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Arbeitsmarkt im Juni 2018 - Arbeitslosenquote sinkt auf 7,9 Prozent

Bratzke: "8% Marke geknackt, im ersten Halbjahr praktisch jeder Monat mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit"

Halle. AfA. Im Bezirk der Agentur für Arbeit Halle waren Ende Juni 17.041 Frauen und Männer von Arbeitslosigkeit betroffen. Das sind 555 Arbeitslose (-3,2 Prozent) weniger als vor einem Monat. Im Vergleich zum Vorjahr sind gegenwärtig 1.535 Frauen und Männer weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen, verringerte sich im zurückliegenden Monat um 0,2 auf 7,9 Prozent.

"Die stabile konjunkturelle Entwicklung im Raum Halle sichert die gute Bilanz am Arbeitsmarkt: Die Arbeitslosenzahlen gehen erneut zurück, die Zahl der Beschäftigten liegt weiterhin auf Rekordniveau und es gibt viele offene Stellen", so Petra Bratzke, Hallenser Chefin der Arbeitsagentur. Dies führt in einigen Branchen bereits zu Engpässen in der Stellenbesetzung - zu spüren ist dies etwa im Pflegebereich, im Baubereich und der Logistikbranche. Bratzke begrüßt deshalb, dass Firmen bei der Besetzung ihrer Stellen stärker Alternativen einbeziehen, offen für Weiterbildungsangebote sind und ihre Einstellungspolitik dem Bewerberangebot anpassen.

Jugendliche mit geringer Berufserfahrung werden ebenso nachgefragt wie Ältere oder auch Berufsrückkehrinnen. Für unsere Arbeitgeber ist Motivation und Flexibilität inzwischen wichtiger als formal passgenaue Qualifikation, mögliche berufliche Vorerfahrungen sind erwünscht. "Wir können wirklich auf ein sehr gutes erstes Halbjahr mit einer stabilen Entwicklung zurückblicken. Der Arbeitsmarkt ist in einer ausgesprochen guten und robusten Verfassung!", weiß Bratzke.

Getrieben wird die Entwicklung zusätzlich durch den demografischen Wandel: "Wir werden älter und weniger." Aber dass die Wahrscheinlichkeit besonders hoch ist, Arbeitsplätze in Zukunft von Computern oder Robotern zu ersetzen, ist für Bratzke nicht unbedingt ein Grund zur Sorge. Durch Digitalisierung könne Wachstum entstehen, was zu neuen Arbeitsplätzen führe. Wenn es nach Bratzke geht, müsse man sich unter anderem fragen, ob die Denkansätze für die Ausbildung der nachrückenden Generation schon auf die neuen Herausforderungen ausgelegt sind. Die Arbeitsagenturen stellen sich dem technischen Wandel bzw. der fortschreitenden Digitalisierung. Die Bundesagentur für Arbeit baut ihre Online-Präsenz kontinuierlich aus. "Wir müssen die Menschen kompetenzmäßig mitnehmen in die neue Welt.", weiß Bratzke.

Jugendliche und Ältere
Die Zahl arbeitsloser Jugendlicher ging im Juni 2018 stieg um 10 Personen, damit beträgt der relative Anteil Jugendlicher an allen Arbeitslosen bei 9,0%. Der Anstieg ist ausschließlich in der Grundsicherung zu verzeichnen. Die Arbeitslosenquote für diesen Personenkreis liegt über der aller Arbeitslosen, das macht uns seit geraumer Zeit Sorgen.

Der Arbeitsmarkt für Jugendliche wird aufgrund des laufenden Berufsberatungsjahres an Fahrt aufnehmen. Zeugnisse in der Tasche, Ferien bzw. Urlaub ist angesagt.

"Trotzdem sollten die Jugendlichen ihre berufliche Zukunft im Blick behalten", so Bratzke. Gute Aussichten für Schulabgänger, die noch keinen Ausbildungsvertrag in der Tasche haben, bieten die rund 900 der Arbeitsagentur gemeldeten noch unbesetzten Ausbildungsstellen. "Dabei erstreckt sich die Palette der verfügbaren Lehrstellen über nahezu alle Branchen und bietet beste Voraussetzungen für einen guten Start ins Berufsleben. Eile ist durchaus geboten, da attraktive Angebote schnell vergeben sind", so Petra Bratzke mit Blick auf den aktuellen Ausbildungsmarkt.

Erfreulich bleibt die Entwicklung der Arbeitslosigkeit bei den älteren Arbeitslosen. Bei den über 50 Jährigen haben wir mit - 2,4% zum Vormonat nur noch 5.348 Personen in der Statistik.

Stellenangebote
Unternehmen und Verwaltungen meldeten dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur und dem Jobcenter Halle/Saale im Juni 964 neue Stellen. Das sind zwar 26 Stellen weniger als im Vormonat bei anhaltend hohem Bestand. Besonders gute Chancen bestehen hier immer noch im Dienstleistungsbereich und Logistikbereich sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Die Arbeitsagentur hat aktuell 3.707 Stellen im Portfolio, die zu besetzen sind. Von Januar bis Juni gab es insgesamt 5.691 Stellenzugänge.

Arbeitslosigkeit in den beiden Rechtskreisen
Eine Spreizung zwischen der Arbeitslosenversicherung und der Grundsicherung bleibt bestehen, d.h. im

Rechtskreis SGB III (Arbeitslosenversicherung) waren 189 Frauen und Männer im Juni 2018 weniger arbeitslos, hier waren 3.939 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, was einem Rückgang von 4,6 % entspricht.

Im Rechtskreis SGB II (Grundsicherung) ist die Arbeitslosigkeit von Mai auf Juni 2018 um 366 Personen zurückgegangen, dies entspricht einem Minus von nur 2,7 %. Somit gab es 13.102 Arbeitslose, das sind 1.145 Personen weniger als im Juni des Vorjahres, die auf Leistungen des Jobcenters angewiesen sind.

Blick in die Geschäftsstellen
Regional bietet sich weiterhin ein differenziertes Bild. In der Stadt Halle waren im Juni 10.362 Personen arbeitslos gemeldet, das sind 303 weniger als vor einem Monat, von denen 8.271 (-159) die Grundsicherung bezogen. Der relative Anteil von SGB II Arbeitslosen der Stadt Halle hält sich seit langem auf einem anhaltend hohem Niveau, aktuell 79,8%. Die Arbeitslosenquote der Stadt Halle liegt weiterhin mit 8,8 Prozent über dem Agenturdurchschnitt (7,9%).

Im Saalekreis sind aktuell 6.679 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote bleibt mit 6,8 Prozent deutlich unter dem Agenturdurchschnitt. Hier sind 252 Arbeitslose weniger als im Vormonat und 477 weniger als noch vor einem Jahr. Der SGB II-Anteil an der Gesamtzahl der Arbeitslosen betrug 72,3 %.

Die Zahl der Arbeitslosen im Einzugsbereich der Geschäftsstelle Merseburg sank um 162 Personen bzw. 3 Prozent auf 5.186.


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