Hallanzeiger - Online Anzeiger für Halle Saale Sonntag, 19.11.2017
Startseite Archiv • Kontaktformular

Salon am Stadtbad

Charme & Chic

Hallescher Schlüsseldienst GmbH

monsator Hausgeräte Halle Gmbh

Pflege

Aktuelles
Lokalnachrichten    
Polizeimeldungen    
Aus dem Rathaus    
Sachsen-Anhalt Info    
Verbrauchertipps    
Vermischtes    
Anzeigenmarkt
Kleinanzeigenmarkt    
Branchen von A-Z    
Wohnungssuche    
Tiervermittlung    
Freizeit
Kino, Theater & mehr    
Was? Wann? Wo?    
Essen & Trinken    
Infothek
Bücherbord    
Links für Hallenser    
Hobbytipps    
Leserbriefe    
Service
Notrufnummern    
Tiernotdienst    
Apothekennotdienst    
Behördenwegweiser    
Schadstoffmobiltour    
Sperrmüllentsorgung    
Postleitzahlen    
Wir über uns
Kontakt    
Werbung    
Bannerwerbung    
Datenschutz    
Impressum    
Sie befinden sich hier: KULTUR »FREIZEIT » BERGZOO

Bergzoo Halle (Saale)

Zoologischer Garten Halle GmbH
Reilstraße 57
06114 Halle (Saale)
Fon: 0345 5203300
Mail: office@zoo-halle.de

Kassenöffnungszeiten:

Sommerzeit (März - Oktober):

Mo - Fr 09.00 - 17.00 Uhr
Sa, So &
feiertags
09.00 - 18.30 Uhr

Winterzeit (November - Februar):
In der Winterzeit ist nur die Zookasse in der Reilstraße täglich von 9 Uhr bis 16 Uhr geöffnet.
Der Saisoneingang in der Seebener Straße bleibt geschlossen, ist als Ausgang über das Drehkreuz aber ganzjährig nutzbar.
Der Zoo schließt eine Stunde nach Kassenschluss bzw. im Winter nach Einbruch der Dunkelheit.

Mo - So
feiertags
09.00 - 16.00 Uhr
24.12. &
31.12.
09.00 - 15.00 Uhr

GASTRONOMIE IM ZOO

Bergterassen: ganzjährig geöffnet

Mo - Fr 09.30 - 17.00 Uhr
Sa, So
feiertags
09.30 - 18.00 Uhr

Biergarten bei den Elefanten: geöffnet vom 01. März - 31. Oktober

Mo - Fr 09.30 - 17.00 Uhr
Sa, So
feiertags
09.30 - 18.00 Uhr

NEUIGKEITEN AUS DEM ZOO

Hallesche Elefantenkuh Bibi ist umgezogen

Halle. Zoo. Am 16. November trat die hallesche Elefantenkuh Bibi ihre lang vorbereitete Reise nach Hodenhagen an. Ein Spezialtransportunternehmen mit umfangreicher Erfahrung im Transport von Elefanten und anderen Großtieren brachte Bibi in den nur 3 ½ Stunden Fahrtzeit entfernten Serengeti-Park. Der Transport ist dank einer detaillierten Planung komplikationslos verlaufen und inzwischen ist Bibi gut in ihrem neuen Zuhause angekommen, wo sie zur Begrüßung erst einmal eine extra Portion Heu und Möhren erhielt. Das gesamte Zooteam wird die Elefantendame sehr vermissen, ist aber in dem guten Wissen, dass der Umzug für Bibi und die anderen halleschen Elefanten die bestmögliche Lösung war.

Auf dem Transport wurde Bibi von den ihr vertrauten Pflegern des halleschen Elefantenhauses begleitet. Ein ihr besonders nahestehender Tierpfleger wird sogar eine Zeitlang in Hodenhagen bleiben, um ihr die Eingewöhnung zu erleichtern. Im Vorfeld hatten zwei Tierpfleger aus Hodenhagen bereits Bibi in Halle besucht, um sich gegenseitig vertraut zu machen. Im Safaripark erwartet Sie nun eine neue Herde (2 Bullen, 3 Kühe) und eine 1 Hektar große Anlage, wo sie sich sicherlich auch sehr wohlfühlen wird. Die erfahrenen Kühe in Hodenhagen werden ihr sicher eine stabile Herdenstruktur geben, in der sie hoffentlich schnell ihren Platz finden wird. Die Zusammenführung mit der neuen Herde wird dabei äußerst behutsam und stufenweise vorgenommen. Zuvor wurde durch den Zuchtbuchführer für afrikanische Elefanten in einem langwierigen aber notwendigen Auswahlverfahren der bestmögliche neue Aufenthaltsort gesucht. Dabei waren die Zusammensetzung der neuen Herde sowie die Qualität der neuen Heimatanlage für Bibi ein wesentliches Auswahlkriterium. Der inmitten eines Waldes gelegene Park ist als Zoologischer Garten anerkannt und zählt mit insgesamt 220 Hektar Fläche zu den größten Zoos Europas .

Zur Vorgeschichte
Die Elefantenkuh Bibi wurde 1985 in Simbabwe geboren und kam am 21. November 2008 mit ihrer damals erst einjährigen Tochter Panya aus dem Tierpark Berlin in den halleschen Bergzoo. Panya ist inzwischen selbst Mutter des kleinen Elefantenbullen Ayo. Leider hatte Bibi in der Vergangenheit zwei Ihrer eigenen Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt getötet, so dass sie für den halleschen Nachwuchs eine nicht einschätzbare Gefahr darstellte.

Gustav Sparfroh besucht seine Freunde im halleschen Bergzoo

Halle. Zoo. Das stadtbekannte Maskottchen der FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft eG "Gustav Sparfroh", übergibt auch in diesem Jahr wieder einen sehr großzügigen Spendenbeitrag an den Förderverein im halleschen Bergzoo. Damit übernehmen die engagierten Genossenschaftler bereits zum 7. Mal symbolisch die Patenschaft über die Hühnerfamilie im Bergzoo.

Die Spendensumme fließt direkt in das neueste Projekt der Förderer und Freunde des halleschen Bergzoo e. V., die Reilsalm. Das Tor und gleichzeitige Highlight der zukünftigen Reilsalm bildet die alte "Saubucht", ein kleines Bauerngehöft aus den 30er Jahren im Zentrum des Zoos, welches einst der namensgebenden Schweinehaltung diente. Es soll in den kommenden Monaten renoviert und zu einer Begegnungsstätte zwischen Besucher und typischen Haustierrassen, unter anderem auch aus der Alpenregion, umgewandelt werden. Die Patentiere der FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft eG, aber auch die Minischweine und Kaninchen haben dort schon seit längerem ihr Zuhause und werden in Zukunft, auch dank der Unterstützung durch ihre Paten, eine noch schönere Umgebung erhalten.

WG FREIHEIT verlängert "Miet"-Vertrag für Zookater "Garfield"

Halle. Zoo. Er ist kein Elefant und auch kein Erdmännchen oder ein anderes typisch-populäres Zootier. Trotzdem zählt Zookater "Garfield" seit Jahren zu den Besucherlieblingen im Bergzoo Halle. Mit seinem leuchtend rotem Fell und der Art wie er die Leute umschmeichelt, hat er einen festen Platz in den Herzen der Zoobesucher gefunden. Der nicht minder beliebte Kater "Fred Freiheit" wiederum, ist das Maskottchen der Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT eG. Aus diesem Grund entstand bei Vorstand Dirk Neumann bereits im Vorjahr die Idee, für "Garfield" eine Tierpatenschaft zu übernehmen.

Zookater "Garfield" ist in diesem Zuge sogar ehrenhalber Mieter der WG Freiheit eG geworden, denn er wohnt in einem Katzenhaus, welches die Wohnungsgenossenschaft speziell für ihn gebaut hat. Am kommenden Dienstag verlängert die WG Freiheit mit ihrer Patenschaft somit auch symbolisch den "Mietvertrag" über Garfields Haus, welches in bester Lage auf den Bergterrassen des Zoos steht. Mit dem Zoo verbindet die WG FREIHEIT eG natürlich nicht nur das Maskottchen. "Wir sind bestrebt, den Zoologischen Garten als wichtiges Ausflugsziel für die Hallenserinnen und Hallenser zu unterstützen. Deshalb übernehmen wir symbolisch eine Tierpatenschaft, um damit eine Spende an den Zoo zu leisten" sagt der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft, Dirk Neumann.

Hallesche Zootage "Zoo Nah dran"

Halle. Zoo. Wer immer schon einmal sehen wollte, wohin die Totenkopfäffchen manchmal plötzlich verschwinden, wie gefährlich der Großkatzenhauskeller ist oder wie geschäftig es in einer Futterküche zugeht, die rund 1700 Tiere versorgen muss, kommt zu den traditionellen Zootagen im Halleschen Zoo ganz auf seine Kosten.

Die Mitarbeiter des Bergzoos gewähren seltene Einblicke in den Zoo-Alltag und seine Arbeitsbereiche, welche für Zoobesucher sonst eher verborgen sind. Als Highlights gelten dabei die Blicke hinter die Kulissen, die zahlreichen Aktions- und Infostände sowie verschiedene Sonderfütterungen bei denen die Tierpfleger mehr über ihre Schützlinge erzählen. Die Zoobesucher können dabei am eigenen Leib erfahren, wie schwierig das Schießen mit dem Blasrohr des Tierarztes oder wie schwer eine Schubkarre voller Elefantenmist ist. Eine Stempelrallye für schlaue Füchse verbindet die einzelnen Stationen und Aktionsflächen miteinander und natürlich kommen am Bastelstand auch Bastelfans nicht zu kurz.

Erste Hochzeit im Bergzoo Halle

Halle. Zoo. Am letzten Samstag erlebten Zootiere und Zoomitarbeiter eine Premiere - die erste Hochzeit in der Geschichte des Bergzoos. Melanie und Martin Schwerendt heirateten im denkmalgeschützten Großkatzenhaus des Zoo Halle. Zoodirektor Dr. Dennis Müller freute sich besonders über das Ereignis, hatte er doch selbst ebenfalls in einem Zoo geheiratet.

Bei romantischer Musik und Kerzenschein betritt Melanie Donath am Arm ihres Vaters um Punkt 12 Uhr das eigens für Hochzeit hergerichtete Großkatzenhaus. Mit einem zaghaften Lächeln und zitternden Händen biegt sie auf den Weg zum Trautisch ein. Dann hebt sie ihren Blick - und strahlt. Von da an lässt die Braut ihren Bräutigam Martin Schwerendt nicht mehr aus den Augen. Mit festen Schritten schreitet sie das Großkatzenhaus entlang, vorbei an den ca. 50 Gästen und Familienmitgliedern, immer unter den wachsamen Blicken der Raubkatzen. Da blieb auch bei den Zoomitarbeitern, die im Hintergrund den Ablauf überwachten, kein Auge trocken. Schließlich gaben sich die beiden Hallenser in romantischer Atmosphäre das Ja-Wort.
Die Jaguare Muppet und Ladybird staunten nicht schlecht, sind sie als Zoobewohner eigentlich allerlei Publikum gewöhnt, aber eine Hochzeit gab es schließlich noch nie. Im Anschluss an die Zeremonie ging es noch zum Gruppenfoto vor die Elefantenanlage, bevor sich das Brautpaar und seine Gäste unter die überraschten Zoobesucher mischten. "Wir sind jetzt noch ganz beeindruckt von dem ganzen Geschehen!", heißt es zwei Tage später im Dankesschreiben des Brautpaares.

Elefantenmädchen Tamika feiert ihren ersten Geburtstag

Halle. Zoo. Am 26. Juni 2016 um 23:00 Uhr hatte das lange Warten im Bergzoo Halle endlich ein Ende. Die afrikanische Elefantenkuh Tana brachte das erste im halleschen Zoo geborene und gesunde Elefantenbaby auf die Welt. Tamika war winzig im Vergleich zu ihrer Mutter und hatte doch schon ein Geburtsgewicht von fast 100 kg. Am kommenden Montag feiert Tamika nun ihren ersten Geburtstag.

Heute wiegt das kleine Elefantenmädchen mit 275 kg schon mehr als das Doppelte. Sie gedeiht prächtig und tobt täglich ausgelassen mit ihrem einen Monat jüngeren Bruder Ayo über die Anlage. Die beiden sind der ganze Stolz des Zoos.

Tamika hat in ihrem ersten Lebensjahr schon viel erlebt. Die Geburt ihres Bruders Ayo zum Beispiel oder wie man, wie es sich für einen Elefanten gehört, ein zünftiges Schlammbad nimmt. Auch das tägliche medizinische Training meistert sie schon gut und freut sich über die dabei verfütterten Brotstückchen. Ihre Pfleger loben vor allem ihr ruhiges Verhalten, das sie sich wohl bei Mama Tana abgeguckt hat.

Tamika und Brüderchen Ayo
Foto: Zoo Halle

Am 28. Juni feiert der Bergzoo Tamikas ersten Geburtstag mit Aktionsständen zum Thema Elefant, zwei Sonderfütterungen und einer extra Dusche. Eine elefantastische Geburtstagtorte darf natürlich auch nicht fehlen.

Zwei Erdwölfe ziehen nach Halle

Halle. Zoo. Seit dem 2. Mai sind die beiden Erdwölfe Ed und Christel die neuesten Bewohner des Halleschen Bergzoos, der die Tiere zum ersten Mal in seiner Geschichte hält. Erdwölfe sind eine tiergärtnerische Rarität, nur 14 Tiere werden europaweit in sechs Zoos gehalten, in Deutschland nur noch in Berlin. Ed und Christel stammen aus dem Rare Species Conservation Centre (RSCC) in Sandwich, England und kamen über einen kurzen Zwischenstop in Magdeburg in den Zoo Halle. Die beiden Tiere sind acht Jahre alt und sollen im Zoo auch für Nachwuchs sorgen.

