – dem BC Marburg – vor Abreise nach Halle ein negativer Test für die Spielerinnen vorliegen. In Marburg liegt die Inzidenz aktuell bei über 200.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,

das Robert-Koch-Institut hat heute erneut einen Infektionsrekord gemeldet, gestern wurden über 16.700 Neuinfektionen registriert. Auch wir in Halle liegen über der 50er-Inzidenz. Das heißt, wir haben die Warnstufe Rot.
Weiterhin gilt: Jede Neuinfektion wird vom Fachbereich Gesundheit mit Blick auf Infektionswege und Kontaktketten recherchiert. Dabei zeigen sich zwei wesentliche Infektionsquellen: Reisen und private Kontakte.

Die Ministerpräsidenten und die Bundeskanzlerin haben ab kommender Woche deutschlandweit einschneidende Maßnahmen beschlossen. Diese müssen noch von den Ländern in entsprechende Verordnungen umgesetzt werden.
Die Regelungen dienen zur Kontaktminimierung und fordern zum Verzicht privater Reisen auf. In den kommenden vier Wochen soll damit das starke Wachstum der Infektionszahlen gebremst werden.

Wenn uns das gelingt, haben wir eine gute Chance, das Weihnachtsfest und den Jahresausklang auf gewohnte Weise zu begehen. Deshalb halten wir an dem Ziel fest, einen Weihnachtsmarkt „light“ durchzuführen. Dies wird nur möglich sein, wenn das Infektionsgeschehen es zulässt.

Wir bitten alle Menschen, sich konsquent an die neuen Regeln zu halten. Darüber hinaus bleibt es in Halle unverändert bei einer ausgeweiteten Maskenpflicht. Zusammengefasst gilt damit weiterhin unmissverständlich der Appell:
–    Reduzieren Sie die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb des eigenen Hausstandes auf ein absolut nötiges Minimum.
–    Verzichten Sie generell auf nicht notwendige private Reisen.
–    Tragen Sie eine Mund-Nasen-Beckung, wenn der 1,5-Meter-Abstand nicht durchgehend eingehalten werden kann.

Ich wünsche allen: Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie zuversichtlich.

Und bleiben Sie vor allem gesund!”

Antworten aus der Fragerunde:

  • Weihnachtsmarkt light: Motto “Klein aber Fein”, nicht vorwiegend Ess- und Trinkgewerbe; es ist etwas “Besonderes” geplant, was vorrangig das Weihnachtsgefühl fördern soll, eher kleine Attraktionen
  • Spielplätze bleiben offen

28. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben 13 Uhr in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Mittwoch gibt es in der Stadt Halle (Saale) 25 Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 225 (-19)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 52,81 (+/-0,00) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Damit gilt für die Stadt Halle (Saale) weiter die Warnstufe Rot.

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 13 (+1)
davon Intensivbehandlungen: 4 (+2)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 357 (-164)
davon 32 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 811 (+25)
Anzahl der Geheilten: 572 (+44)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den 25 Neuinfektionen:
Bei den 25 Neuinfektionen handelt es sich um zwölf Frauen und 13 Männer. Die Alters-Aufteilung:

Personen unter 18 Jahre: 6
18-30 Jahre: 6
30-50 Jahre: 7
Über 50: 6

Zu den Recherche-Ergebnissen:
10 Fälle betreffen Reisende, die innerhalb Deutschlands unterwegs waren. Hierbei handelt es sich sowohl um berufliche als auch um private Reisen. Teilweise gab es Teilnahmen an privaten Feiern. Bei einem Reiserückkehrer handelt es sich um eine Lehrkraft des Lyonel-Feininger-Gymnasiums.
In 5 Fällen lassen sich private Kontakte zu bereits Infizierten nachweisen.
6 Fälle betreffen Schülerinnen und Schüler. Diese besuchen: die „Schule des 2. Bildungweges“ (1 Fall), die BbS Friedrich List (1), BbS Johann Christoph von Dreyhaupt (1), die Euro-Akademie (1) sowie eine Sprachschule (2).
1 Fall betrifft eine Erzieherin der Kita Schatztruhe.
In 3 Fällen laufen noch Ermittlungen.

Die Recherchen zeigen erneut, dass sich das aktuelle Infektionsgeschehen zu einem großen Teil auf private und oft familiäre Aktivitäten zurückführen lässt. Bedingt dadurch existieren heute erneut zahlreiche Kontaktketten in Gemeinschaftseinrichtungen:
–    Thomas-Müntzer-Gymnasium (Klassen 7, 9)
–    Sekundarschule August Hermann Francke (Klasse 9)
–    Gemeinschaftsschule Heinrich Heine (Klasse 5)
–    Christian-Wolff-Gymnasium (Klasse 8)
–    Montessori-Hort
–    Montessori-Kinderhaus
–    Kita „Onkel Uhu“
–    Kita Kindertraum Gut Gimritz

Zudem verzeichnen wir in vier Fällen Kontaktketten in den medizinischen Bereich. Dies betrifft sowohl Kliniken (UKH, BG) als auch Praxen. In zwei Fällen liegen allerdings bereits negative Schnelltests vor.

Zu den gestrigen Fällen möchte ich noch fünf Recherche-Ergebnisse nachtragen: In diesen fünf Fällen lagen Auslandsreisen vor, Ziele waren Nordmazedonien, die Türkei und Russland.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern im Zuge der Überprüfung zur Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt 197 mündliche Verwarnungen ausgesprochen. Bußgeldverfahren mussten nicht eingeleitet werden.
Hinzu kamen 24 Kontrollen in Geschäften und sechs Kontrollen in Gaststätten. Hier haben wir keine Verstöße registriert.

Zum Thema private Feiern:
Das Thema der privaten Feiern kam gestern in der Pressekonferenz bereits zur Sprache, heute ist der Fall einer Geburtstagsfeier in einer Kleingarten-Anlage in der Südstadt auch medial nachzulesen.

Ich möchte den Fall zum Anlass nehmen, noch einmal entschieden auf Punkt 7 unserer Allgemeinverfügung hinzuweisen. Partys in geschlossenen Räumen sind verboten, sobald mehr als 15 Personen zusammenkommen.
Es ist offensichtlich: Gerade solche Feiern unter sich nahestehenden Personen sind einer größten Treiber des Infektionsgeschehens. Deshalb ist es notwendig, an diesem Punkt anzusetzen.

Zum Thema Gastronomie:
Da wir feststellen, dass es bei Gastronomen Fragen gibt, werden wir morgen um 14.30 Uhr eine Videokonferenz durchführen. Wir möchten im Gespräch mit den Gastronomen aufklären, beraten und möglicherweise offene Punkte diskutieren.
Interessierte Gastronomen können sich bis morgen, 12 Uhr, anmelden unter repraesentation@halle.de.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
das Robert-Koch-Institut hat heute mit fast 15.000 Neuinfektionen an einem Tag einen neuen Rekordwert für Deutschland gemessen. Auch wir in Halle liegen über der 50er-Inzidenz. Das heißt, wir haben die Warnstufe Rot.

