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Komplexe Bauarbeiten im Eisenbahnknoten Leipzig erfordern umfassende Fahrplanänderungen

Neubau des Haltepunktes Theresienstraße und Beginn der Anbindung des City-Tunnels an die Eisenbahninfrastruktur

Leipzig, 08.03.2010. DB. Vom 11. bis 15. März finden im Eisenbahnknoten Leipzig umfassende Bauarbeiten statt. Ziel der komplexen Maßnahmen ist es, den City-Tunnel Leipzig (CTL) an das Netz der Deutschen Bahn anzubinden. Für die Reisenden heißt das in Zukunft: Deutlich schnellere Nah- und Fernverkehrsangebote auf der Basis eines deutlich leistungsfähigeren und zuverlässigeren Angebots.

Die Herausforderung dabei:
Alle Bauarbeiten finden "unter rollendem Rad", also bei laufendem Betrieb statt. Bei Bauprojekten solchen Ausmaßes sind zeitweilige Einschränkungen für Reisende unvermeidlich. Vom 11. bis 15. März haben die Deutsche Bahn und die Mitteldeutsche Regiobahn aus diesem Grund umfassende Ersatzfahrpläne und Schienenersatzverkehre aktiviert, die bei der Fahrplansuche im Internet, am Fahrkartenautomaten oder im Reisezentrum automatisch angezeigt werden. An den Umsteigebahnhöfen in Leipzig Hbf, Rackwitz, Leipzig Messe, Schkeuditz, Leipzig-Leutzsch setzt die Deutsche Bahn zusätzliche Reisendenlenker ein, also Servicekräfte, die den Reisenden behilflich sind.

Die Baumaßnahmen im Überblick:

Zum einen entsteht im Rahmen der jetzt anstehenden Bauarbeiten in den nächsten Monaten nördlich vom Hauptbahnhof eine neue Bahnstation, die insbesondere von Reisenden nach Taucha, Bitterfeld oder in südliche Richtung via Hauptbahnhof genutzt werden kann. Dieser künftige Haltepunkt mit dem Namen "Theresienstraße" wird für die Verkehre auf den Strecken Leipzig-Taucha sowie Leipzig-Bitterfeld ein wichtiges Element sein. Die Deutsche Bahn baut hier unter anderem einen neuen Bahnsteig mit einer Länge von rund 140 Metern, Wetterschutzhäuschen sowie die entsprechenden, stufenfreien Zugänge und stellt so den nahtlosen Zugang zur Leipziger Straßenbahnlinie 16 sicher. Bereits seit Wochen laufen an dieser Stelle verschiedene bauvorbereitende Maßnahmen. Die Bauarbeiten werden im September 2010 soweit abgeschlossen sein, dass keine Einschränkungen im Zugverkehr mehr bestehen.

Ein weiterer wesentlicher Aspekt sind die umfassenden Bauarbeiten im Umfeld des Leipziger Hauptbahnhofs, mit denen der nördliche und der westliche Ausgang des CTL in die bestehende Infrastruktur integriert werden. Um die Anbindung der sogenannten Nord- und Westrampe an das Streckennetz der Deutschen Bahn zu erreichen, müssen Weichen verlegt und gebaut sowie Gleise angeschwenkt und wiederaufgebaut werden. Darüber hinaus ist neue Leit- und Sicherungstechnik erforderlich, die in das bestehende Elektronische Stellwerk (ESTW) eingebunden werden muss. In diesem Zusammenhang ist es im Bereich der Westrampe für einen zukünftig reibungslosen Verkehr in Richtung Hauptbahnhof erforderlich, ein Kreuzungsbauwerk zu errichten. Diese soll den Zügen die kreuzungsfreie Einfahrt in den Tunnel bzw. in den Hauptbahnhof erlauben und damit die ein- und ausfahrenden Verkehre entzerren.

Insgesamt verlegt die DB bis 2013 vor der Nord- und Westrampe des CTL rund 12 Kilometer neue Gleise, baut 52 neue Weichen ein und errichtet zahlreiche Oberleitungsanlagen. Darüber hinaus müssen Anlagen zur Oberflächen- und Tiefenentwässerung eingebaut sowie ein elektrischer Schaltposten zur Bahnstromversorgung neu errichtet werden.


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