Zoobesucher können die Tiere auf der eigens für sie umgestalteten Anlage bestaunen, vis-à-vis zu Blessböcken und Bergzebras, mit denen sie sich auch in der Natur den Lebensraum teilen. Am vergangenen Freitag durften Ed und Christel zum ersten Mal auch ihre Außenanlage kennenlernen. Christel war ganz klar die Mutigere - sie steckte als Erste ganz vorsichtig ihre Nase nach draußen, Ed folgte ihr kurz darauf. Inzwischen toben beide schon ausgelassen über die Anlage oder baden in der Sonne.

Hochspezialisierte Insektenfresser
Erdwölfe gehören entgegen ihrem Namen zur Familie der Hyänen und damit Katzenartigen. Mit nur 50 cm Schulterhöhe sind sie die kleinste Hyänenart. Aber im Gegensatz zu ihren vorwiegend aas- und fleischfressenden Verwandten sind Erdwölfe hochspezialisierte Insektenfresser, die sich fast ausschließlich von einer einzigen Termitengattung ernähren. Die Insekten suchen nachts in Gruppen auf der Erdoberfläche nach Nahrung. Dort lecken Erdwölfe sie mit ihrer breiten und klebrigen Zunge vom Boden, bis zu 300.000 Stück pro Nacht.
Während Erdwölfe es sich schmecken lassen, gibt es kaum Nahrungskonkurrenten, da die Insekten aufgrund giftiger Ausscheidungen von anderen Tieren verschmäht werden.

Fremdgehen erlaubt
Erdwölfe kommen in buschbestandenen Savannen und Graslandschaften im südlichen und östlichen Afrika vor und bewohnen dort paarweise selbstgegrabene oder von anderen Tieren verlassene Baue. Trotz der monogamen Lebensweise streifen die Weibchen nachtsüber oft an den Reviergrenzen entlang, um sich mit anderen Männchen zu paaren. Ungeachtet dessen ziehen die festen Partner alle Jungtiere auf, auch die Kuckuckskinder. Solange die Welpen in den ersten Lebenswochen den Bau noch nicht verlassen, schlafen die Männchen allerdings lieber in ihrer eigenen Höhle. Wer kann es ihnen verdenken.

Fliederblütenzeit im Zoo - Der Berg blüht!

Halle. Zoo. Im Bergzoo herrscht jetzt die "schönste Jahreszeit" - die Fliederblütenzeit. Die Hänge des Reilsberg haben sich in eine weiß-violette Welt der Farben und Düfte verwandelt und Menschen aus der ganzen Region strömen in dieser Zeit nach Halle um dieses einzigartige Naturschauspiel zu erleben, welches die über eintausend spanischen Fliederbäume entfachen. Denn nirgendwo in der der Stadt und in der gesamten Region gibt es eine so hohe Konzentration von Fliederbüschen wie im Bergzoo.

Die Gärtner des Zoos sowie Meisterfloristin Nicole Zöllkau, bekannt geworden durch ihre preisgekrönten Ausstellungen, haben dazu mit fantasievollen und farbenfrohen Schaubildern und Dekorationselementen sowie Pflanzungen, das Thema Flieder und Frühjahr auf ganz eigene Weise interpretiert. Auch viele andere Frühjahrsblüher zeigen Ihre Pracht auf den vielfältigen Grünanlagen, Beeten und Schalen im gesamten Zoo. Für viele Hallenser und Bewohner der Region ist es fast zu einer Art Ritual geworden, während der Fliederblütenzeit durch die blühenden Berghängen zu spazieren und sozusagen als Krönung ihres Besuchs auf dem Aussichtsturm zu steigen, welcher einen einmaligen Ausblick ins romantische Saaletal und über die gesamte Stadt bietet.

Dank der vorherrschenden wärmeren Temperaturen zeigen sich nun auch alle, in der kälteren Jahreszeit teils in ihren Häusern versteckten Tiere, den Besuchern in ihrer vollen Schönheit und sind auch voller "Tatendrang". Dazu gibt es die beliebten kommentierten Fütterungen, welche dafür sorgen, dass auch das Erlebnis Zoo nicht zu kurz kommt. Wer dabei Appetit bekommt der findet in den vielfältigen gastronomischen Einrichtungen oder auf der neuen Picknickterrasse über dem Großkatzenhaus ein lauschiges Plätzchen zum Verweilen, Erfrischen und Snacken.

Hallescher Elefantenbulle Abu wird 16 jahre alt

Halle. Zoo. Heute ist der Afrikanische Elefantenbulle Abu im Bergzoo Halle 16 Jahre alt geworden. Seine Tierpfleger haben eigens zwei Torten für das Geburtstagskind angefertigt, eine leckerer als die andere. Dass sie ihrem Schützling eine wahre Freude bereitet haben, war kaum zu übersehen. Als Abu auf die Anlage gelassen wurde, marschierte er schnurstracks zu den Torten und hatte trotz zahlloser Leckereien keine Mühe sich zu entscheiden - er nahm einfach die Erste.
Abu lebt seit 10 Jahren in Halle, er kam 2006 aus dem Tiergarten Schönbrunn (Wien) in den Bergzoo. Einst wurde er als erster Elefant Europas durch künstliche Befruchtung per Samenspende in Wien gezeugt und war auch selbst schon Samenspender. Mit seinen ca. 2,90 m Schulterhöhe und geschätzten 4 Tonnen Gewicht ist der stattliche Bulle das größte und schwerste Tier im halleschen Zoo. Abu ist trotz seiner Jugend der erfolgreichste Afrikanische Zuchtbulle Deutschlands. Berühmt wurde er als Vater der beiden Elefantenkinder Ayo und Tamika, die seit ihrer Geburt die absoluten Besucherlieblinge im Zoo Halle sind.
Abu verspeist seine Geburtstagstorten
Foto: Zoo Halle

Erste Tierpatenschaft für neue Bergzebras

Halle. Zoo. Das Hartmann-Bergzebra gehört zu den bedrohten Tierarten und zählt deshalb, aber auch wegen seines Lebensraumes - der Berglandschaft - seit Kurzem zur Besetzung im halleschen Bergzoo. Auf der aus Tierpatenschaftsgeldern umgebauten Anlage leben drei Junghengste, die im slowakischen Zoo Bojnice geboren worden sind. Die drei sind Brüder und heißen Namib, Addis und Abomey.

Diese außerordentlich attraktiven und interessanten Tiere sind nunmehr auch Botschafter für den Zoo, da für die Bergzebras Spenden in Form von Tierpatenschaften zugunsten neuer Förderprojekte geleistet werden können. Stadtrat Christoph Bernstiel, welcher sich den 3-jährigen Namib ausgesucht hat, freut sich, dass er als erster Tierpate eine Urkunde für ein Bergzebra erhält

Ein Besucherliebling zieht um - Zwergflusspferdmädchen Inola wird jetzt Kroatin

Halle. Zoo. Zwergflusspferdmädchen Inola zieht am kommenden Montag in Kroatiens Hauptstadt Zagreb. Bereits seit Anfang Januar gewöhnen ihre Pfleger sie sanft an die große Transportbox, damit sie sich darin wohlfühlt und den Umzug in einen neuen Zoo gut übersteht. Dort wird sie bald auf ihren neuen Gefährten Otto treffen, einem Zwergflusspferdbullen, der schon einige Jahre in Kroatiens ältestem Zoo lebt und Inola sehnsüchtig erwartet. Die beiden werden in ein paar Jahren hoffentlich selbst Nachwuchs bekommen und für den Erhalt der stark bedrohten Tierart sorgen.

Seltener Zuchterfolg
Am 13.12.2015 kam Inola nach 6 Jahren Wartezeit endlich im halleschen Bergzoo zur Welt - ein seltenes Ereignis, gibt es doch weltweit nur ca. 350 Tiere in Zoos und die Nachzucht gelingt nicht oft. Das kleine Zwergflusspferdmädchen avancierte schnell zum absoluten Besucherliebling, allein die ersten Videos sorgten zum Jahresanfang 2016 mit über 2,5 Millionen Views auf diversen Social-Media-Seiten für eine mediale Sensation. Mit einem Geburtsgewicht von unter 6 kg war sie ein richtiges Leichtgewicht, wiegt ihre Mutter Samantha doch über 200 kg. Dank der mütterlichen Fürsorge und der liebevollen Pflege ihrer Tierpfleger wuchs und gedeihte das kleine Zwergflusspferd prächtig. So bringt sie heute mit ihren fast 16 Monaten schätzungsweise schon 70 kg auf die Waage. Genau werden ihre Pfleger das aber erst wissen, wenn sie vor der Abreise mit ihrer Kiste auf die Waage gestellt wird.

Strikte Einzelgänger
Die in den Regenwäldern und Sumpfgebieten Afrikas beheimateten Tiere sind im Gegensatz zu ihren größeren Verwandten in der Natur strikte Einzelgänger und gehen ihren Artgenossen meist aus dem Weg. Nur zur Paarungszeit oder wenn die Weibchen ihre Jungtiere aufziehen sind die seltenen Tiere zu zweit unterwegs. Zwergflusspferdjungtiere verlassen ihre Mütter in der Natur mit 2-3 Jahren und bekommen mit 4-5 Jahren das erste Mal eigenen Nachwuchs. In Zoos werden Zwergflusspferdweibchen schon mit etwa 15 Monaten geschlechtsreif und müssen deshalb auch früher abgegeben werden, da ihre Mütter sonst versuchen würden, sie zu vertreiben.

Winterschlaf in der Hightech-Box - Bergzoo Halle sponsort Siegerprojekt bei Jugend forscht

Halle. Zoo. Das Team Eliminator-Gang des Elisabeth-Gymnasiums baute eine vollautomatische und appgesteuerte Überwinterungsmöglichkeit für Schildkröten und wurde damit Landessieger bei Jugend forscht. In einer frühen Entwicklungsphase wandten sich die jungen Forscher mit der Bitte um Unterstützung an Halles Bergzoo. Zoodirektor Dr. Dennis Müller war so von ihrer Idee begeistert, dass er sie nicht nur mit seinem Fachwissen unterstützte, sondern das komplette Forschungsprojekt gesponsort hat. Mit Erfolg - die Beiden gewannen mit ihrem innovativen Projekt am 29./30. März den Landeswettbewerb und reisen nun zum 52. Bundesfinale, das vom 25. bis 28. Mai 2017 in Erlangen stattfinden wird. Dort starten sie in ihrem Fachgebiet für Sachsen-Anhalt. Der Zoo Halle drückt weiterhin die Daumen!

Benedikt Fassian (15 Jahre alt) und Fabian Schmidtchen (16 Jahre alt) wurden bei Jugend forscht für ihr Projekt "SmartTurtleCooling - Winterschlaf optimiert" mit dem 1. Platz im Fachgebiet Technik ausgezeichnet. Die beiden Zehntklässler des Elisabeth-Gymnasiums in Halle widmeten sich gemeinsam mit ihrer Arbeitsgruppe Eliminator-Gang und verschiedenen Experten der Frage "Wäre es möglich eine Überwinterungshilfe für Schildkröten zu bauen, die sowohl für Tier als auch Mensch große Vorzüge bietet?" Die beiden Schüler Benedikt und Fabian haben nun eine praktikable Lösung für das Problem entwickelt. Schildkrötenbesitzer wird's freuen.

Dank Hightech alles im Blick
Nach intensiver Recherche und Gesprächen mit verschiedenen Experten haben die beiden eine vollautomatische und appgesteuerte Box entwickelt, in der die Schildkröten bei optimalen Bedingungen überwintern können. Die Box ist ein wahrer Alleskönner: mehrere sensible Sensoren messen Temperatur und Luftfeuchtigkeit, um dem tierischen Wintergast die lange Zeit so optimal wie möglich zu gestalten. So werden die klimatischen Randbedingungen nicht nur optimal eingestellt, sondern dem Besitzer alle Informationen sogar mobil jederzeit per Smartphone-App zur Verfügung gestellt. Ein Highlight ist dabei die integrierte Webcam, mit deren Hilfe der Besitzer seinen Schützling von überall auf der Welt im Blick behalten kann.

Schildkröten in der Winterstarre
Diverse Schildkrötenarten, insbesondere in den kälteren Breitengraden, werden in der Natur mit den fallenden Temperaturen im Herbst zunehmend inaktiv, hören auf zu fressen und verbringen die kalte Jahreszeit in Höhlen oder selbstgegrabenen frostfreien Erdlöchern unter konstanter Temperatur und Luftfeuchte. Dort fallen sie in eine Kältestarre, ihr Herz-Kreislaufsystem und ihr Stoffwechsel fahren herunter. So kommen die Reptilien mehrere Monate ohne Nahrung aus. Dieses Verhalten stellt Heimtierhalter vor ein Problem - wohin mit der Schildkröte im Winter? Viele Halter legen die Tiere in einen Kühlschrank, graben sie im Garten ein oder bieten ihnen aus Unwissenheit keine Überwinterungsmöglichkeiten an. Keine der Methoden ist optimal und führt nicht selten zu gesundheitlichen Problemen oder im Extremfall sogar zum Tod der Reptilien.