Ich habe immer betont, dass alle Maßnahmen angemessen sein müssen und sich an den konkreten Gegebenheiten vor Ort orientieren sollten. Der Ministerpräsident hat dies am Montag in dieser Pressekonferenz ja auch noch einmal unterstrichen. Wir werden die Ergebnisse der Ministerpräsidenten-Runde mit der Kanzlerin am heutigen Tag abwarten und morgen ausführlich dazu Stellung nehmen.

Das Land Sachsen-Anhalt hat zudem gestern eine erste Änderungsverordnung zur aktuellen Eindämmungsverordnung beschlossen. Diese wird heute bekannt gemacht und ist ab morgen wirksam. Sie ermöglicht den Kommunen, weitere Einschränkungen in Form einer Allgemeinverfügung vorzunehmen.

Deshalb werden wir morgen eine neue Allgemeinverfügung bekannt machen, die dann am Freitag wirksam wird. In den Aussagen soll sie unverändert bleiben. Stets besteht die Möglichkeit, Ausnahmegenehmigungen zu den einzelnen Anordnungen zu erwirken.         

Ungeachtet dessen gilt in Halle neben der Maskenpflicht durch die Allgemeinverfügung weiterhin unmissverständlich der Appell:
–   Verringern Sie die sozialen Kontakte.
–  Treten Sie nur noch eine Reise an, wenn diese zwingend notwendig ist
–  Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung, wenn der 1,5-Meter-Abstand nicht durchgehend eingehalten werden kann.

Ich wünsche allen: Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie zuversichtlich.
Und bleiben Sie vor allem gesund!”

Antworten aus der Fragerunde:

  • die von der Stadt bisher getroffenen Maßnahmen (Maskenpflicht im öffentlichen Raum) sind nach Einschätzung des Pandemiestabes die geringsten, die zur Bekämpfung einer Pandemie geeignet sind
  • in Kitas sind keine Kohortenbildungen vorgesehen, allerdings haben die Träger signalisiert, dass es einen Stufenplan geben solle um Kohortenbildung vorzunehmen (Stadt ist im Austausch mit den Trägern)
  • es gibt 5 mobile Abstrich-Teams in Halle, die Abstriche bei in Quarantäne befindlichen Personen nehmen

27. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben um 13 Uhr in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Dienstag gibt es in der Stadt Halle (Saale) 16 Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 244 (+16)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 52,81 (+2,91) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Damit gilt für die Stadt Halle (Saale) die Warnstufe Rot. Zu letzter Woche hat sich die Zahl der Neuinfektionen nahezu verdoppelt.

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 12 (+3)
davon Intensivbehandlungen: 2 (+/-0)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 521 (+264)
davon 50 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 786 (+16)
Anzahl der Geheilten: 528 (+/-0)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den Neuinfektionen:
Bei den 16 Neuinfektionen handelt es sich um neun Frauen und sieben Männer. Die Alters-Aufteilung stellt sich wie folgt dar:

Personen unter 18 Jahre: 2
18-30 Jahre: 1
30-50 Jahre: 4
Über 50: 9

In drei Fällen konnte der Fachbereich Gesundheit die Infektion auf die Teilnahme an einer privaten Feier in einem anderen Bundesland zurückführen. Zwei positiv Getestete sind vorige Woche aus einem Türkei-Urlaub zurückgekehrt. In elf Fällen laufen die Ermittlungen noch.

Wohin führen die Kontakte von Infizierten?
Eine Kontaktkette führt in einen ambulanten Pflegedienst, zwei Kontaktketten führen erneut nach Heide-Nord in die Kita Schafschwingelweg. Betroffen sind sowohl Betreuungspersonal als auch ein Kind.

Gleiches gilt für eine Kontaktkette von gestern, hier lag ein Familienbesuch im Jerichower Land vor.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern im Zuge der Überprüfung zur Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt 191 mündliche Verwarnung ausgesprochen. Bußgeldverfahren mussten nicht eingeleitet werden.

Zur Teststation in der Magdeburger Straße:
Seit dem Umzug der Teststation aus der Schopenhauer Straße in die Magdeburger Straße verzeichnen wir dort einen großen Zulauf. Seit dem Start am 15. Oktober sind dort 2.098 Abstriche genommen worden, im Schnitt also knapp 175 pro Tag. Gestern waren es beispielsweise 277 Abstriche.

Ich möchte ich an dieser Stelle einen wichtigen Punkt in Erinnerung rufen: Die Teststation richtet sich an Testwillige, die ihren Wohnsitz in der Stadt Halle haben. Alle Nicht-Hallenserinnen und Nicht-Hallenser müssen sich bitte an die Teststationen ihres betreffenden Landkreises wenden.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
wir erleben gerade im ganzen Bundesland, dass sich die Infektionszahlen drastisch erhöhen. Das Landeskabinett wird heute seine Änderungen zur 8. Eindämmungsverordnung vorstellen. Dabei wird weiterhin Wert darauf gelegt, dass Städte und Landkreise ihr regionales Infektionsgeschehen bekämpfen können. Dies ist vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Inzidenzzahlen in den Landkreisen und Städten weiterhin sinnvoll.

Wir werden deshalb weiter genau beobachten, wie die Maßnahmen unserer Allgemeinverfügung wirken und ob sich eine Senkung des Infektionsniveaus einstellt. Wir bitten alle Hallenserinnen und Hallenser, sich weiter strikt an die Maßnahmen zu halten.

Wir liegen aktuell wieder über der 50er-Inzidenz. Das heißt, wir haben die Warnstufe Rot. Morgen und übermorgen werden wir sehen, wie sich die Inzidenz in unserer Stadt weiter entwickelt. Denn Mittwoch und Donnerstag sind erfahrungsgemäß die Tage, die besonders hoch mit neuen Infektionen belastet sind.

Deshalb gilt neben der Maskenpflicht durch die Allgemeinverfügung unmissverständlich der Appell:
–    Verringern Sie die sozialen Kontakte.
–    Treten Sie nur noch eine Reise an, wenn Sie zwingend müssen.
–    Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung, wenn der 1,5-Meter-Abstand nicht durchgehend eingehalten werden kann.

Ich wünsche allen: Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie zuversichtlich.

Und bleiben Sie vor allem gesund!”

