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Burgenlandkäserei in Bad Bibra

Wünsch kritisiert Schließungs-Pläne scharf: "DMK-Gruppe vernichtet grundlos Arbeitsplätze"

Magdeburg. MW/LSA. Staatsekretär Thomas Wünsch hat mit Enttäuschung auf die gescheiterten Verhandlungen um den Erhalt der Burgenland-Käserei in Bad Bibra (Burgenlandkreis) reagiert. Insbesondere die starre und konzeptlose Haltung der Deutschen-Milchkontor-Gruppe (DMK) sei nicht nachvollziehbar. "Die DMK-Gruppe vernichtet grundlos Arbeitsplätze. Aus meiner Sicht ist das unverantwortlich", kritisierte Wünsch am Mittwoch. Die Milchpreise hätten sich inzwischen wieder stabilisiert und es gebe genügend regionale Milchproduzenten, die die Käserei auch in Zukunft beliefern würden.

Der Standort sei zudem wettbewerbsfähig: "Der Mozzarella aus Bad Bibra verkauft sich selbst in Italien so gut, dass ein beträchtlicher Teil der Produktion dorthin exportiert wird", betonte Wünsch. "Der Betrieb schreibt schwarze Zahlen." Umso unverständlicher seien deshalb die Schließungspläne. "Ich appelliere insofern an den Aufsichtsrat der DMK-Gruppe, ihre Konzern-Strategie noch einmal zu überdenken und ein Zukunftskonzept für den Standort in Sachsen-Anhalt vorzulegen."

Die Molkerei und Käserei in Bad Bibra beschäftigt derzeit 106 Mitarbeiter, sie ist der größte Arbeitgeber in der Region. "Das Milchwerk Bad Bibra war ein verlässlicher Partner der Region sowie der DMK-Gruppe und ich hoffe, dass das in Zukunft weiterhin so sein wird", betonte Wünsch. Im Fall einer Schließung droht jedoch den Beschäftigten die Kündigung. Das Werk lieferte bislang um die 30.000 Tonnen Käse-Erzeugnisse pro Jahr aus.


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