Löwenzusammenführung - Hallenserin Nyla trifft Griechen Akinda

Halle. Zoo. Vergangenen Mittwoch, den 22.02.2017, begegnete Angolalöwin Nyla erstmals Löwenkater Akinda ohne schützende Gitter auf der Freianlage. Dem Vorausgegangen war eine zweimonatige Eingewöhnungszeit, in welcher beide Löwen getrennt aber auf Schnuppernähe, voneinander gehalten wurden. Nun war es aber endlich soweit. Sorgfältig von der Säugetierkuratorin und dem Tierpflegeteam des Großkatzenhauses vorbereitet, sowie vor den Augen der Besucher verborgen, öffnete sich am frühen Morgen für die beiden Löwen erstmals gemeinsam der Schieber zur Außenanlage. Als erstes betrat Neuankömmling Akinda die Außenanlage, nur wenig später gefolgt von der der alteingesessenen Nyla. Die Anspannung war bei Hallenserin Nyla und den anwesenden Zoomitarbeitern sichtbar gleichgroß, nur der aus Griechenland stammende Akinda schien ganz dem Klischee mediterraner Mentalität entsprechend, etwas relaxter zu sein als alle anderen. Neugierig beäugte er Nyla, welche trotz der Anspannung die scheinbar desinteressierte Dame spielte. Kurz darauf zeigte sie dann recht schnell, dass Sie es mit der Nähe zum Jüngling Akinda nicht ganz so eilig hatte, wie dieser sich wahrscheinlich erhoffte. Ein kräftiges Fauchen zeigte Akinda erstmals die von Nyla bevorzugte unsichtbare Grenze, wobei sich dieser davon nur wenig beindruckt zeigte und mit gehobenen Lefzen und Gebrüll signalisierte, dass er nicht aus Pappe ist.

Was dann folgte war für Zoodirektor, Dr. Dennis Müller, ein Paradebeispiel für männliches Dominanzverhalten bei Löwen. Akinda durchschritt, Nyla nie aus dem Blick verlierend, die Außenanlage und rieb sich genüsslich an Büschen und Bäumen. Dem uneingeweihten Betrachter wäre es erschienen, als wenn er damit zeigen wolle, dass er friedliche Absichten habe und sich scheinbar, für die in eine Ecke des Geheges zurückgezogene Nyla, herausputzen möchte. Für die Zooprofis war jedoch klar, Akinda zeigte Nyla auf "löwisch", das ist mein Revier, ich dulde Dich zwar, aber der Herr im Hause bin ich. Argwöhnisch beäugt von der weiterhin sichtlich angespannten Nyla zog er seine Kreise immer enger um diese, um sich endlich fast auf Armesweite herangekommen, urplötzlich wieder zu entfernen. Nach einem kurzem Platzwechsel von Nyla begann das Ganze von vorn, wobei sich Akinda nahezu tänzerisch anmutig der mittlerweile etwas entspannter wirkenden Löwin immer wieder näherte, um ihr als Krönung seines Reviergehabes dann den Rücken zuzudrehen. Das Nyla dies ohne erneutes Fauchen oder sogar einen möglichen Angriff duldete zeigte klar, dass Akindas Plan, seine Dominanz zu demonstrieren, aufging. Das Zudrehen des Rückens signalisierte nämlich für sie ein großes Selbstvertrauen Akindas in die eigene Stärke. Das etwa anderthalbstündige Schauspiel und sein friedlicher Ausgang ließen den Zoodirektor und sein in Hab-Acht-Stellung bereitstehendes Team sichtlich aufatmen. Um den beiden Löwen jedoch weiterhin Ruhe beim fortdauernden Annäherungsprozess zu gönnen, wurde der Bereich um die Löwenanlage bis zur nachmittäglichen Fütterungszeit für den Besucherverkehr gesperrt, zu der die Beiden dann wieder getrennt wurden.
Die Fütterung wird auch in den kommenden Tagen weiterhin getrennt erfolgen, da das Fressgebaren die letzte Stufe in der Rangfolgefestlegung ist und man die bisher so gut verlaufende Zusammenführung nicht unnötig gefährden will. Grundsätzlich ist es bei Löwen so, dass der männliche Rudelführer immer als Erster frisst, während die weiblichen Tiere, obwohl die Jagd grundsätzlich ihnen obliegt, immer erst danach an die Beute dürfen. Auch wenn es sich in diesem Fall nur um zwei Tiere handelt, so ist diese Fressordnung eine Art ungeschriebenes Gesetz, welches letztlich auch Akindas Führungsrolle besiegeln wird. Dann können die Besucher beide Tiere auch ganztägig, einschließlich der beliebten öffentlichen Fütterung, gemeinsam erleben. Aber bereits jetzt verbringen Akinda und Nyla den größten Teil des Tages gemeinsam, je nach den Witterungsverhältnissen, in Ihrer Innen- oder Außenanlage.

Zur Vorgeschichte
Löwenkater Akinda wurde am 8. März 2013, im Athener Zoo geboren. Von seiner Mutter verstoßen und anfangs per Hand von einer Tierpflegerin aufgezogen, gelang es dennoch ihn in das heimische Rudel zu integrieren. Im Dezember kam er dann im Austausch für Löwin Baari, welche Nylas Schwester ist, in den Bergzoo Halle. Baari wiederum fand ihr neues Zuhause in Athen. Dem vorausgegangen war die Rückkehr Baaris aus dem Zoo Hoyerswerda in den halleschen Zoo, nachdem ihr Partner dort verstorben war und die Löwenhaltung daraufhin in Hoyerswerda beendet werden musste. Der Zuzug von Akinda wurde vor allem notwendig, da Halles Vorzeige-Löwe Bono, ein prächtiges und durch seine außergewöhnlich schön entwickelte Mähne besonders auffälliges Tier, aus gesundheitlichen Gründen im Vorjahr eingeschläfert werden musste. Zuvor war bereits Bonos Partnerin nach schwerer Krankheit verstorben. Die zurückgebliebene Nyla wiederum, vertrug sich jedoch nicht wie erhofft mit ihrer Schwester Baari und beide mussten daher voneinander getrennt gehalten werden. Aber auch der fast vierjährige Akinda und Nyla sind verwandt, da beide dieselbe Großmutter haben, welche ebenfalls aus Halle stammte. Nachwuchs wird es daher zwischen den Beiden nicht geben. Dies käme einer Inzucht gleich, welche wissenschaftlich geführte Zoos wie der Bergzoo Halle, aus Arterhaltungsgründen grundsätzlich ablehnen. So erhielt Nyla bereits im Vorfeld ein Hormonimplantat, welches verhindert, dass sie von Akinda trächtig wird. Denn trotz des Altersunterschiedes zwischen der fast zehnjährigen Nyla und dem sechs Jahre jüngeren Akinda sind sich die Zooexperten einig, dass dieser nach der nun erfolgreichen Zusammenführung versuchen wird, die Löwin zu decken.

Zukunft der Löwenhaltung im Zoo Halle
Dem aufmerksamen Verfolger der lokalen Nachrichten wird nicht entgangen sein, dass im Zukunftskonzept des halleschen Zoos von einem perspektivischen Auslaufen der Löwenhaltung im Großkatzenhaus die Rede ist. Grundlegende Absicht ist es dabei, mittelfristig die Zahl der gehaltenen Großkatzenarten im Großkatzenhaus zu reduzieren, um den verbleibenden Tieren durch eine Zusammenlegung der Anlagen mehr Platz zu geben. Um zudem die zukünftig geplante, nach Lebensräumen geordnet und somit möglichst authentische Haltung aller Tiere im halleschen Zoo zu verwirklichen, sollen daher die Löwen ausziehen. Trotzdem sollen auch weiterhin, höchsten von einer eventuellen bauseitigen Pause unterbrochen, auch weiterhin Löwen im Bergzoo leben - nur eben an anderer Stelle. Kurzfristig ist dies jedoch nicht möglich, da größere Investitionen für eine neue Löwenanlage notwendig sind. Es war der Zooleitung jedoch wichtig, dass die durch den Tod Bonos und die gezwungene Trennung von ihrer Schwester nun allein lebende Nyla, nicht partnerlos blieb. Daher wurde beschlossen mit Akinda einen neuen Löwen aufzunehmen, da nur eine mindestens paarweise Haltung tiergerecht ist.

Neue tierische Bewohner im halleschen Bergzoo

Seltene Antilopenart bereichert zukünftige "Gebirge Afrikas" Anlage

Halle, 16.02.2017. Zoo. Seit heute können sich die Besucher des halleschen Bergzoos über einen neuen tierischen Bewohner freuen, einen weiblichen Blessbock. Niara, so heißt die neue hallesche Blessbockdame, kam gestern wohlbehalten aus Dvur Kralove in Halle an und erkundete bereits einen Tag darauf ihre neue Außenanlage. Künftig wird das knapp eineinhalb Jahre alte Weibchen dem Blessbock Marvin, sowie den drei Bergzebrahengsten Gesellschaft leisten.

Während der ca. zwei jährige Marvin bereits seit November 2016 in Halle lebt, ist Niara am gestrigen Tage wohlbehalten aus dem Zoo Dvur Kralove (Tschechische Republik) im Bergzoo angekommen. Das erste Zusammentreffen der beiden Blessböcke, noch getrennt durch einen Zaun, verlief sehr positiv. Beide waren interessiert aneinander und zeigten kein aggressives Verhalten, so dass in den kommenden Tagen eine Zusammenführung gewagt werden kann. Mit Jungtieren rechnet der hallesche Zoo frühestens im nächsten Jahr, da Blessböcke erst mit zweieinhalb Jahren die Geschlechtsreife erreichen und ihre Tragzeit ca. siebeneinhalb Monate beträgt.

Blessböcke, eine Antilopenart aus dem südlichen Afrika, waren Anfang des vorherigen Jahrhunderts in freier Natur beinahe ausgerottet. Nur eine Restpopulation von wenigen Hundert Tiere konnte in Reservaten vor der Verfolgung bewahrt werden. Durch intensive Artenschutzbemühungen verschiedener Schutzgebiete sowie der Zucht in Zoologischen Gärten konnte die Art erhalten und in andere Teile des ursprünglichen Verbreitungsgebiet wieder angesiedelt werden. Heute wachsen die Bestände in mehreren Schutzgebieten im südlichen Afrika wieder an. Mit den beiden Blessböcken lebt im Bergzoo damit eine weitere Tierart, bei der die Arterhaltung auch über ein europäisches Zuchtbuch koordiniert wird. In diesem Zuchtbuch sind derzeit 48 Zoos aufgeführt, die die Antilopenart halten. So leben insgesamt 220 Tiere in europäischen Zoos und im letzten Jahr kamen insgesamt 45 Jungtiere zur Welt.

In naher Zukunft ist ebenfalls eine Zusammenführung der beiden Blessböcke mit den drei Bergzebras geplant, so dass dann beide Arten für die Besucher auf der neuen "Gebirge Afikas- Die Kapregion" Anlage gemeinsam zu sehen sind. Neben der bereits im Vorjahr umgestalteten Pandaanlage als Bestandteil des "Himalaya", ist die Zebraanlage nun die zweite Tieranlage, welche im Rahmen des Zukunft-Konzepts "Bergzoo 2031" derzeit umgebaut wird. Das Projekt wurde durch die Unterstützung des Vereins Der Förderer und Freunde des halleschen Bergzoos (e.V.) ermöglicht. Die offizielle Übergabe der Anlage wird im April erfolgen.

Bergzoo Halle zieht großartige Bilanz

2016 war das Jahr der Erfolge, Rekorde und Auszeichnungen

Halle. Zoo. 2016 war in vielerlei Hinsicht ein besonderes Jahr für den halleschen Bergzoo. Mit exakt 409.632 Besuchern strömten so viele Menschen wie noch nie seit der politischen Wende in Deutschlands einzigen Bergzoo. Dieser Besucherzuspruch wurde zudem durch mehrere Auszeichnungen unterstrichen. Die wohl wichtigste Ehrung wurde dem Zoo durch seine Besucher über das renommierte Fachmagazin Parkscout mit seinem Publikumsaward zuteil. Dabei belegte der Zoo Halle bundesweit den 2. Platz in der Gunst der Zoobesucher. An diesen tollen Ergebnissen hatten sicherlich die großen tiergärtnerischen Erfolge im Jahr 2016 maßgeblichen Anteil, allen voran die erfolgreiche Geburt der beiden afrikanischen Elefantenkälber "Tamika" und "Ayo".

Mit der erfolgreichen Geburt der beiden afrikanischen Elefantenjungtiere "Tamika" und "Ayo", eine tiergärtnerische Sensation, sorgte der Bergzoo im vergangenen Jahr auch international für große Aufmerksamkeit. So haben die beiden absoluten Besucherlieblinge auch wesentlichen Anteil an dem großen Besucherzuspruch, der sich auch im Januar 2017 trotz nicht gerade idealem Zoowetter bisher weiter fortsetzte. Mit insgesamt 409.632 Besuchern konnte der Bergzoo 2016 einen Zuwachs von knapp 25% bei seinen Besucherzahlen gegenüber dem ebenfalls erfolgreichen Jahr 2015 (328.733) verzeichnen - Das ist Besucherrekord seit der deutschen Wiedervereinigung. Der Bergzoo bleibt damit der besucherstärkste Zoo in Sachsen-Anhalt und unterstreicht seine Bedeutung als besucherstärkste Kultur- und Freizeiteinrichtung im Großraum Halle. Dabei sorgte bereits zum Jahresanfang 2016 die Geburt des Zwergflusspferdes Inola mit über 2,5 Millionen Views der ersten Videos des putzigen Jungtieres auf diversen Social-Media-Seiten nicht nur für eine mediale Sensation, sondern bescherte dem Bergzoo bereits im Februar einen ersten Besucherboom.