Antworten aus der Fragerunde:

  • einen maximalen Schutz bieten FFP2-Masken
  • Testangebot in der Stadt Halle (Saale) gilt für Hallenserinnen und Hallenser
  • Schutzmaterialien sind vorrätig; Aufstockungen werden weiterhin vorgenommen
  • Visire sind keine Mund-Nasen-Bedeckungen

26. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Montag gibt es in der Stadt Halle (Saale) drei Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 228 (+3)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 49,90 (-0,83) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 9 (+/-0)
davon Intensivbehandlungen: 2 (+/-0)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 257 (+41)
davon 76 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 770 (+3)
Anzahl der Geheilten: 528 (+/-0)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den drei Neuinfektionen:
Bei den drei Neuinfektionen handelte es sich um drei Männer, bei denen am Freitag wegen Krankheitssymptomen ein Abstrich genommen wurde. Die Alters-Aufteilung stellt sich wie folgt dar:

Unter 18 Jahre: 0
18-30 Jahre: 2
30-50 Jahre: 0
Über 50: 1

Die Infektionsketten weisen jeweils in den privaten Bereich, weitere Ermittlungen des Fachbereichs Gesundheit laufen allerdings noch.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern im Zuge der Überprüfung zur Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt 35 mündliche Verwarnung ausgesprochen. In zwei Fällen wurden wegen Total-Verweigerungen Ordnungswidrigkeits-Anzeigen erstellt.

Zudem mussten wir in einem Fall einen Angriff auf unser Ordnungspersonal verzeichnen. Dabei wurden Mitarbeiter bewusst von einem Fahrrad-Fahrer angefahren.

Insgesamt können wir nach dem ersten Wochenende mit der Maskenpflicht in der Innenstadt ein positives Fazit ziehen. Die Großteil der Hallenserinnen und Hallenser hält sich an die Vorgabe.

Ich weise aber auch noch einmal darauf hin: Erst in rund einer Woche können wir erste Rückschlüsse ziehen, ob die Maskenpflicht einen positiven Effekt auf die Entwicklung der Infektionszahlen hat.

Zum Semesterbeginn an der Universität:
Der Pandemiestab hat sich heute Morgen mit Professor Tietje, dem dem Rektor der Martin-Luther-Universität, beraten. Dabei wurde einvernehmlich die Entscheidung getroffen, die für morgen geplante Semester-Eröffnungsveranstaltung in der Händelhalle als reine Online-Veranstaltung durchzuführen. Ursprünglich waren hier bis zu 500 Teilnehmer geplant. Die Universität hat bereits parallel zu dieser Pressekonferenz informiert.

Zudem werden wir am Donnerstag weitere Maßnahmen für den Präsenz-Lehrbetrieb an der Universität besprechen.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
mit den drei Fällen von heute ist die 7-Tage-Inzidenz in der Stadt Halle wieder knapp unter die Marke von 50 gerutscht. Ich möchte aber davor warnen, dies als eine Trend-Umkehr zu deuten. Die geringen Fallzahlen sind nicht zuletzt dem hinter uns liegenden Wochenende geschuldet, an dem weniger getestet und weniger ausgewertet wird.
Erst frühestens in einer Woche können wir ernstzunehmende Rückschlüsse daraus ableiten, ob die Maßnahmen, die wir zum Ende der vergangenen Woche mit unserer Allgemeinverfügung eingeleitet haben, Wirkung entfalten.

Gleiches gilt für die Änderungen, die die Landesregierung für die 8. Eindämmungsverordnung plant. Ich möchte dem Ministerpräsidenten meinen Dank aussprechen, dass er und seine Ministerinnen und Minister uns in diesem Bemühen zur Seite stehen.

Auch wenn wir aktuell leicht unter der 50er-Inzidenz liegen, neben der geltenden Maskenpflicht durch die Allgemeinverfügung gilt unmissverständlich der Appell:

Verringern Sie die sozialen Kontakte.
Machen Sie nur noch eine Reise, wenn Sie zwingend müssen
Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung, wenn der 1,5 Meter Abstand nicht durchgehend eingehalten werden kann.

Ich wünsche allen:
Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie zuversichtlich.

Und bleiben Sie vor allem gesund!”

Statement des Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff zusammengefasst:

  • tägliche Abstimmungen zwischen Land und Stadt Halle (Saale)
  • Testqualität in Halle (Saale) sehr gut
  • Nachvervolfgbarkeit der Infektionsketten muss gesichert bleiben
  • 1. Änderung der 8. Eindämmungsverordnung befasst sich u.a. mit dem Themenfeldern “Schule”, “Kohortenbildung”, “Teststrategien nach einer Quarantäne”
  • Weiterentwicklung der Maßnahmen ist immer nötig
  • die Entwicklung der Pandemie haben wir jeden Tag neu in der Hand; unser Handeln und Verhalten bestimmt die Lage, die sich nach der Inkubationszeit zeigt

Antworten aus der Fragerunde:

  • “Instrumente”, die der Pandemiestab nutzt, sind im “Instrumenten-Kasten” des Landes Sachsen-Anhalt vorhanden
  • unterschiedliche Maßnahmen innerhalb Sachsen-Anhalts sind für MP Haseloff legitim, da im Instrumenten-Katalog hinterlegt
  • Differenzen und Verzögerungen in den Meldezahlen sind nicht zu vermeiden und stellen ein deutschlandweites “Phänomen” dar
  • Situation in Pflegeheimen ist stabil; Frau Dr. Gröger appelliert an Mitarbeiter*innen, sich bei Krankheitsgefühl sensibel und verantwortungsbewusst zu handeln

25. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Zum Schulstart nach den Herbstferien am morgigen Montag hat die Stadt Halle (Saale) Informationen für Eltern zusammengestellt:

Bitte informieren Sie sich auch in Ihrer Schule, ob mit Ende der Ferien ein Gesundheitsfragebogen für Ihr Kind vorzulegen ist.



Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am heutigen Sonntag um 13 Uhr in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Sonntag gibt es in der Stadt Halle (Saale) sechs Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 225 (+6)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 50,73 (-3,32) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 9 (+1)
davon Intensivbehandlungen: 2 (+/-0)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 216 (-105)
davon 84 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 767 (+6)
Anzahl der Geheilten: 528 (+/-0)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den sechs Neuinfektionen:
Die sechs Neuinfektionen verteilen sich auf drei Frauen und drei Männer, im jüngsten Fall handelt es sich um ein Baby, Jahrgang 2020. Die Aufteilung in Altersgruppen ergibt sich wie folgt:

Unter 18 Jahre: 1
18-30 Jahre: 2
30-50 Jahre: 2
Über 50: 1

Zwei Fälle, darunter das benannte Baby, wurden im Rahmen einer Behandlung in einer Klinik getestet. In einem Fall hat die Recherche des Fachbereichs Gesundheit einen direkten Kontakt zur einer positiv getesteten Person ergeben.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 208 Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt durchgeführt. Dabei bestätigte sich erneut der Eindruck, dass der größte Teil der Hallenserinnen und Hallenser das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung umsetzt. Es wurden keine Verstöße registriert.

Zum Schulbeginn am morgigen Montag:
Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass es eines unserer wichtigsten Ziele ist, trotz des erhöhten Infektionsgeschehen in der Stadt einen Regelbetrieb an den Schulen aufrecht zu erhalten. Zum Schulstart am Montag können alle Einrichtungen Präsenzunterricht anbieten. Lediglich an acht Schulen und in einem Hort gelten aktuell noch Quarantänen für einzelne Kohorten, weil es hier Infektionsfälle gegeben hat. Dies sind:

    • die Grundschulen Am Ludwigsfeld (Klasse 4b*), Frohe Zukunft (Klasse 3b) sowie für den Hort der Montessori Schule
    • sowie sechs weiterführende bzw. berufsbildende Schulen:
      KGS Humboldt (Klassen 6G1 und 6G2)
      Gemeinschaftsschule Kastanienallee (Klasse 9)
      IGS Friedlaender (Klassenstufen 5 und 6)
      BbS Friedrich List (Klassen 19 a bis d)
      BbS Gutjahr (Klasse EBT20C)
      Euro-Akademie

Zudem gelten an 13 Schulen Einzel-Quarantänen. Hier wurden entweder Personen positiv getestet, die bereits in Quarantäne waren, oder diese sind als Kontaktpersonen (also nicht als Infizierte) in Quarantäne. Somit ist hier der Unterrichtsbetrieb nicht beeinträchtigt.
 
Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
seit den Sommerferien haben wir nach dem Motto gehandelt: „So viele Eingriffe wie nötig, so wenige wie möglich.“
Bezogen auf den Schulstart bedeutet dies:

1. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt muss keine Schule komplett vom Netz.
2. Wir bitten die Schulleiter, möglichst kleine Kohorten zu bilden.
3. An die Eltern: Lassen Sie Ihre Kinder zu Hause, wenn in Ihrer Familie Covid-19-Symptome auftreten. In diesem Fall gehen Sie bitte zum Testen.

Zudem habe ich gestern bereits angekündigt, dass wir Familien einen Leitfaden an die Hand geben möchten, in dem die wichtigsten Fragen zum Schulbeginn morgen beantwortet werden.

Wir haben heute zwar eine leichte Entspannung bei der 7-Tage-Inzidenz, liegen aber immer noch über dem bundesweiten Schwellenwert von 50. Damit ist die Stadt Halle weiterhin Risikogebiet in der Warnstufe Rot.

Wir werden weiter fortlaufend auf unserer Internetseite über den aktuellen Stand informieren. Ich bitte alle Einwohnerinnen und Einwohner: Informieren Sie sich bitte über die offizielle Internetseite der Stadt.

Bei Symptomen steht Ihnen die Corona-Teststation in der Magdeburger Straße an sieben Tagen die Woche zur Verfügung. Sie hat von Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Neben der geltenden Maskenpflicht durch die Allgemeinverfügung gilt der Appell auf Grund der eingetretenen Warnstufe Rot unmissverständlich:

Verringern Sie die sozialen Kontakte.
Machen Sie nur noch eine Reise, wenn Sie zwingend müssen
Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung, wenn der 1,5 Meter Abstand nicht durchgehend eingehalten werden kann.

Ich wünsche allen:
Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie zuversichtlich.
Und bleiben Sie vor allem gesund!”

*Anmerkung: Im gesprochenen Statement und in einer vorherigen schriftlichen Fassung wurde an dieser Stelle irrtümlich auf die Klasse 4a verwiesen, dieser Fehler wurde nachträglich korrigiert. Wir bitten, dies zu entschuldigen.

24. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben am Samstag um 13 Uhr in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Samstag gibt es in der Stadt Halle (Saale) 33 Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 219 (+24)
Höchster Wert überhaupt bisher – Höchststand zuvor 210 am 4. April
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 54,05 (+6,65) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
Auch das ist Höchststand. Damit befindet sich die Stadt Halle (Saale) in der Warnstufe ROT.
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 8 (+/-0)
davon Intensivbehandlungen: 2 (+/-0)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 321 (-42)
davon 32 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 761 (+33)
Anzahl der Geheilten: 528 (+9)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den 33 Neuinfektionen:
Die 33 Neuinfektionen verteilen sich auf 19 Frauen und 14 Männer zwischen Jahrgang 1923 und 2018. Die Aufteilung in Altersgruppen ergibt sich wie folgt:

– Unter 18 Jahre: 17
– 18-30 Jahre: 3
– 30-50 Jahre: 9
– Über 50: 4

Die Altersaufteilung zeigt, dass wir einen erhöhten Anteil an jüngeren Menschen verzeichnen, die sich infiziert haben. Erneut konzentriert sich das Infektionsgeschehen dabei auf Familien und strahlt damit auch in die Schulen und andere Gemeinschaftseinrichtungen.

Allein 8 Fälle betreffen Schüler (7 Schüler) und Lehrer (1 Lehrer) der Gemeinschaftsschule Kastanienallee, sechs davon aus der 9. Klasse. In vielen dieser Fälle stammen die positiven Tests aus Abstrichen, die zum Ende der Quarantäne genommen werden. Dies bestätigt uns in unserer Strategie, Quarantänen nur zu beenden, wenn ein negativer Endabstrich vorliegt. Dies wird in vielen anderen Städten und Landkreisen nicht so gehandhabt.

Eine weitere neu betroffene Gemeinschaftseinrichtung ist:
–    eine Sprachschule in Halle-Neustadt

Um Eltern und Lehrkräften zum Schulstart eine bessere Orientierung zu bieten, werden wir morgen alle betroffenen Gemeinschaftseinrichtungen im Überblick darstellen. Dabei werden wir auch erläutern, was die jeweilige Situation für den Besuch der jeweiligen Gemeinschaftseinrichtung konkret bedeutet.

So wird mit der erhöhten Anzahl von Infektionen an der Grund- und Gemeinschaftsschule „Kastanienallee“ ab Montag für mehrere Klassen kein regulärer Unterricht möglich sein. Der Fachbereich Gesundheit hat das Landesschulamt über diese Situation informiert. Die Schulleitungen werden konkrete Maßnahmen ergreifen.
Zudem stellen wir eine Checkliste vor, die Eltern für den Schulstart eine praktische Hilfe bieten soll und auf unserer Internetseite abrufbar sein wird.