Auch die jährliche Inventur der Zoobewohner brachte interessante Fakten und Zahlen zum Vorschein. Insgesamt leben derzeit 1021 Tiere im Zoo, die zahlenstarken Gruppen der Insekten und Fische dabei nicht mitgezählt. Darunter sind 298 Säugetiere aus 59 Arten, 613 Vögel aus 102 Arten und 88 Reptilien aus 31 Arten. Im Vergleich zum Vorjahr fallen die Anzahl der Arten und die der Individuen etwas geringer aus. "Einige Arten haben wir abgegeben und teils dafür andere angeschafft. Dabei handelte es sich um erste Schritte, um das neue Zookonzept umzusetzen. So haben wir beispielsweise unsere Gruppe Bennettkängurus abgegeben und die Anlage zum Bambuswald am Himalaya umgestaltet. Hier lebt nun unser Pärchen der in ihrer Heimat hoch bedrohten Roten Pandas ", erläutert Zoodirektor Dr. Dennis Müller die Zahlen. Während bei den Großkatzen, Elefanten, den anderen Säugern und Vögeln die Zahl der Bewohner stets bekannt ist, ist das Zählen der Fische in den Aquarien und dem Krokodilhaus, oder das der Insekten und Frösche in den Terrarien deutlich schwerer zu bewerkstelligen. "Hier braucht man schon ein paar Leute zur Unterstützung und eine gewisse Erfahrung beim Schätzen, um wirklich ein realistisches Ergebnis zu gewährleisten", so die wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin Jutta Heuer, die auch für die Inventur im Zoo verantwortlich ist.

Für Zoodirektor Dr. Dennis Müller und sein Team birgt das Jahr 2016 im Rückblick auch eindeutige Zeichen, dass sich der Bergzoo Halle in seiner Entwicklung auf dem richtigen Weg befindet. Dies zeigt sich nicht nur in den steigenden Besucherzahlen im Allgemeinen, sondern auch im Anteil der Besucher, die von außerhalb der Stadt Halle und des Saalekreises in den Bergzoo kommen. Das dieser bei den hohen Besucherzahlen auch immer wieder Bestnoten von seinen Besuchern erhält, zeigt, dass der Bergzoo aufgrund seiner Tieranlagen, dem Tiererlebnis, seiner Gestaltung, aber auch aufgrund der zusätzlichen Angebote an Veranstaltungen und Führungen sowie der kontinuierlichen Verbesserung des Besucherservices die Erwartungen seiner Besucher in herausragender Weise erfüllt. Auch im kommenden Jahr will der Bergzoo Halle diesen Erfolgskurs fortsetzen und zudem seine Besucher mit weiteren Neuerung sowohl im Bereich Tieranlagen, neuen Tierarten, Serviceeinrichtungen und Veranstaltungskonzepte überraschen. Man darf also gespannt bleiben.

Neue populärwissenschaftliche Vortragsreihe eröffnet mit "Botswana - Faszination südliches Afrika"

Halle. Zoo. Auch in diesem Jahr veranstaltet der Bergzoo Halle in Zusammenarbeit mit dem Luchs-Kino wieder eine populärwissenschaftlichen Vortragsreihe, welche spannende Einblicke in der Welt der Zoologie gibt. Jeweils am letzten Dienstag des Monats im Januar, Februar, März und April erhalten Tierfreunde und Zoofans die Möglichkeit, jeweils einen spannenden Vortrag mit Spezialisten zu erleben, die ihr Leben der Erforschung und Erhaltung der Tierwelt verschrieben haben. Erlebbar sind die spannenden Vorträge einschließlich Foto- und Videodokumentationen im Kinosaal des Luchs-Kino am Zoo. Den Auftakt bildet eine spannender Reise- und Tiervortrag mit dem halleschen Afrikareisenden Thomas Goldberger.

Viele träumen von abenteuerlichen Reisen in ferne Länder, aber nur wenige finden wirklich den Mut, ihre "Komfortzone" zu verlassen, um abseits der Zivilisation diese Träume wahrzumachen. Thomas Goldberger und seine Familie gehören zu diesen Menschen, denn seit einigen Jahren bereisen sie intensiv den südlichen Teil von Afrika. Zumeist mit Allradfahrzeug und Dachzelt unterwegs, haben sie dabei die überwältigenden Landschaften sowie die faszinierende Flora und Fauna Afrikas hautnah erleben können.

Im Vortrag folgen Sie dieser außergewöhnlichen Familie auf ihrer jüngsten Botswanareise durch die endlosen Weiten der Kalahari-Halbwüste, über das trockene Savuti Areal zu den Ufern des Chobe mit einer der weltgrößten Elefantenpopulationen bis hin in das wohl wunderbarste Ökosystem der Welt - das Okavangodelta. Was Sie dabei an teils abenteuerlichen und überwältigenden Momenten erlebt haben, erzählen sie in ihrem reich bebilderten Vortrag, am kommenden Dienstag, den 31. Januar, ab 18:00 Uhr im Luchskino.

Ort: Luchs-Kino am Zoo, Seebener Straße 172, 06114 Halle
Beginn: 18:00 Uhr
Dauer: ca. 2 Stunden mit Diskussionsrunde
Kosten: 6,00 € p. P. im VVK / 8,00 € p. P. an der Abendkasse

Tickets: Die Teilnehmerzahl ist limitiert. Tickets im Vorverkauf erhältlich an der Kasse im Luchs-Kino, im Zooladen sowie in allen bekannten Vorverkaufsstellen oder auf www.zoo-halle.de als print@home Ticket.

Neues Zuhause für Hühnerschreck Sawala

Artenschutzkampagne "Zootier des Jahres" startet neues Projekt auf Java
Halle. Zoo. Die im April 2016 erstmalig ins Leben gerufene Aktion "Zootier des Jahres" unterstützt zusammen mit dem Zoologischen Garten Halle ein neues Projekt in Indonesien zum Schutz des vom Aussterben bedrohten Javaleoparden. Das Schutzprojekt für den seltenen Javaleoparden hat seinen Untersuchungsschwerpunkt in Gunung Sawal, ein im Westen der Insel Java gelegenes Bergwaldgebiet. Ziel ist es, zunächst per Kamerafallen die Leopardenpopulation zu erfassen, die örtliche Bevölkerung über das Projekt zu informieren und hilfreiche Tipps für das nicht immer komplikationsfreie Zusammenleben mit den hochbedrohten Wildkatzen zu geben.

Die Planungen für das Projekt waren noch nicht ganz abgeschlossen, schon wurde das Projektteam von aufgebrachten Dorfbewohnern alarmiert: Ein Bauer hat in seinem Hühnerstall einen jungen männlichen Leoparden gefangen. Kurzentschlossen hat das Projektteam in Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden das Tier beschlagnahmt und vorübergehend in einem benachbarten Safaripark untergebracht.

Tierische Unterstützung
Für Sawala ist das Team vom Zootier des Jahres auf der Suche nach Paten, um die Kosten für die vorübergehende Unterbringung im Safaripark sowie für die Wiederauswilderung tragen zu können. Die im April 2016 erstmalig ins Leben gerufene Aktion "Zootier des Jahres - Der Leopard" hat das Ziel die hochbedrohten Wildkatzen in ihren Herkunftsgebieten zu schützen. Auch der Bergzoo in Halle unterstützt die Artenschutzkampagne durch Spenden und Umweltbildungsaktionen. Wenn auch Sie einen Teil zum Gelingen der Projekte beitragen wollen, helfen Sie uns mit einer Spende!

Spendenkonto:
Volksbank im Unterland
BIC: GENODES1VLS
IBAN: DE21620632630054550041
Verwendung: Leopard

Zookater "Garfield" bekommt ein Haus und einen Paten

Halle Zoo. Der bei vielen Zoobesuchern bekannte und beliebte Zookater "Garfield" bekommt nun auch einen Tierpaten. Die Hallesche Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT eG hat für "Garfield" im Zoo ein kleines, aber sehr schickes Wohnhaus errichtet. Dafür muss der Kater selbstverständlich keine Miete zahlen. Stattdessen bringt Herr Neumann, Vorstand der Halleschen Wohnungsgenossenschaft FREIHEIT eG, sogar noch einen Scheck über 2.000 Euro mit. Damit erklärt sich das Unternehmen bereit, eine Tierpatenschaft für den Zookater zu übernehmen.

Darüber ist der Förderverein des halleschen Bergzoos sehr erfreut, denn die Patenschaftsgelder dienen dem gesamten Zoo und seinen Tieren, weil damit der Neu- oder Umbau von Anlagen gefördert werden kann. Und auch der Zoodirektor wird dabei sein, wenn am Donnerstag, 24.11.2016 der Scheck überreicht wird.

Studie belegt: Säugetiere leben länger in Zoos

Zürich/Halle/Berlin, 07.11.2016. Zoo. Das Leben in der Wildbahn ist durch Beutegreifer, Futterknappheit, raue Klimabedingungen und starke Konkurrenz geprägt. In Zoos dagegen sind die Tiere vor diesen Gefahren geschützt. Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Zürich (UZH) und des Zoologischen Gartens Halle hat nun bei über 50 Säugetierarten untersucht, ob diese Tiere im Zoo oder in der Natur länger leben. Die scheinbar triviale Frage nach der Lebensdauer von Tieren ist nicht einfach zu beantworten. Besonders bei Tieren in der Wildbahn ist es extrem schwierig, die genauen Geburts- und Todesdaten der Mitglieder einer bestimmten Population zu bestimmen. Zoologische Gärten dagegen zeichnen in der Regel alle Daten ihrer Tiere lückenlos auf. Mittlerweile stehen auch genügend Studien von freilebenden Tieren mit genauen Altersangaben zur Verfügung, um die Lebensdauer in der Natur und in Zoologischen Gärten vergleichen zu können.

Auch Fleischfresser leben länger
Ein von den Universitäten Zürich und Lyon, sowie dem Zoo Halle geleitetes Forschungsteam hat dies nun getan und analysierte die demografischen Parameter von mehr als 50 Säugetierarten. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass über 80 Prozent der Arten im Zoo länger leben als in der Wildbahn - darunter so verschiedene Arten wie Kaffernbüffel, Rentiere, Zebras, Biber oder Löwen. "Alle 15 Raubtierarten erreichten gemäss unseren Datensätzen eine höhere Lebensdauer im Zoo", sagt Marcus Clauss, Professor für Vergleichende Verdauungsphysiologie von Wildtieren der UZH. "Offenbar ist auch als Räuber das Überleben in der Natur nicht unbedingt leicht."

Zooverband begrüßt Studie
Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), der im deutschsprachigen Raum 70 wissenschaftlich geleitete Zoos vertritt, begrüßt die Ergebnisse der Studie. "Zootierhaltung muss unter wissenschaftlichen Kriterien beurteilt und weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse der Studie entkräften das häufig von Zookritikern vorgebrachte Argument der ungewöhnlich hohen Sterblichkeitsrate von Zootieren und belegen, dass die Zoos den Tieren artgemäße Lebensbedingungen bieten", sagt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ).

Komplexe Beurteilung von Zoos
Die Forscher betonen, dass die Lebensdauer nur ein Faktor unter vielen ist, um die Tierhaltung ethisch beurteilen zu können. "Die vielleicht wichtigste Erkenntnis unsere Studie ist, dass das Leben in der Wildbahn kein Dasein unter paradiesischen Bedingungen ist", schliesst Prof. Clauss. Die Studie kommt auch zur Erkenntnis, dass einige wenige, besonders langlebige Arten in der Natur eine etwas höhere Lebenserwartung hatten. Dies betrifft zum Beispiel die Schimpansen. "Gerade bei den Menschenaffen und den Elefanten wurde in den letzten beiden Jahrzehnten jedoch in einem enormen Umfang in neue Anlagen und Haltungssysteme investiert", stellt Dr. Dennis Müller, Co-Autor der Studie und Direktor des Zoologischen Garten Halle fest und erläutert weiter:" Den Erfolg dieser Anstrengungen wird man aufgrund der Langlebigkeit dieser Arten jedoch erst in 20 - 30 Jahren statistisch belegen können." Die Studie endet mit der Feststellung, dass angesichts des massiven Artensterbens im Freiland durch die Vernichtung von Lebensräumen Zootierpopulationen von unschätzbarem Wert für den Erhalt der biologischen Vielfalt seien. Dies gelte insbesondere auch für alle sechs Menschenaffenarten, die in der Natur alle akut vom Aussterben bedroht sind.

Die Studie finden Sie hier: http://www.nature.com/articles/srep36361

Löwe Bono musste eingeschläfert werden

Halle. Zoo. Heute Morgen musste im Bergzoo Halle der Angolalöwe "Bono" leider eingeschläfert werden, um ihm weitere Leiden und ein vermutlich qualvolles Ende zu ersparen. Bereits seit mehreren Wochen war "Bono" ernsthaft erkrankt. Er fraß anfangs der Krankheit nur sehr wenig und nahm seit mehreren Tagen gar kein Futter mehr auf. Inzwischen hatte Bono soviel Körpermasse verloren, dass er nur noch ein Schatten seiner selbst war. Alle Behandlungen und Therapien schlugen leider nicht an. Eine letzte Mittelverabreichung hatte nur für wenige Tage und damit für eine weitaus kürzere Zeit als erhofft Besserung gebracht, bevor die Krankheitserscheinungen zum wiederholten Male verstärkt ausbrachen. Die tierärztlich vermuteten Erkrankungsursachen (innere Organschädigung durch Krebs oder Alterserscheinungen) ließen auch keine Hoffnung mehr zu, "Bono" retten zu können.

Die Mitarbeiter des Zoos und im speziellen die Raubtierpfleger sowie die Raubtierkuratorin Jutta Heuer, sind sehr traurig über den Tod von "Bono". Mit ihm verliert der Zoo Halle eines seiner bekanntesten und beliebtesten Tiere, auf dessen Schönheit und imposante Erscheinung alle sehr stolz waren. Die Tierpfleger hatten ihn ob seines verträglichen Wesens ins Herz geschlossen und werden ihn sehr vermissen. Allen an seiner Pflege Beteiligten war allerdings bewusst, dass er mit seinen 15 Jahren bereits ein alter Löwe war, mit dessen Ableben daher vorausschaubar zu rechnen war. Auch seine gleichaltrige Partnerin "Lissa" verstarb bereits Ende letzten Jahres an den Folgen eines Tumors.

Löwenkater "Bono" wurde am 8.6.2001 in Lissabon/Portugal geboren. Gemeinsam mit seiner ebenfalls im Lissaboner Zoo geborenen Partnerin Löwin "Lissa" kam er am 2.3.2003 in den Bergzoo Halle. Beide gehörten zur selten gehaltenen Unterart der Angolalöwen und stammen von vermutlich 6 Gründungstieren ab. Das Paar hat insgesamt 33 Nachkommen, die heute in Griechenland, Tschechien, Frankreich und Deutschland leben. Im Bergzoo verbleiben ihre beiden Töchter "Nyla" und "Baari". Letztere war erst kürzlich aus dem Zoo Hoyerswerda nach Halle zurückgekehrt.

Halloren Schokoladenfabrik erneuert Patenschaft für Schokoladenfrösche

Halle. Zoo. Eine große Seltenheit in Zoos wie auch in der Natur sind die Frösche mit dem Namen "Exidobates mysteriosus". Da es sich dabei um etwa 5 cm große Tiere mit einer schokoladenbraunen Haut handelt, ist es naheliegend, welches bekannte hallesche Unternehmen großes Interesse an einer Tierpatenschaft hat: Die Halloren Schokoladenfabrik AG. Bereits seit 2011 engagiert sich "Halloren" mit der jährlichen Überweisung von 1.000 Euro für die Gruppe der Schokofrösche im halleschen Bergzoo.
Weil diese aus Südamerika stammende Pfeilgiftfroschart, wie die meisten Lurche weltweit, großen Bedrohungen in ihrem Bestand ausgesetzt sind, erhält von dieser Überweisung auch regelmäßig das Artenschutzprojekt "Amphibien in Not!" einen Anteil des Patenschaftsgeldes.

Neue Erdmännchentruppe im Bergzoo Halle eingetroffen

Halle. Zoo. Am späten Donnerstag-Nachmittag sind drei männliche Erdmännchen aus dem Dortmunder Zoo im Bergzoo Halle eingetroffen. Zoo Maskottchen Eric begrüßte seine neuen Schützlinge auf der sanierten Anlage.
Seit 2007 werden diese besonderen Publikumslieblinge bereits in Halle gepflegt. Inzwischen besteht die ursprüngliche Gruppe altersbedingt nur noch aus zwei Mitgliedern, die nun an anderer Stelle im Zoo ihren Alterswohnsitz haben.

Neu aber Neugierig - zwei der drei Erdmännchen-Jungs in ihrer kuscheligen Transportbox
Foto: Zoo Halle

Da Erdmännchen in Familienclans leben, ist eine Zusammenführung der Neuankömmlinge mit den vorhandenen Alttieren nicht möglich. Darum soll im Bergzoo einen neue Familiengruppe aufgebaut werden. Beste Voraussetzung für einen solchen Neuanfang ist eine Zuchtgruppe, die aus drei verwandten Männchen und nur einem Weibchen aus einem anderen Zoo besteht. Dieses Weibchen ist schließlich das Oberhaupt der wachsenden Sippe. Es wählt sich einen Partner, die anderen Männchen helfen indes bei der Aufzucht der Jungen. Das neue Weibchen in der halleschen Erdmännchengruppe wird Anfang Oktober aus dem Zoo Dresden in den Bergzoo ziehen.

Die eigentliche Erdmännchenanlage in Nachbarschaft zu den Pinguinen wurde vor Ankunft des Dortmunder Trios komplett saniert und ist mit frischen Gras bewachsen. Um sich besser einzuleben, werden die Neuankömmlinge jedoch bis zum Montag zuerst ihre Innenanlage kennenlernen, bevor sie dann auch die Außenanlage erkunden dürfen. Die Besucher können die drei Brüder allerdings bereits durch die Glasscheiben zur Innenanlage beobachten.

Feuerwehrleute übernehmen Patenschaft über Tiger

Halle. Zoo. Die 3. Wachabteilung der Feuerwache Halle-Süd wird die Patenschaft über unseren Tigerkater Somphon übernehmen. Dazu wird im Rahmen einer kleinen Veranstaltung im Großkatzenhaus die Patenschaftsurkunde durch den Verein der Förderer und Freunde des halleschen Bergzoo e. V. an die Feuerwehrleute übergeben. Die Kameradinnen und Kameraden der 3. Wachabteilung der Feuerwache Süd möchten damit die Entwicklung, den Auftrag und die Arbeit des zoologischen Gartens Halle unterstützen.

Abu junior im Bergzoo Halle wird am Sonntag getauft

Halle. Zoo. 15 Tage jung ist der neueste Elefantennachwuchs im Bergzoo Halle. Der drollige Elefantenbulle hat schon ein intensives Verhältnis, nicht nur zu Mutter Panya sondern auch zu seiner Halbschwester Tamika. Bis jetzt heißt der 100-Kilo-Knirps noch Abu Junior, aber das darf natürlich nicht so bleiben. Am Sonntag, den 21. August um 14:00 Uhr, ist es dann so weit und der jüngste Zoobewohner Halles wird mit Unterstützung des MDR Sachsen-Anhalt und im Beisein der Öffentlichkeit sowie Medienvertretern getauft.

Heute um 12:00 Uhr war die öffentliche Abstimmung zum Namen des kleinen Elefantenbullen beendet.
Abeeku, Ayo und Amaru waren die Namensvorschläge der Tierpfleger, welche in Zusammenarbeit mit dem MDR Sachsen-Anhalt den Bürgern zur Abstimmung vorgestellt wurden. Regional-Studio-Halle-Redaktionsleiterin Marion Gunkel: "Einen riesigen Ansturm gab es seit letztem Freitag auf unsere Abstimmungsseite auf mdrsachsenanhalt.de - und ganz schnell war klar - es gibt einen eindeutigen Favoriten, der hier besonders viele Stimmen auf sich vereinen konnte. Interessanterweise hatte bei der parallel laufenden Telefonabstimmung ein anderer Name den Rüssel vorn. Jetzt wird erst einmal zusammengezählt, denn insgesamt haben sich 13.500 Hörer und Zuschauer beteiligt.

Es bleibt also spannend. Die offizielle Verkündung des Namens und die Taufe des Elefantenjungen, präsentiert vom MDR Sachsen-Anhalt, wird am Sonntag im Bergzoo Halle ab 13:00 Uhr gefeiert. Die Taufzeremonie findet ca. gegen 14:00 Uhr statt.

Gleich drei Auszeichnungen für den Bergzoo Halle

In den vergangenen Wochen erhielt der Bergzoo Halle gleich drei Auszeichnungen, die seine Bedeutung als eine der führenden Freizeit- und Kultureinrichtung der Stadt Halle und der gesamten Region eindrucksvoll unterstreichen. Die wohl wichtigste Ehrung wurde dem Zoo durch seine Besucher über das renommierte Fachmagazin Parkscout zuteil. Dieses hatte zum alljährlichen Parkscout-Publikumsaward aufgerufen, in dem die Besucher die Zoos und Tiergärten in ganz Deutschland nach verschiedenen Kriterien bewerten konnten. Die Ausschreibung erfolgte bundesweit und über 50.000 Personen nahmen daran teil.
Der Zoo Halle belegte am Ende den 2. Platz in der Publikumsgunst, nur wenige Prozentpunkte hinter dem Tierpark Nordhorn (1. Platz) und vor dem Aachener Tierpark (3. Platz). Die großen Favoriten folgten erst hinter diesen Erstplatzierten, wobei es der Bergzoo Halle als einziger Zoo Mitteldeutschlands in die Top-10 schaffte.

Kurz darauf verlieh die weltgrößte Reise-Webseite tripadvisor dem Bergzoo sein "Zertifikat für Exzellenz", welches sich dieser nun mit renommierten Einrichtungen in Halle, wie dem Landesmuseum für Vorgeschichte, dem Halloren-Schokoladenmuseum und dem Händelhaus teilt. Im tripadvisor Ranking der Top-10 Sehenswürdigkeiten der Stadt Halle liegt der Zoo dabei mittlerweile auf Platz 4.
Das "Zertifikat für Exzellenz" wird an Einrichtungen und Touristikziele vergeben, welche von Ihren Besuchern aus dem In- und Ausland kontinuierlich gute bis sehr gute Bewertungen erhalten.

Seine dritte Auszeichnung erhielt der Zoo Halle vom Touristik Media Verlag aus München. Dieser publiziert das Gruppenreisen-Fachmagazin "Gruppen-Touristik Aktiv" sowie eine zugehörige Webseite und informiert Reiseveranstalter über die Top-Reisedestinationen in Deutschland und im umliegenden europäischen Ausland. Dazu sendet der Verlag seine Tester quer durch Europa, um besonders für Gruppen geeignete Reiseziele ausfindig zu machen und um diese nach einem bestimmten Kriterienkatalog zu beurteilen. Neben der bereits seit mehreren Jahren an den Bergzoo vergebenen Klassifizierung "Offizieller Touristikpartner" erhielt dieser in diesem Jahr erstmals auch die Auszeichnung "Top Gruppenziel Deutschland 2016".

Für Zoodirektor Dr. Dennis Müller und sein Team sind diese Auszeichnungen ein eindeutiges Signal, dass sich der Bergzoo Halle in seiner Entwicklung auf dem richtigen Weg befindet. Dies zeigt sich auch in den steigenden Besucherzahlen, die der Zoo in den letzten Jahren verzeichnete und die nun mit der Geburt der zwei afrikanischen Elefantenjungtiere eine neuen Höhepunkt erreichen. Insbesondere steigt dabei auch der Anteil der Besucher, die von außerhalb der Stadt Halle und des Saalekreises in den Bergzoo kommen. Das dieser bei der hohen Besucherzahl immer wieder Bestnoten von seinen Besuchern erhält, zeigt, dass der Bergzoo aufgrund seiner Tieranlagen, dem Tiererlebnis, seiner Gestaltung, aber auch aufgrund der zusätzlichen Angebote an Veranstaltungen und Führungen sowie der kontinuierliche Verbesserung des Besucherservices die Erwartungen seiner Besucher in herausragender Weise erfüllt.

Wohnungsgenossenschaft "Frohe Zukunft" erneuert Patenschaft über Orpington-Hühner bereits zum sechsten Mal

Halle, 09.08.2016. Zoo. Eine artgerechte Haltung von Tieren sowie die fortführend attraktive Gestaltung des Bergzoos - das ist das Anliegen der halleschen FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft eG. Sie übernimmt daher nun schon zum 6. Mal in Folge eine mit 1.000 Euro dotierte Tierpatenschaft. Das Maskottchen der Wohnungsgenossenschaft, Hahn "Gustav Sparfroh", ist zudem stadtbekannter Botschafter und Stellvertreter für die im Zoo beheimatete Patenfamilie der Orpington-Hühner. "Die weitere Entwicklung des Bergzoos liegt uns sehr am Herzen. Dafür möchten auch wir weiterhin einen Beitrag mit der erneuten Verlängerung unserer Tierpatenschaft leisten." äußert sich Vorstand Frank Sydow.
Die Beobachtung einer Hühnerfamilie kann durchaus mit sehr interessanten Eindrücken verbunden sein, zumal Stadtbewohner oft nur noch im Zoo die Möglichkeiten haben, sich mit Tieren, und das betrifft zunehmend auch Haustiere, vertraut zu machen. Mit der Umsetzung des Zukunftskonzeptes "Bergzoo 2031" befindet sich die Hühnerfamilie zudem am Eingang der zukünftigen "Reilsalm", auf der die Bewirtschaftung eines alpinem Bauernhof dargestellt werden soll. Auch dieses Projekt wollen die Wohnungsgenossenschaftler zukünftig tatkräftig unterstützen.

Kleiner Elefantenbulle trinkt endlich

Halle, 08.08.2016. Zoo. Die Tage des Wartens und Bangen sind vorbei! Der kleine Elefantenbulle hat das Team um Zoodirektor Dr. Müller ganz schön auf die Folter gespannt, aber jetzt endlich "ist der Knoten geplatzt".

Am späten Samstagnachmittag hat er erstmals am Euter von Mutter Panya genuckelt, anfangs noch zaghaft, aber dann über Nacht und heute Morgen mit großem Appetit. Seine Halbschwester Tamika hat zwischenzeitlich sehr geholfen, denn sie hat mehrfach das Euter von Panya leergetrunken und damit den fortwährenden Milchfluss bei Panya erhalten. Vielleicht hat auch der Anblick seiner freudig saugenden Halbschwester dazu beigetragen den Appetit des kleinen Bullen zu wecken.

Der kleine Elefantenbulle trinkt bei seiner Mutter Panya
Foto: Zoo Halle

Der Zoo bedankt sich bei dem Elefanten-Pflegerteam sowie den Spezialisten des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung herzlich, welche die letzten Tage und Nächte mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Kräften den kleinen Elefantenjungen betreut haben.

Tamika hat einen Bruder - Zweite erfolgreiche Elefantengeburt im Bergzoo Halle

Halle, 03.08.2016. Zoo.Heute Nacht gegen 02.00 Uhr hat Elefantenkuh Panya (8) im halleschen Bergzoo, ein männliches Elefantenkalb zur Welt gebracht. Der kleine Bruder von Tamika ist stolze 94 cm hoch und wiegt 105 Kg. Damit übertrifft er sein vier Wochen altes Halbschwesterchen bereits jetzt schon an Größe und Gewicht.
Die Geburt verlief unkompliziert und wie zuvor schon bei Tana sehr schnell.
Der kleine Elefantenbulle und seine Schwester Tamika sind beide Sprösslinge des Elefantenbullen Abu (15), welcher im Alter von 5 Jahren 2006 aus Wien nach Halle kam.