Darüber hinaus möchte ich der Vollständigkeit halber noch den Fall nachtragen, der gestern zwar in der Pressekonferenz bereits Thema war, aber in meiner Auflistung noch nicht zur Sprache gekommen ist: Von einem positiven Fall ist auch das Kinder- und Jugendschutz-Zentrum in der Klosterstraße betroffen. Hier gilt nun eine Quarantäne für die gesamte Einrichtung.

In einigen Fällen laufen aktuell noch die Ermittlungen des Fachbereichs Gesundheit.

Mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen in den Familien haben wir eine städtische Veranstaltung, die heute von 11 bis 18 Uhr auf der Oberburg Giebichenstein geplant war, kurzfristig abgesagt. Wir bitten alle Gäste um Verständnis.  

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern bei ihren Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt 442 mündliche Verwarnungen ausgesprochen. Dabei setzten die angesprochenen Passanten sofort eine Mund-Nasen-Bedeckung auf. 4 Personen verweigerten das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes; in diesen Fällen wurde ein Bußgeldverfahren eingeleitet.

Dabei hat sich erneut der Eindruck bestätigt, dass der größte Teil der Hallenserinnen und Hallenser das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung umsetzt. Dafür ein ausdrücklicher Dank des Pandemiestabes.

Zur Diskussion um die Ü 50-Inzidenz:
Wie Sie mitbekommen haben, gibt es seit einigen Tagen unter Experten die Anregung, die Erfassung der 7-Tage-Inzidenz zu modifizieren und diese Inzidenz auf Fälle der Risikogruppe Über-50-Jahre einzugrenzen. Der Pandemiestab der Stadt hat die Idee in den vergangenen Tagen aufgegriffen und diskutiert. Ich möchte Ihnen dazu gern einmal eine Grafik einblenden:

Quelle: Stadt Halle (Saale).
Quelle: Stadt Halle (Saale).

Die blauen Balken zeigen den Anstieg der 7-Tage-Inzidenz im Monat Oktober. Der rote Balken daneben erfasst positive Tests nur von Patienten, die über 50 Jahre alt sind. Sie sehen: Diese Ü50-Inzidenz liegt aktuell recht konstant um den Wert 15 herum. Am heutigen Tag liegen wir bei 13,31, da unter den 33 positiven Fällen nur 3 in diese Alterskategorie gefallen sind.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
Wie seit Beginn der Pandemie informiert die Stadt fortlaufend auf ihrer Internetseite über den aktuellen Stand. Ich bitte alle Einwohnerinnen und Einwohner: Informieren Sie sich bitte über die offizielle Internetseite der Stadt. Und informieren Sie sich auch grundsätzlich nur über glaubwürdige Quellen.

Bei Fragen zum Thema Corona steht Ihnen der Fachbereich Gesundheit telefonisch unter 0345 / 221-3238 oder per E-Mail an corona@halle.de zur Verfügung. Wir bitten dabei um die vollständige Angabe Ihrer Kontaktdaten. Auch an den Wochenenden sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonisch von 9 bis 16 Uhr zu erreichen.

Bei Symptomen steht Ihnen die Corona-Teststation in der Magdeburger Straße an sieben Tagen die Woche zur Verfügung. Sie hat  Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Wir haben heute erstmals die 7-Tage-Inzidenz von 50 überschritten. Damit gilt die Stadt Halle nach den bundesweit geltenden Kriterien als Risikogebiet. Diese Entwicklung kommt mit dem Blick auf die vergangenen Tage nicht überraschend.

Genau deshalb haben wir in Halle festgelegt, schon ab einer Inzidenz von 35 Maßnahmen zu ergreifen. Das gibt uns die Chance, nun zu beobachten, wie sich die Maßnahmen auf das Infektionsgeschehen auswirken.

Klar ist aber: Nur, wenn wir alle gemeinsam daran arbeiten, das Virus einzudämmen, werden wir damit Erfolg haben.
Deutschlandweit steigen die Zahlen auf Rekordhöhen. Pro Tag liegen wir aktuell bundesweit bei über 14.000 neuen Corona-Infektionen.

Weltärztepräsident Frank-Ulrich Montgomery hat verkündet: Ab 20.000 Infektionen gerät das Gesundheitssystem in Deutschland an seine Grenzen und möglicherweise sei dann der nächste Lockdown fällig. Bis dahin bleiben zwei Wochen Zeit. Zeit, in der wir auch wissen, ob unsere bereits am vergangenen Mittwoch eingeiteten Maßnahmen wirken – es dauert regelmäßig 10 Tage, bis ein messbarer Effekt eintreten.

Neben der geltenden Maskenpflicht durch die Allgemeinverfügung gilt der Appell auf Grund der heute eingetretenen Warnstufe ROT unmissverständlich:

Verringern Sie die sozialen Kontakte.
Treten  Sie nur noch eine Reise an, wenn diese zwingend notwendig ist.
Tragen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung, wenn der 1,5-Meter-Abstand nicht durchgehend eingehalten werden kann.

Ich wünsche allen:
Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie zuversichtlich.
Und bleiben Sie vor allem gesund!

23. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Freitag gibt es in der Stadt Halle (Saale) 23 Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 195 (+20)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 47,40 (+3,33) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 8 (-1)
davon Intensivbehandlungen: 2 (+/-0)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 363 (+71)
davon 32 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 728 (+23)
Anzahl der Geheilten: 519 (+3)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Anrufe am Bürgertelefon am gestrigen Tag: 612

Zu den 23 Neuinfektionen:
Die 23 Neuinfektionen verteilen sich auf elf Frauen und zwölf Männer zwischen Jahrgang 1960 und 2013. Die Aufteilung in Altersgruppen ergibt sich wie folgt:

    • unter 18 Jahre: 9
    • 18-30 Jahre: 3
    • 30-50 Jahre: 5
    • über 50: 6

Wie in den vergangenen Tagen ist der Großteil der Infektionen privaten Kontakten zuzuordnen. Die Kontaktermittlungen laufen gegenwärtig noch. Erneut lassen sich aber bereits Kontaktketten in Gemeinschaftseinrichtungen feststellen. Betroffen sind:

    • die Kita Schatztruhe
    • die Kita im Schafschwingelweg in Heide-Nord
    • das Georg-Cantor-Gymnasium (Klassen 8, 11)
    • das Christian-Wolff-Gymnasium (Klasse 9)
    • die Grundschule Kastanienalle (Klasse 2)
    • die Gesamtschule Kastanienallee (Klasse 9)
    • die BBS Gutjahr

Zudem mussten wir bei den Neuinfektionen Kontakte in den Rettungsdienst sowie in eine Musikschule im Saalekreis feststellen. In drei Fällen lagen Reisen in andere Bundesländer vor, teilweise explizit zur Teilnahme an Feiern.

Zum Semesterbeginn an der Universität:
Der Pandemiestab hat gestern Professor Tietje, den Rektor der Martin-Luther-Universität, eingeladen, um die Maßnahmen für die Universität zu diskutieren.