 

Der kleine Elefantenbulle mit seiner Mutter Panya kurz nach der Geburt
Foto: Zoo Halle

Verrgangenen Wochenende hatten sich die Vorzeichen einer bevorstehenden Geburt vermehrt und dementsprechend waren das Pflegerteam sowie die Zootierärzte unter Leitung von Zoodirektor Dr. Dennis Müller gut vorbereitet.
Auch die Spezialisten des IZW (Leibniz Institut für Zoo- und Wildtierforschung) waren unter Leitung von Prof. Dr. Thomas Hildebrandt dabei, als gegen Mitternacht die ersten Wehen einsetzten und nur knapp zwei Stunden später das Kalb geboren wurde. Mutterkuh und ihr Nachwuchs sind wohlauf und derzeit in einer Mutterbox des Elefantenhauses untergebracht. Um Mutter und Kalb die nötige Ruhe zu geben, ist das Elefantenhaus für die Öffentlichkeit gesperrt worden, aber Tamika und ihre Mutter Tana sind weiterhin täglich auf der Außenanlage zu sehen.

Mit dieser zweiten erfolgreichen Geburt ist der Bergzoo Halle nun der große Hoffnungsträger der afrikanischen Elefantenpopulation in Deutschland. Eine Doppelgeburt so kurz aufeinander ist bei afrikanischen Elefanten weltweit eine große Seltenheit. Derzeit gibt es im Vergleich zur Haltung von asiatischen Elefanten nur wenige deutsche und europäische Zoos, welche afrikanische Elefanten erfolgreich züchten. Deren Population ist zudem aus Mangel an zuchtfähigen Bullen in den letzten Jahren zurückgegangen.n

Namenstaufe des Elefantenkalbes: Zoodirektor Dennis Müller tauft das Elefantenkind Tamika

Der Name für Halles bekanntesten tierischen Nachwuchs steht fest: Tamika heißt das Elefantenbaby, das Ende Juni im Bergzoo Halle geboren wurde. Nach einer zweiwöchigen Bevölkerungsabstimmung wurde am Freitag, dem 22. Juli im Zoo Halle eine Namenstaufe des Elefantenkalbes durchgeführt.
Mehr als 11.000 Fans haben telefonisch oder auf der Website der MZ über den Namen abgestimmt. Der Name Tamika landete mit 7.224 Stimmen auf dem Spitzenplatz. Zur Wahl standen noch Tamana ("Wunsch") und Tamu ("süß"). Tamika bedeutet "Kleine Süße", alle drei Namen entstammen der ostafrikanischen Bantu-Sprache Swaheli.

Gesundes Elefantenkalb im Bergzoo Halle geboren

Halle, 27.06.2016. Zoo. Gestern Nacht hat Elefantenkuh Tana (15) im halleschen Bergzoo, um 23.00 Uhr, ein gesundes weibliches Elefantenkalb zur Welt gebracht.
Das kleine Mädchen ist 88 cm hoch, wiegt 91,7 Kg und trinkt bereits fleißig von der bei Tana offensichtlich reichlich vorhanden Milch.

Die Mutterkuh und ihr Nachwuchs sind wohlauf und derzeit in einer Mutterbox des Elefantenhauses von den restlichen Herdenmitgliedern getrennt, aber auf Sichtweite untergebracht.

Um Mutter, Kalb und auch der restlichen Herde etwas Ruhe zu geben, bleibt das Elefantenhaus für die Öffentlichkeit vorerst gesperrt.


Das kleine Elefantenkalb bei seinen ersten Gehversuchen.
Foto: © Zoo Halle

Rote Pandabären im Bergzoo Halle eingetroffen

Ein erster Schritt zur Umsetzung des Zukunftskonzeptes

Halle. Zoo. Sein Markenzeichen ist ein leuchtend rotes Fell und er ist unter vielen Namen bekannt:
Der Rote Panda, auch Kleiner Panda, Katzenbär, Bärenkatze oder gar Feuerfuchs genannt. Wie sein Namensvetter, der Große Panda, ernährt er sich vorwiegend von Bambus und ist im östlichen Himalaya und im Südwesten Chinas beheimatet.
Seit 2008 wird der Kleine Panda auf der Roten Liste der gefährdeten Arten geführt und nach derzeitigen Schätzungen leben nunmehr weniger als 10.000 erwachsene Exemplare in freier Wildbahn.

Am Freitag vergangene Woche sind nun zwei Vertreter der possierlichen Tieres in der Saalestadt eingetroffen. Die beiden Männchen Pang und Deshi kamen aus zwei tschechischen Zoos in den Bergzoo Halle und sind für diesen auch ein ersten Schritt in der Umsetzung seines Zukunftskonzeptes.

Für die Zoobesucher sind die Beiden derzeit leider noch nicht zu sehen, da sich Deshi und Pang vorerst in einer Eingewöhnungsphase befinden, in der sie nicht nur ihre neue Umgebung, sondern sich auch untereinander kennenlernen sollen.

Für Zoodirektor Dr. Dennis Müller sind die Pandas neben seinen Bestrebungen, sich vermehrt für stark bedrohte Tierarten in international getragene Artenschutzprojekten zu engagieren, auch ein erstes Signal, dass die Umsetzung seines Zukunftskonzeptes begonnen hat. Dazu wurde eigens die ehemalige Känguruanlage umgestaltet, die nun einem lichten Bambuswald im Himalaya nachempfunden ist und zusammen mit den Yaks und den Blauschafen in unmittelbarer Umgebung den Lebensraum Himalaya darstellt. Zukünftig soll die Anlage der Pandabären auch noch mit Schwarzhalskranichen und anderen Bewohnern der Region besetzt werden. "Ich bin überzeugt, dass Deshi und Pang neue Publikumslieblinge werden, und freue mich, dass wir dieses erste Projekt so zügig realisieren konnten", sagte der Zoodirektor den bei der Ankunft anwesenden Journalisten. Die Beiden nahmen den "Rummel" um sie gelassen und erkundeten derweil mit großer Neugier ihre neue Innenanlage nebst Willkommensleckerei: Frischem Bambus. In ca. zwei Wochen werden sie dann endlich auch ihre Außenanlage in Besitz nehmen können, um sich den Besuchern zu zeigen.

Eröffnung "Abenteuer Vielfalt" mit Ministerin Dalbert und Minister Tullner

Halle. Zoo. Morgen, am 28.05.2016 um 13.00 Uhr, werden die Ministerin für Umwelt, Landwirtschaft und Energie des Landes Sachsen-Anhalt, Frau Prof. Claudia Dalbert sowie der Minister für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt, Herr Marco Tullner, in ihrer Rolle als Schirmherren, die gemeinsame Veranstaltung von BUND und Bergzoo, "Abenteuer Vielfalt" feierlich eröffnen.
Den Auftakt bildet ein gemeinsamer Rundgang der beiden Schirmherren mit Zoodirektor Dr. Dennis Müller und dem Vorsitzenden des BUND-Regionalverband Halle-Saalekreis, Herrn Ralf Meyer, durch das Veranstaltungsgelände im Zoo. Danach halten Ministerin Dalbert, Minister Tullner sowie Zoodirektor und BUND Vorsitzender eine Eröffnungsansprache auf den Bergterrassen. Im Anschluss begeben sich alle zum Veranstaltungsgelände im Umweltzentrum Franzigmark.

Willkommen Benny! - Ein Bayer zu Gast im Bergzoo Halle

Halle. Zoo. Mit knapp 350kg ist "Benny" ein stattliches Braunbärmännchen, doch die Elefanten, seine neuen Nachbarn im Bergzoo, sind ihm dennoch nicht ganz geheuer. Der frisch gebackene Vater aus dem Tier-Freigelände des Nationalparks Bayerischer Wald bezog am Mittwoch den 23.03. vorrübergehend die leer stehende Bärenanlage des Bergzoos und wird ein paar Monate in Halle verbringen, während kurzfristig notwendig gewordene Bauarbeiten in seinem Heimattierpark abgeschlossen werden. Die Osterbesucher des Bergzoo wird es freuen, die nun seit längerem verwaiste Bärenanlage mit Leben erfüllt zu sehen. Mit seinen stattlichen Gewicht ist Benny auch um einiges größer und schwerer als seine Vorgängerin Conny und hat zur Freude der Besucher bereits heute schon ein erstes Mal die Außenanlage erkundet.

Gestern Nachmittag traf das Braunbärmännchen "Benny" aus Bayern ein und bezog die leerstehende Bärenanlage im Bergzoo Halle, die erste Reise für den 13-jährigen Bär. Da sich in seinem Heimattierpark, dem Tier-Freigelände des Nationalparks Bayerischer Wald unverhofft Nachwuchs eingestellt hat, wurden kurzfristig Umbaumaßnahmen notwendig. Ein großzügiges Separationsgehege mit Kuschelgitter zur Anlage für die Bärenmutter nebst Nachwuchs soll schnellst möglich errichtet werden, damit die Jungtiere ungestört aufwachsen können. Um die Bauarbeiten schnell vorantreiben zu können, ist es notwendig, das Männchen für drei bis vier Monate in einem anderen Zoo unterzubringen. Der Bergzoo Halle bot Unterstützung an.

Eigentlich hatte der Zoo im vergangenen Jahr mit der Abgabe der Braunbärin "Conny" beschlossen, die Bärenhaltung auf der alten Anlage aufzugeben. Obwohl sie den gesetzlichen Anforderungen durchaus entspricht, ist sie aus Sicht der Zooleitung, zumindest für mehrere Bären, nicht mehr zeitgemäß. "Benny" jedoch stehen beide Anlagen zur Verfügung. Im Zuge des Zukunftskonzepts Bergzoo 2031 soll das Gelände im Bereich der Bärenanlage grundlegend neu gestaltet werden. Die Elefantensavanne wird erweitert, auf der kleineren der beiden Bärenanlagen soll ein Kletterspielplatz mit angeschlossener Gastronomie entstehen. Da die Bauarbeiten allerdings erst im Jahr 2017 beginnen werden, blieb die Anlage bisher unbesetzt. Glück für "Benny" und die Nationalparkverwaltung: Solche leer stehenden Anlagen, die den Sicherheitsanforderungen an eine Bärenhaltung gerecht werden und auch die gesetzlichen Anforderungen an den Tierschutz erfüllen, stehen eigentlich nicht zur Verfügung. Alternative Unterbringungen wären entweder nur in deutlich kleineren Anlagen oder in einem Bärenpark möglich. Dies wäre jedoch mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden: Benny müsste zunächst in Quarantäne. Anschließend müsste der eigentlich einzelgängerisch lebende Bär mühsam in eine Gruppe integriert werden und schließlich wieder in Quarantäne gehen, bevor er zurück in den Nationalpark kann. Dies alles entfällt im Bergzoo.

Zoodirektor Dr. Dennis Müller freut es daher, in diesem Falle unkompliziert helfen zu können. Er kennt den Bären aus seiner Zeit im Nationalpark schließlich persönlich. Damit sich "Benny" in Halle genauso wohl fühlen kann, stehen dem Bärenmann jederzeit beide Freianlagen und der gesamte Stallbereich als Rückzugsraum zur Verfügung. Die Tierpfleger des Bergzoos haben sich indes mit den mitgereisten Kollegen aus Bayern ausgetauscht, damit es "Benny" im Bergzoo über den Sommer auch an nichts fehlt.

Neuer Besucherliebling im Bergzoo Halle geboren

Halle. Zoo. Zwergflusspferdjungtier Inola hat Konkurrenz bekommen, denn im Bergzoo Halle wurde ein neuer Publikumsliebling geboren. Anton heißt der Eseljunghengst, welcher am 19.02. dieses Jahres das Licht der Welt erblickte. Seit einigen Tagen tollt er nun mit Mutter Antonia auf der Außenanlage herum und ist seitdem zum neuen Besucherliebling avanciert.

Wenn auch Eselgeburten keine Seltenheiten in Zoos sind, so freut sich das Zooteam doch sehr über den putzmunteren Nachwuchs. Am vergangenen Wochenende haben sich tausende Besucher über den kleinen Esel gefreut, der unter anderem auf unterhaltsame und tollpatschige Weise die seiner Art nachgesagte Störrigkeit demonstrierte. Anton ist bereits das dritte im Zoo Halle geborene Jungtier von Mutter Antonia und Vater Maiki. Letzterer befindet sich derzeit "im Urlaub" als Leihgabe auf einem Biobauernhof, wo er mit seiner Potenz weitere Eselstuten "beglücken" soll.

Spende für den Förderverein des Bergzoo Halle

Als eines der ersten neuen Projekte im Rahmen des Zukunftskonzepts "Bergzoo-2031" wird derzeit an einer Umgestaltung der Zebraanlage gearbeitet, welche nach Fertigstellung mit Bergzebras neu besetzt werden soll. Der Förderverein des Bergzoo hat es sich zur Aufgabe gemacht dieses Projekt zu finanzieren. Im Rahmen seiner diesbezüglichen Bemühungen hat der Förderverein jetzt einen großen Schritt nach vorn gemacht, denn die Volksbank Halle (Saale) eG unterstützt das Projekt nun mit einer großzügigen Spende in Höhe von 2.500 Euro.

Tierpatenschaft für Zwergflusspferd Inola übergeben

Halle Zoo. Zwergflusspferdjungtier Inola hat jetzt einen Paten. Mit Hendrik Lange konnte der Verein der Förderer und Freunde des Bergzoos einen zoobegeisterten Hallenser gewinnen, welcher die mit 500 Euro dotierte Patenschaft offiziell gestern übernommen hat. Der amtierende Stadtratsvorsitzende hatte sich sofort nach Bekanntwerden von Inolas Geburt mit dem für Tierpatenschaften zuständigen Förderverein in Verbindung gesetzt und seine Bereitschaft zur Patenschaftsübernahme erklärt. Der Zoo freut sich natürlich, dass Inola einen so prominenten Paten bekommen hat, welcher sich nicht nur politisch sondern auch privat für den Zoo engagiert.