Die Universität hat erfreuliche Einschreibe-Zahlen. So werden rund 4.300 Studierende in ihr erstes Semester starten. Wir sind mit der Universität in ständiger Abstimmung, wie wir die Begrüßungsveranstaltungen durchführen. Am Montag werden wir dazu eine finale Entscheidung treffen.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 2.500 Kontrollen zur Einhaltung der Maskenpflicht in der Innenstadt durchgeführt. Nach Schätzungen der Ordnungskräfte trugen rund 90 Prozent eine Mund-Nasen-Bedeckungen. Dafür möchte ich mich im Namen der Stadt Halle bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die dazu beitragen, dass es nicht zu einem exponentiellen Anstieg der Inzidenzzahl in unserer Stadt kommt.

Heute Morgen haben wir von einem Übergriff auf einen Straßenbahnfahrer der HAVAG erfahren. Der Fahrer hatte einen Fahrgast auf die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes hingewiesen. Während einer Pause kurz nach Mitternacht lauerte der Angesprochene dem Fahrer auf und griff ihn an. Ein Notarzt versorgte den Fahrer. Der Angreifer wurde anschließend gestellt und der Polizei übergeben. Die Havag hat Anzeige erstattet.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
Wir erleben, dass der allergrößte Teil der Einwohnerinnen und Einwohner unserer Stadt die Maßnahmen, die wir mit der Allgemeinverfügung erlassen haben, mittragen. Genauso wissen wir aber auch, dass diese Maßnahmen nicht jedem gefallen. Wir müssen mit dieser Kritik leben.

Entscheidungen müssen in der gegenwärtigen Situation innerhalb kürzester Zeit, von einem Tag auf den anderen im Stab für Außergewöhnliche Ereignisse (kurz Pandemiestab) getroffen werden. Innerhalb weniger Stunden ändert sich die Situation in der Stadt. Der Stab, der aktuell aus 18 Personen besteht, muss reagieren.

Es ist an der Zeit, dass sich jeder Gegner der Maßnahmen einmal Gedanken macht, wie groß die Eingriffe in sein Leben denn tatsächlich sind. Wer Motorrad fährt, trägt einen Helm ohne darüber zu diskutieren. Und wer andere vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen möchte, trägt die Maske. Nicht für sich selbst, sondern für den Mitmenschen, der dadurch geschützt wird.

Allen Kritikern sei gesagt: Ja, wir wissen noch immer viel zu wenig über dieses Virus. Was wir aber wissen, ist, dass wir es – anders als die Grippe – noch nicht durch eine Impfung bekämpfen können. Und solange dies der Fall ist, braucht es Masken und Kontaktminimierung.

Ja, es sind Eingriffe in die Freiheit jedes Einzelnen. Aber diese Eingriffe fallen durch die Allgmeinverfügung aktuell minimal aus. Bitte helfen Sie, dass dies so bleibt.

Tragen Sie die Mund-Nasen-Bedeckung, wenn Sie sich im öffentlichen Raum aufhalten oder eine Veranstaltung besuchen. Wir appellieren an die Einsicht alle Einwohnerinnen und Einwohner. Und: Halten Sie den Personenkreis zu dem ein physischer Kontakt besteht, möglichst konstant.

Wie seit Beginn der Pandemie informiert die Stadt fortlaufend auf ihrer Internetseite über den aktuellen Stand. Ich bitte alle Einwohnerinnen und Einwohner: Informieren Sie sich bitte über die offizielle Internetseite der Stadt. Und informieren Sie sich auch grundsätzlich nur über glaubwürdige Quellen.

Bei Fragen zum Thema Corona steht Ihnen der Fachbereich Gesundheit telefonisch – auch am Wochenende – unter 0345 / 221-3238 oder per E-Mail an corona@halle.de zur Verfügung.

Bei Symptomen können Sie sich an die Corona-Teststation in der Magdeburger Straße wenden. Sie hat von Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr sowie samstags und sonntags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Ich wünsche allen: Bleiben Sie gelassen, bleiben Sie zuversichtlich. Und bleiben Sie vor allem gesund!”

22. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand, die Beigeordnete für Bildung und Soziales, Katharina Brederlow, und Amtsärztin Dr. Christine Gröger haben in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale) informiert.

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Donnerstag gibt es in der Stadt Halle (Saale) 21 Neuinfektionen.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 175 (+18)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 44,07 (+5,82) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz). Dies ist die höchste Inzidenz, die wir in Halle bisher zu verzeichnen hatten.
(Schwellenwert für Halle: 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 9 (+/-0)
davon Intensivbehandlungen: 2 (+/-0)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 292 (-64)
davon 20 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 705 (+21)
Anzahl der Geheilten: 516 (+3)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den 21 Neuinfektionen:
Die 21 Neuinfektionen verteilen sich auf 14 Männer und sieben Frauen.
Die Altersverteilung:
unter 18 Jahre: 3
18-30 Jahre: 4
30-50 Jahre: 8
über 50 Jahre: 6

Trotz der großen Menge von positiven Tests konnten durch die Recherchen des Fachbereichs Gesundheit bereits die Kontaktwege für 19 der 21 positiv Getesteten nachvollzogen werden. So lassen sich 15 Fälle über Kontakte zu bereits bekanntem Infektionsgeschehen erklären. In den meisten dieser Fälle liegen Kontakte innerhalb von Familien mit Kindern vor. Dies erklärt auch, weshalb erneut viele Gemeinschaftseinrichtungen betroffen sind.

Konkret haben wir Kontaktketten festgestellt in:
–    die Kita Heide-Nord (Schafschwingelweg)
–    die Kita Goldener Gockel
–    die Kneipp Kita
–    die Grundschule Jägerplatz
–    die Grundschule Wolfgang Borchert
–    die Montessori-Schule
–    die Gemeinschaftsschule Heinrich Heine (Klasse 6)
–    das Genscher-Gymnasium (Klassen 6 und 10)
–    das Südstadtgymnasium
–    und die Latina.
Hinzu kommt ein Kontakt in eine Schule nach Zeitz. Dies wurden dem Gesundheitsamt des Burgenlandkreises gemeldet.

Weitere Kontaktketten in diesen 15 Fällen führen in:
–    die Neue Residenz
–    das Klinikum Bergmannstrost
–    ein Call Center
–    in einen Wachschutz
–    und einen Ambulanten Pflegedienst

Zudem hängen vier Fälle mit einer Familienfeier in einem anderen Bundesland zusammen. Das Reiseziel lag in einem vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 65 Quarantäne-Kontrollen durchgeführt, dabei gab es neun Verstöße. Es wurden Strafanzeigen gestellt.