Inola entwickelt sich weiterhin sehr gut und bringt mittlerweile schon 13,4 kg auf die Waage, wie beim heutigen Wiegen festgestellt wurde. Für den aufmerksamen Zoobesucher ist sie nun schon recht häufig gemeinsam mit Ihrer Mutter Samantha im großen Schwimmbecken zu erleben. Bereits in den letzten Wochen kamen viele Besucher aus nah und fern um die derzeitige Attraktion des halleschen Zoos mit eigenen Augen zu sehen. Mit den bevorstehenden Winterferien wird dies sicherlich noch zunehmen.

In den letzten Wochen ist Inola auch zum Internetstar avanciert. So wurde ein auf der MDR Facebookseite veröffentlichtes Video vom Zoo Halle, mittlerweile über 2,2 Millionen mal angeschaut. Auch auf Twitter sowie den sozialen Medien des Bergzoos sorgt Inola mit hunderttausenden Klicks und Shares Furore.

Seltenes Zwergflusspferd im Bergzoo Halle geboren

Halle. Zoo. Am 13.Dezember 2015 wurde im Bergzoo Halle ein Zwergflusspferdjungtier im Zoo Halle geboren - ein seltenes Ereignis. Das Tierpflegerteam musste fast 6 Jahre darauf warten, dass Mutterkuh Samantha endlich wieder ein Jungtier bekommt. Zwergflusspferde sind in der Natur stark bedroht und die Nachzucht gelingt nur selten. Weltweit sind etwa 350 Tiere in Zoos registriert und das Internationale Zuchtbuch weist für 2014 nur 22 Geburten auf, von denen 19 überlebten.

Inola, wie das kleine weibliche Kalb heißt, entwickelt sich derweil prächtig und bringt schon 8.600 g auf die Waage. Da Zwergflusspferdbabies das Schwimmen erst lernen müssen und in den ersten Lebenstagen dadurch ertrinken können, wurde der Zugang zum großen Innenbecken vorerst geschlossen.

Die Mutter wollte jedoch nach ein paar Tagen kurzzeitig in ihr großes Becken für ein erfrischendes Bad, eine gute Gelegenheit für die Tierpfleger, das Jungtier erstmals zu wiegen und auch zu baden. Mittlerweile hat Inola ihr "Schwimmabzeichen" jedoch erfolgreich absolviert und ist seit gestern auch mit ihrer Mutter im großen Becken unterwegs, was sie jedoch noch zögerlich tut. Dabei wird sie von Mutter Samantha gut bewacht und bei den geringsten Anzeichen von Gefahr sofort aus dem Becken getrieben. Mit etwas Glück ist Inola nun aber für den aufmerksamen Zoobesucher zu entdecken.

Foto: Zoo Halle

Löwin Lissa schwer erkrankt

Halle. Zoo. Seit 2003 werden im Bergzoo Halle die seltenen Angolalöwen gezeigt.
Lissa und Bono wurden 2001 geboren und kamen aus dem Zoo Lissabon zu uns. Das Paar hatte 13 Jungtiere, die an verschiedene Zoos in Europa abgegeben wurden. Inzwischen gibt es 9 Enkel und 12 Urenkel in verschiedenen Zoos.
Seit Anfang des Jahres hatte Lissa Probleme mit dem Absetzen von Kot und seit 2 Wochen auch mit Urin. Seitdem bekommt sie Diätfutter und alle Einzelheiten ihres Stoffwechsels werden gewissenhaft aufgeschrieben. Eine Untersuchung in Narkose Ende Juni ergab erhöhte Nieren- und Harnwerte.

Im Laufe des Jahres gab es immer wieder Phasen, in denen Lissa tagelang keinen Kot absetzte und dann kaum fraß. Ende November verschlechterte sich Lissas Zustand weiter. Sie nahm immer weniger Nahrung auf und bekam starke Probleme mit dem Absatz von Urin. Auch war die Konsistenz des Urin ungewöhnlich und die Kreatininwerte stiegen stark an. Daraufhin entschlossen sich die behandelnden Tierärzte am 3.12. zu einer Untersuchung in Narkose.
Im Ultraschall waren die stark gestauten Nieren, die übervolle Blase und eine tennisballgroße Umfangsvermehrung mit Verdacht auf einen Tumor zu sehen. Daraufhin wurde beschlossen, Lissa zu operieren. Die OP fand am 7.12. im Zoo Halle statt In einer 7-stündigen OP wurde ein ca. 20 cm langer und 10 cm breiter Tumor entfernt, der offenbar die Harnröhre und den Enddarm massiv verlegte, womit sich die Beschwerden erklären ließen. Gleichzeitig wurden der entartete Uterus und die ebenfalls entarteten Eierstöcke entfernt.

Das entnommene Material wurde zur Untersuchung an das Institut für Veterinärpathologie der Universität Leipzig geschickt. Ein endgültiges Resultat steht noch aus.
Seit dem Wochenende hat die Löwin erfreulicherweise wieder angefangen, etwas Nahrung aufzunehmen und es geht ihr zeitweise besser. Allerdings wissen wir noch nicht, wie die Prognose bei Lissa aussehen wird. Auch ist ihr derzeitiger Zustand noch nicht stabil und es gibt Phasen, wo es ihr schlechter geht. Aus diesem Grund und da die notwendigen Medikamente bisher nur über das Blasrohr verabreicht werden konnten, war das Raubtierhaus seitdem zeitweise geschlossen.

Elefantenleitkuh Mafuta verstorben

Halle. Zoo. Heute Morgen verstarb nach kurzer schwerer Krankheit Mafuta, die 36-jährige Leitkuh der halleschen Elefantenherde. Der Körper wurde an eine Tierkörperbeseitigungsanstalt zur pathologischen Untersuchung überführt.

Am Wochenende hatte Mafuta Anzeichen eines bis dato ungeklärten Krankheitsbildes gezeigt, welches sich vor allem durch phasenweise Durchfall und Appetitlosigkeit auszeichnete. Bis zum Dienstag dieser Woche verbesserte sich ihr Befinden jedoch wieder deutlich, so dass die berechtigte Hoffnung bestand, dass Mafuta die Krankheitsgeschehen bereits wieder überstanden hatte. Heute Morgen stellten die Pfleger jedoch leider fest, dass sich der Zustand Mafutas über Nacht erheblich verschlechtert hatte. Sie hatte das ausgelegte Futter nicht gefressen und schwerer Durchfall hatte sich eingestellt.

Die Tierärzte des Zoos bereiteten eine sofortige Notfallbehandlung mittels Infusionen vor, jedoch kam jede Hilfe zu spät. Nachdem sich Mafuta niedergelegt hatte, verstarb sie innerhalb von zehn Minuten unter den Händen der behandelten Ärzte. Die herbeigerufene Feuerwehr sowie ein Kranunternehmen haben dann den Körper geborgen. Die sonst übliche Überführung von verstorbenen Tieren zu einem der Veterinärmedizinischen Institute in Leipzig oder Berlin ist auf Grund der Größe des Elefantenkörpers nicht möglich und daher wird dieser nun zu einer Tierkörperbeseitigungsanstalt zur pathologischen Untersuchung gebracht. Aus selbigen Grund und aufgrund der notwendigen Erfahrung zur Sektion von Elefanten werden insgesamt drei Tierpathologen die Untersuchungen durchführen. Bis zum genauen Gutachten über die Todesursache können daher auch durchaus mehrere Wochen vergehen.

Das Team des Zoologischen Garten Halle unter Führung von Zoodirektor Dr. Müller ist über den Tod von Mafuta sehr bestürzt, insbesondere nach dem der Zoo bereits im September ein Elefantenkalb verloren hat.

Pathologischer Bericht zur Todesursache von Bibis Elefantenkalb im Bergzoo liegt vor

Nachdem die hallesche Elefantenkuh Bibi bei der Geburt Ihres Kalbes kurz nach Mitternacht des 22. Septembers diesem im Affekt tödliche Verletzungen zugefügt hat, wurde der Körper des Elefantenkalbes an die Pathologie der Tierklinik Leipzig überführt, um die genaue Todesursache zu ermitteln. Der pathologische Befund liegt dem Zoo nun vor und bestätigt im Wesentlichen die Annahme von Zoodirektor Dr. Dennis Müller sowie der geburtsbegleitenden Tierärzte. Demnach ist die Todesursache auf keine einzelne schwere Verletzung zurückzuführen, sondern es handelt sich um eine Vielzahl von kleineren und mittleren Verletzungen.

Der pathologische Bericht zeigt auf, dass trotz der heftigen Attacke der Mutter keine schweren Verletzungen wie Knochenbrüche oder Zerreißung großer Gefäße vorlagen. Vielmehr handelt es sich bei den festgestellten Verletzungen um eine Vielzahl kleiner und mittlerer Blutungen in der Unterhaut, der Muskulatur der Beine sowie insbesondere im Kopfbereich des Kalbes, welche schlussendlich zu einem Kreislaufversagen geführt haben. Auch ein unter den gegebenen Umständen ohnehin nicht mögliches tiermedizinisches Eingreifen nach der Geburt hätte das Kalb auf Grund der Vielzahl von nicht erkennbaren inneren Blutungen wohl nicht retten können. Der Tod des Kalbes ist zudem durch den akuten Kreislaufschock innerhalb einiger Minuten nach der Attacke eingetreten.

Indessen hat Mutterkuh Bibi die Geburt und dessen Folgen gut überstanden und auch das Leben in der Herde hat sich normalisiert. Bisher ist noch nicht entschieden, ob Bibi weiter zur Zucht zugelassen werden soll. Im Hinblick auf die noch bevorstehenden zwei Geburten durch andere Kühe der halleschen Elefantenherde wird jedoch an der auch bei Bibi angewandten Geburtsmethode einer Herdengeburt festgehalten. Die Richtigkeit der Entscheidung für eine natürliche Gruppengeburt wurde mittlerweile auch von nationalen und internationalen Fachleuten bestätigt.

Stellungnahme zur Pressemitteilung von EndZoo

Halle. Zoo. Am 23.09.2015 wurde von der Tierrechtsorganisation EndZoo eine Pressemitteilung im Zusammenhang mit den tragischen Ereignissen um die gestrige Geburt unserer Elefantenkuh Bibi verbreitet. Die darin aufgestellten Behauptungen bzw. angeblichen Fakten sind größtenteils verzerrt wiedergegeben und teilweise frei erfunden. Viele Sachverhalte wurden schlichtweg aus dem Kontext gerissen und mit unsäglicher Polemik garniert.
Der Zoo Halle möchte daher zu einigen, vor allem ihn selbst betreffenden Unterstellungen in der EndZoo Pressemitteilung Stellung nehmen.

1. Panya ist als einjähriges, verspieltes Jungtier in Halle angekommen und es kann als sicher gelten, dass sie niemals einen Pfleger in Berlin angegriffen hat. Uns ist bekannt, dass es mit Bibi in Berlin unter den Bedingungen des direkten Kontaktes Vorfälle mit Pflegern gegeben hat. Diese angeblichen Attacken sind aber vielmehr als ein spielerisches Kräftemessen zu verstehen, welches mit offenen Aggressionen nichts zu tun hat. Derartiges Verhalten ist auch von Haustieren bekannt, insbesondere bei größeren Hunderassen. Von ernsteren Verletzungen bei Tierpflegern in Berlin auf Grund solcher "Reibereien" ist uns nichts bekannt. Die damalige Haltungsmethode beruht zudem auf dem Prinzip, dass der Pfleger innerhalb der Herde eine höhere Rangordnung als alle Elefanten hat. Dies ist z. B. bei der Haltung von Nutzelefanten in Asien noch heute üblich.

2. Es ist richtig, dass Bibi zur Elefantin Dashi einen engen Kontakt hatte, und die Entscheidung, beide zu trennen, ist nach heutiger Kenntnislage nicht optimal gewesen. Bibi hat sich aber trotzdem gut in die hallesche Herde eingelebt. Mit Panya als ihre eigene Tochter hat sie nun ihren engsten Sozialpartner seit nunmehr 8 Jahren ununterbrochen bei sich.

3. Dass die hallesche Elefantenherde in bemerkenswerter Weise zusammengewachsen ist und beispielsweise auch Bibis Zwangshandlungen im Sozialverband der Herde signifikant weniger geworden sind, wurde uns erst kürzlich durch einen unabhängigen Sachverständigen in einer Kurzstudie bestätigt. Bibi konnte gerade während der Trächtigkeit auch enge Kontakte zu Mafuta aufbauen, die zwar einen höheren Rang in der Herde inne hat, sich jedoch rührend während der Trächtigkeit und insbesondere in den letzten Tagen vor und während der Geburt um sie gekümmert hat.

4. Richtig ist auch, dass Bibi vor ca. 12 Jahren in Berlin ihr erstes Kalb an der Kette zur Welt gebracht hatte, was zur damaligen Zeit noch eine übliche Vorgehensweise in Zoos war. Allerdings war dies keine gezielte Kettengeburt, sondern hing in diesem Fall damit zusammen, dass die Elefanten auf Grund der damaligen räumlichen Bedingungen in Berlin, Nachts einzeln an Ketten aufgestallt werden mussten. Die Geburt fand dann Nachts und ohne das Beisein oder die Assistenz der Tierpfleger statt, welche von Bibi und ihrem neugeborenen Kalb am nächsten Morgen regelrecht überrascht wurden.

5. Die zweite Geburt ihrer Tochter Panya, welche mit Ihr im Zoo Halle lebt, fand aber auf der Außenanlage des Berliner Tierparks und erfolgreich inmitten der Herde statt und nicht wie behauptet im angeketteten Zustand. Daher hat Bibi durchaus die Erfahrung einer natürlichen Geburt im Herdenverband und ist keine "tickende Zeitbombe"..