Die Polizei hat gestern eine Personenansammlung am August-Bebel-Platz aufgelöst. Dort hatten sich 40 Personen aufgehalten.

Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
mit dem heutigen Tag ist in der Stadt Halle die Allgemeinverfügung zur Eindämmung des Corona-Virus in Kraft getreten. Die Zahlen der vergangenen Tage zeigen, dass sich das Infektionsgeschehen deutlich ausweitet. Der Erfolg kann in zehn Tagen gemessen werden. Schon heute hat sich der Großteil der Hallenserinnen und Hallenser, die hier in der Innenstadt unterwegs waren, an die Allgemeinverfügung gehalten. Dafür mein großer Dank.

Wir werden an verschiedenen Stellen und mit verschiedenen Maßnahmen auf die Maskenpflicht hinweisen: So werden an zahlreichen Orten in der Innenstadt Hinweisschilder aufgestellt. Auch in Bussen und Bahnen werden Aushänge und Ansage-Texte informieren. Zudem kommen das Warnsystem Katwarn und digitale Anzeigetafeln im Stadtgebiet zum Einsatz.

Wir nähern uns inzwischen dem Ende der Ferien. Ziel ist es, dass am Montag wieder ein Regelbetrieb in den Schulen stattfinden kann. Doch klar ist auch schon jetzt, dass sich viele Einrichtungen mit Quarantäne-Abwesenheiten auseinandersetzen müssen. Wir haben gestern für die Ausstattung der Schulen 22.000 FFP2-Masken erhalten. Diese werden nun an die Schulen verteilt.

Meine Bitte: Halten Sie Kontakte zu anderen Personen möglichst gering. Halten Sie den Personenkreis, zu dem ein physisch-sozialer Kontakt besteht, möglichst konstant. Nur so lassen sich Eingriffe gemeinsam so gering wie möglich halten.

Helfen Sie zudem mit, die Maßnahmen der Allgemeinverfügung umzusetzen und so weitere Einschnitte in das öffentliche Leben zu vermeiden. Heute weisen wir im Altstadtring, auf der Leipziger Straße und auf dem Hans-Dietrich-Genscher-Platz am Bahnhof freundlich darauf hin. Ab morgen wird das Nichttragen einer Mund-Nasen-Bedeckung mit einem Bußgeld geahndet.

Tragen Sie die Mund-Nasen-Bedeckung, wenn Sie sich im öffentlichen Raum aufhalten oder eine Veranstaltung besuchen. Wir appellieren an die Einsicht aller Einwohnerinnen und Einwohner.

Wie seit Beginn der Pandemie informiert die Stadt fortlaufend auf ihrer Internetseite über den aktuellen Stand. Und informieren Sie sich auch grundsätzlich nur über glaubwürdige Quellen.

Bleiben Sie gesund!”



Halle/Verwaltung. Seit dem heutigen Donnerstag gilt in der Stadt Halle (Saale) eine Allgemeinverfügung zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus. Diese Verfügung ergänzt die Maßnahmen, die durch die unverändert geltende 8. Eindämmungsverordnung des Landes Sachsen-Anhalt geregelt werden. Die Texte der Allgemeinverfügung und der Eindämmungsverordnung finden Sie unter den folgenden Links:

21. Oktober 2020

Halle/Verwaltung. Oberbürgermeister Dr. Bernd Wiegand und Amtsärztin Dr. Christine Gröger informierten in einer Video-Pressekonferenz über die aktuelle Corona-Virus-Situation in der Stadt Halle (Saale).

Statement des Oberbürgermeisters im Wortlaut:

“Am heutigen Mittwoch gibt es in der Stadt Halle (Saale) 25 Neuinfektionen. Das ist der höchste Wert, den wir in Halle jemals an einem Tag registrieren mussten.

Aktuell Infizierte in der Stadt: 157 (+21)
In den vergangenen 7 Tagen wurden vor Ort 38,25 (+6,23) Corona-Virus-Ansteckungen je 100.000 Einwohner gemeldet (= 7-Tage-Inzidenz).
(Der Schwellenwert für Halle liegt bei 35 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.)

Im Krankenhaus behandelte Hallenser: 9 (+2)
davon Intensivbehandlungen: 2 (+1)

Anzahl der gestern durchgeführten Abstriche: 356 (-68)
davon 20 bei Reiserückkehrern

Gesamtsumme der Infizierten: 684 (+25)
Anzahl der Geheilten: 513 (+4)
Wir beklagen Tote: 14 (+/-0)
– mit dem Virus gestorben: 12 (+/-0)
– an dem Virus gestorben: 2 (+/-0)

Zu den 25 Neuinfektionen:
Die 25 Neuinfektionen
verteilen sich auf 17 Männer und acht Frauen zwischen Jahrgang 1945 und 2010. Betroffen sind allerdings überwiegend jüngere Menschen, 15 Neuinfektionen betreffen Personen unter 30 Jahren.
Angesichts der großen Menge von positiven Tests sind noch nicht alle Ermittlungen zu Kontaktwegen abgeschlossen.

Bei den Neuinfektionen des heutigen Tages haben wir Infektionen und Kontaktketten festgestellt in:
–    in einer Reha-Klinik
–    in einer Kinderarztpraxis
–    in der DRK-Tagespflege
–    im Universtitätsklinikum

Ein weiteres Infektionsgeschehen gibt es innerhalb von Familien. Dadurch bestehen Kontaktketten in elf Gemeinschaftseinrichtungen. Acht davon sind Schulen. Konkret betroffen sind:
–    Kita Heide-Nord (Schafschwingelweg)
–    Kita „Onkel Uhu“
–    Grundschule Rosa Luxemburg (Klasse 1)
–    Grundschule Kastanienallee (Klassen 2, 4)
–    Gesamtschule Kastanienallee (Klasse 9)
–    Christian Wolff Gymasium (Klassen 5, 7)
–    Georg Cantor Gymnasium (Klasse 8)
–    Marguerite Friedlaender Gesamtschule (Klassen 5, 6 – hier galt schon Quarantäne)
–    BBS Gutjahr
–    BBS Friedrich List
–    Behindertenwerkstatt Heide-Lettin

Die Einrichtungen sind aktuell ausschließlich über direkte Kontaktpersonen betroffen, es gibt hier also keine Infektionen. Der Fachbereich Gesundheit hat sich mit den Einrichtungen abgestimmt, um Kontaktketten und Kohorten-Bildungen abzufragen und die Quarantäne-Verfügungen entsprechend zu erlassen.

Die Liste zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, in Gemeinschaftseinrichtungen die Kohorten möglichst klein zu bilden. Ich habe es wiederholt gesagt: Je kleiner die Kontaktgruppen in Schulen, Kitas und Horten sind, desto weniger Quarantänen müssen ausgesprochen werden.

Zum Thema Sicherheit und Ordnung:
Die Ordnungskräfte der Stadt haben gestern 74 Quarantäne-Kontrollen durchgeführt, dabei gab es zwei Verstöße. Es wurden Strafanzeigen gestellt. In den sechs Fällen von Quarantäne-Verstößen, die wir vorgestern festgestellt haben, wurden erneute Kontrollen durchgeführt. Gestern wurden alle Personen angetroffen.

Zur Allgemeinverfügung der Stadt Halle (Saale):
Ich hatte in den vergangenen Tagen wiederholt darauf hingewiesen, dass der Pandemiestab der Stadt eine Allgemeinverfügung erarbeitet hat, die bei einer 7-Tage-Inzidenz von über 35 in Kraft treten wird. Mit dem heutigen Tag haben wir in der Stadt diesen Wert deutlich überschritten, wir liegen aktuell bei 38,25.

Damit wird ab dem morgigen Donnerstag, 22. Oktober 2020, eine mit dem Land abgestimmte Allgemeinverfügung für die Stadt Halle (Saale) in Kraft treten. Sie gilt zunächst bis zum Ablauf des 18. November 2020. Die wesentlichen Punkte aus der AV möchte ich vorstellen:

    • Die Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, gilt künftig in allen öffentlichen Bereichen innerhalb des Innenstadtringes; zudem in der Leipziger Straße sowie auf dem Hans-Dietrich-Genscher-Platz vor dem Bahnhof. Darüber hinaus ist der Mund-Nasen-Schutz auch in allen Bereichen des öffentlichen Raumes des übrigen Stadtgebietes außerhalb von Gebäuden zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht durchgehend eingehalten werden kann.
    • Bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Das gilt für öffentliche und nichtöffentliche Zusammenkünfte.
    • Private Feiern aller Art in geschlossenen Räumen dürfen die Teilnehmerzahl von 15 nicht überschreiten. Das Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist unabhängig von der Personenzahl untersagt; dies ist gemäß der geltenden Eindämmungsverordnung bereits jetzt so und wird selbstverständlich weiter gelten.
    • Ein weiterer  Punkt der Allgemeinverfügung betrifft Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe. Auch hier wird die Verpflichtung zum Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen ausgeweitet. Diese ist nur aufgehoben,
      a.    wenn man im Restaurant an seinem Platz sitzt.
      b.    bzw. wenn man im Hotel auf seinem Zimmer ist.
    • In allen Schulen wird das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ausgeweitet. Es gilt dann für das gesamte Schul-Areal. Einzig im Klassenraum besteht die Verpflichtung nicht.

Sie sehen, dass die Maskenpflicht eine zentrale Rolle spielt bei dem Versuch, das Infektionsgeschehen einzudämmen. Um es an einem ganz konkreten Fall zu verdeutlichen: Sobald Sie den Altstadtring Richtung Innenstadt überqueren müssen Sie eine Mund-Nasen-Bedeckung aufsetzen. Also analog zur Regelung, wie sie bereits beim Betreten von ÖPNV-Fahrzeugen oder Geschäften gilt.

Schon ab heute werden die Ordnungskräfte in der Stadt auf die ab morgen geltenden Reglungen hinweisen und die Menschen beraten. Wir werden zudem in der Stadt Schilder aufstellen, die auf die Maskenpflicht hinweisen.
Als weitere Maßnahme wird der Pandemiestab ab sofort zweimal täglich zusammentreten und sowohl morgens als auch abends die aktuelle Infektionslage in der Stadt Halle auswerten.

Zum Hallenschen FC:
Der HFC hatte eine Ausnahmegenehmigung, seine Heimspiele vor bis zu 3.000 Zuschauern auszutragen. Als Konsequenz aus der aktuellen Lage wird die Kapazität im Erdgas Sportpark nun auf maximal 1.000 Zuschauer begrenzt. Diese Regelung gilt bereits heute Abend für das Heimspiel gegen den SV Meppen.

Zum Öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV):
Die HAVAG hat auf das erhöhte Infektionsgeschehen reagiert und hat in Abstimmung mit dem Fachbereich Gesundheit mit dem heutigen Tag folgende Änderungen eingeführt.

    • In den Straßenbahnen und Bussen werden die Türen wieder automatisch geöffnet.
    • Ebenso wird an den Endhaltestellen eine zusätzliche Lüftung vorgenommen. Hierfür werden die Fahrgäste gebeten, die Wagen kurzzeitig zu verlassen.
    • Nach Betriebsende werden alle Fahrzeuge gründlich gereinigt und desinfiziert. Hierbei kommen Reinigungsmittel zum Einsatz, die die Hülle des Virus zerstören.
    • Unverändert gilt die Pflicht für alle Fahrgäste, während der Fahrt in Bussen und Bahnen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die HAVAG wird – unterstützt durch Beamte der Polizei – diese Pflicht wieder vermehrt kontrollieren.
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    Liebe Hallenserinnen und Hallenser,
    ich hatte mehrfach darauf hingewiesen, dass die Inzidenz von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner der Wert ist, an dem wir geeignete, erforderliche und angemessene Maßnahmen ergreifen müssen.

Im Vergleich zu anderen Kreisen und Städten liegen wir noch immer in einem niedrigen Bereich, die Tendenz ist jedoch steigend. Vor allem aber lassen sich die Neuinfektionen immer weniger auf kleine Hotspots eingrenzen, sondern streuen mehr und mehr. Dass heute allein acht Schulen betroffen sind, ist ein deutliches Indiz dafür.

Das Gesundheitsamt kann alle Aufgaben bewältigen und die Kontaktketten verfolgen. Viele Bereiche der Verwaltung, aber auch aus den Krankenhäusern erhalten wir viel Unterstützung mit Personal.

Zusammengefasst lautet die Botschaft der Allgemeinverfügung: Tragen Sie die Mund-Nasen-Bedeckung, wenn sie sich im öffentlichen Raum aufhalten oder eine Veranstaltung besuchen. Wir appellieren an die Einsicht alle Einwohnerinnen und Einwohner.

Wie seit Beginn der Pandemie informiert die Stadt fortlaufend auf ihrer Internetseite über den aktuellen Stand. Ich bitte alle Einwohnerinnen und Einwohner: Informieren Sie sich bitte über die offizielle Internetseite der Stadt. Und informieren Sie sich auch grundsätzlich nur über glaubwürdige Quellen.

Bleiben Sie gesund!”

Den Text der Allgemeinverfügung und eine Karte mit dem Areal, in dem Maskenpflicht gilt, finden Sie hier:

 

Alle Angaben ohne Gewähr.
Die Herausgabe der Zahlen und Statistiken
erfolgt durch die Stadt Halle (Saale).