6. Bei dem tragischen gestrigen Vorfall von "absoluter Vorhersehbarkeit" zu sprechen, ist schlichtweg anmaßend und überheblich. Es gibt tierpsychologisch bis heute keine gesicherten Erkenntnisse, warum es bei den Elefanten unmittelbar nach der Geburt mitunter zur Tötung des Kalbs kommt. Aggressives Verhalten unmittelbar nach der Geburt wird auch in der freien Wildbahn beobachtet. Andere, erfahrene Kühe schützen das Kalb in dieser Phase vor eventuellen Angriffen durch die Mutter. Gerade dieses Schutzverhalten konnten wir auch bei unserer Leitkuh Mafuta eindrucksvoll feststellen. Leider schien die erste Attacke Bibis bereits schwere Verletzungen verursacht zu haben. Fakt ist, eine Geburt stellt für ein Tier erheblichen Stress dar, unabhängig ob in der freien Natur oder in der geschützten Umgebung eines Zoos.

Final:
Im Zoo Halle wird mit der sogenannten "Protected Contact" Methode eine geschützte und freundschaftliche Umgangsform zwischen Pfleger und Tier angewendet. Diese Haltungsform beruht auf gegenseitigem Vertrauen und der positiven Verstärkung durch das Belohnungssystem und basiert letztendlich auf Freiwilligkeit bei den Elefanten. Zwangsmaßnahmen wie Schläge, der Einsatz des Elefantenstabs oder das Anketten kommen in Halle nicht zum Einsatz und werden von uns strikt abgelehnt.

Tiefe Trauer im Zoo - Elefantenkuh Bibi tötet Kalb im Affekt

Halle. Zoo. In der Nacht von Montag auf Dienstag brachte Elefantenkuh Bibi ihr langersehntes Kalb auf der Außenanlage inmitten ihrer Herde zur Welt. Trotz der Versuche von Elefantenleitkuh Mafuta, Bibi unmittelbar nach der Geburt von ihrem Kalb abzudrängen, hat diese unter dem Eindruck des Geburtsschmerzes das Neugeborene sofort attackiert und wahrscheinlich dabei die tödlichen Verletzungen zugefügt. Ein Einschreiten der Tierpfleger war unter den gegebenen Umständen nicht möglich.

Bereits seit Wochen hat das Team um Zoodirektor Dr. Dennis Müller unter großer Anteilnahme der Öffentlichkeit die Geburt des Nachwuchses von Elefantenkuh Bibi erwartet. Am frühen Abend des gestrigen Tages traten dann bei Bibi die ersten Stellwehen auf, die die nahende Geburt ankündigten. Zu diesem Zeitpunkt befand sich die Herde einschließlich Bibi auf der Außenanlage. Gegen 23.30 Uhr platzte dann die Fruchtblase und kurz nach Mitternacht wurde ein lebendiges Kalb geboren. Wiedererwarten zeigte die Herde dabei ein sehr natürliches Verhalten und Leitkuh Mafuta versuchte unmittelbar nach der Geburt, die sichtlich vom Geburtsschmerz beeinflusste Mutterkuh Bibi von Ihrem Neugeborenen abzudrängen. Trotzdem erfolgte die erste Reaktion von Bibi derart schnell, dass auch Mafuta nicht in der Lage war, Bibi von massiven Kopfstößen gegen das Jungtier abzuhalten. Aufgrund des gewählten Szenarios einer Gruppengeburt war es dem anwesenden Geburtsteam leider nicht möglich, unmittelbar in den Geburtsablauf einzugreifen. Selbst die größere und stärkere Leitkuh Mafuta vermochte anfangs nicht, Bibi von der ersten Attacke auf ihr Jungtier abzuhalten. Diese Angriffe haben vermutlich die tödlichen Verletzungen herbeigeführt. Die Herde stand dabei schützend um Bibi herum und Kurz nach dem Angriff beruhigte sich Bibi auch zunehmend, ließ sich sogar von Mafuta von ihrem Kalb abdrängen. Nach Abklingen des Geburtsschmerzes kamen dann eindeutig ihre Mutterinstinkte zum Tragen und sie versuchte, das reglose Jungtier wieder aufzurichten. Auch die Herde nahm nach einem ersten Erschrecken rege Anteilnahme und beschnüffelte unter Obacht der Leitkuh vorsichtig das am Boden liegende Jungtier. Erst nach mehreren Stunden ließ sich Bibi dann von den Tierpflegern dazu bewegen, von der Seite Ihres verstorbenen Jungtiers zu weichen und in die Stallung zurückzukehren. Daraufhin wurde der Körper des Kalbes geborgen und umgehend in die tiermedizinische Pathologie nach Leipzig gebracht.

Bereits in den letzten 2 Tagen war bei Bibi eine zunehmende Nervosität und die Vorbereitung auf die nahende Geburt beobachtet worden. Aus der Wildtierforschung weiß man, dass Elefanten in der Lage sind, eine Geburt gezielt hinauszuzögern, wenn die äußeren Umstände nicht als optimal empfunden werden. Um die befürchtete Störung des Geburtsablaufes mit der Gefahr nicht vorhersehbarer Komplikationen insbesondere auch für die werdende Mutter zu entgegnen, entschied sich das Geburtsteam am Montagfrüh, Bibi und die Herde auf die Außenanlage zu lassen, um Bewegung und Stressabbau zu ermöglichen. Dabei wurde beobachtet, dass sich die Herde und insbesondere Leitkuh Mafuta entgegen der ursprünglichen Einschätzungen wie in der freien Wildbahn üblich verhielt. Während sich die anderen Kühe schützend um Bibi gruppierten, zeigte Mafuta eine starke Anteilnahme für Bibi und demonstrierte ihre Beschützerinstinkte, sobald sich Zoobesucher der Anlage nährten. Auf Grund dessen wurde kurz nach Öffnung des Zoos entschieden, die Herde von den Besuchern abzuschotten und die gesamte Elefantenanlage weiträumig abzusperren. Auch die Tierpfleger und Tierärztinnen hielten sich weitestgehend zurück, da alles daraufhin deutete, dass dies der Mutterkuh sowie der gesamten Herde die notwendige Ruhe und Sicherheit für die finale Geburtsvorbereitung verschaffte. In mehreren Abstimmungsgesprächen im Geburtsteam wurde dann auf Grund der neuen Erkenntnisse im Verlaufe des Tages entschieden, das ursprünglich geplante Geburtsszenario zu verwerfen und Bibi eine natürliche Geburt inmitten der Herde zu ermöglichen.

In einer ersten Auswertung der Geschehnisse wurde jetzt klar, dass der traurige Ausgang der Geburt in keinem Szenario hätte verhindert werden können und die relativ kurzfristige Entscheidung für eine natürliche Geburt im Herdenverband trotz des unglücklichen Ausgangs die Richtige war. Die letzte Variante, eine Geburt bei einer angekettet Elefantenkuh, kommt für den Zoo Halle insbesondere aufgrund ethischer und tierschutzrechtlicher Überlegungen nicht in Frage. Im Hinblick auf die noch bevorstehenden zwei Geburten durch andere Kühe der halleschen Elefantenherde hat sich jedoch gezeigt, dass die Herde sehr wohl in der Lage ist, mit einer Geburt in ihrer Mitte der Herde und somit auf natürliche Weise umzugehen - insbesondere, da mit Bibi und Mafuta bei der nächsten Geburt nun zwei erfahrene Kühe der werdenden Mutter bei Seite stehen. Dies ist trotz aller Tragik des Geschehenen eine wertvolle Erkenntnis, wenn auch nur ein schwacher Trost. Nun herrscht natürlich erst einmal tiefe Trauer im gesamten Zooteam und insbesondere bei den Elefantenpflegern, die den Hergang miterleben mussten.

Stadtwerke Halle übernehmen erstmals eine Tierpatenschaft im Bergzoo

Halle. Zoo. Die Stadtwerke Halle übernehmen nicht nur wirtschaftliche Verantwortung, sondern engagieren sich mit viel Herzblut für Kultur, Sport, Wissenschaft und Bildung - ergänzt durch eine Vielzahl von Aktivitäten, die das Alltagsleben in der Saalestadt angenehmer machen und etwas dazu beitragen, dass sich die Hallenser wohl fühlen. In diesem Sinne hat jetzt das Unternehmen die Patenschaft für die zwei Jaguare Ladybird und Muppet im halleschen Bergzoo übernommen.

"Als regionales Unternehmen wollen wir zum einen unsere schöne Saalestadt vielfältig unterstützen und damit auch die Vielfalt der Tiere im halleschen Bergzoo. Hier fühlen sich die Hallenser und ihre Gäste immer wieder wohl und sollen noch lange zahlreiche verschiedene Tierarten bestaunen können. Zum anderen wollen wir unseren Beitrag leisten, um die gefährdeten Jaguare zu schützen", sagt Prof. Dr. Matthias Krause, Geschäftsführer der Stadtwerke Halle.

"Gewichtige" Zuneigung von landsberger Ehepaar zu größtem halleschen Zootier

Halle. Zoo. Mit einer Höhe von 2,65 m und einem Gewicht von 2,7 Tonnen, ist die afrikanische Elefantenkuh "Mafuta" nicht nur das größte und schwerste Tier im Bergzoo, sondern auch die Leitkuh der kleinen halleschen Elefantenherde. Sehr "gewichtig" ist auch die Zuneigung der "Pateneltern", Sabine und Klaus-Peter Albrecht. Bereits zum zweiten Mal übernahm das zoofreundliche Ehepaar aus der Gemeinde Landsberg OT Braschwitz die mit 2.500 Euro nicht minder gewichtige Patenschaft für Mafuta und meint dazu: "Es macht uns großen Spaß, mit unserem Enkelsohn die Elefanten und viele andere Bewohner im Bergzoo zu beobachten. Uns kommt es so vor, als würde man mit jedem Besuch noch interessantere Einblicke in das Leben der Tiere gewinnen."

Zoodirektor Dr. Dennis Müller freut sich über die großzügige Zuwendung. Für ihn zeigt das Engagement von Ehepaar Albrecht deutlich, dass der Wahlspruch des Bergzoos "Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen" gerechtfertigt ist. Die afrikanischen Elefanten sind in ihrer Heimat hoch bedroht. Gerade einmal 500.000 Elefanten streifen noch durch die Savannen und jedes Jahr werden nach wie vor bis zu 40.000 Elefanten wegen ihres Elfenbeins gewildert. Zudem schränkt die zunehmende Landnutzung den Lebensraum der letzten Elefanten weiter ein. "Wir möchten mit unserer Elefantenhaltung auf den Interessenkonflikt zwischen den Ansprüchen der letzten wilden Elefanten und der in weiten Teilen Afrikas armen Bevölkerung aufmerksam machen."

Dem schließen sich die Mitglieder des Fördervereins gerne an und planen, den Zoo bei seinen Bemühungen weiter zu unterstützen. Das Geld aus dieser Patenschaft soll wie alle anderen Spenden auch, für ein neues Projekt im Zoo verwendet werden.

Schimpansin Banghi kurzzeitig aus ihrem Gehege im Bergzoo entkommen

Halle. Zoo. Aus bisher ungeklärten Gründen ist am gestrigen Nachmittag die Schimpansin Banghi kurzzeitig aus Ihrem Refugium im Affenhaus entkommen. Die Sicherungssysteme des Zoos griffen jedoch umgehend und durch die ruhigen und besonnenen Maßnahmen der Einsatzleitung war es möglich, Banghi innerhalb kurzer Zeit in ein anderes Tiergehege zu locken und durch einen gezielten Schuss des diensthabenden Tierarztes zu betäuben. Sie wurde wieder in ihr Gehege zurückgebracht, um die Narkose in Ruhe auszuschlafen.

Der Zoo wurde während des unfreiwilligen "Ausflugs" der 42-jährigen Schimpansin geschlossen und die Besucher aus dem Zoo begleitet bzw. zwischenzeitlich in den Gebäuden des Zoos in Sicherheit gebracht. Aufgrund des erprobten und koordinierten Ablaufs bestand für die Besucher und das Zoo-Team während des Ausbruchs keine größere Gefahr.
Die Schimpansin Banghi ist zudem äußerst gutmütig und friedfertig. Die eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen werden jedoch grundsätzlich bei jedem Tierausbruch durchgeführt, um alle Eventualitäten auszuschließen.

Tierausbrüche in Zoos sind im generellen sehr selten. Der letzte vergleichbare Ausbruch im Zoo Halle liegt mehr als 25 Jahre zurück. Die Sicherheitstechnik sowie die Alarmpläne sind auf dem höchsten Stand und das Tierpfleger-Team wird regelmäßig in dieser Hinsicht geschult. Dies macht Vorfälle solcher Art zur absoluten Ausnahme.
Zoodirektor Dr. Dennis Müller hat umgehend eine tiefgreifende Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Damit sollen die Umstände des Ausbruchs genau analysiert werden, um ähnliche Vorfälle in Zukunft weitestgehend ausschließen zu können.

Trauriges Ereignis erschüttert Bergzoo - Tigerin bei Verpaarungsversuch tödlich verunglückt

Halle. Zoo. Im Rahmen seiner Nachzuchtaufgabe zur Erhaltung bedrohter Tierarten hat der Zoo Halle gestern einen Verpaarungsversuch zwischen der neuzugegangenen malaysischen Tigerkatze Momoe sowie seinem bereits vielfach bewährten malaysischen Zuchttigerkater Sompon gestartet. Leider kam es dabei trotz größtmöglicher Sicherheitsvorkehrungen sowie wochenlangen Vorbereitungen zu einem unerwarteten aggressivem Angriff von Sompon auf Momoe, wobei er die Tigerin schwer verletzte. Trotz der veterinärmedizinischen Notfallversorgung und einer anfänglichen Verbesserung des Zustands der Tigerkatze im Verlaufe des Tages und während der Nacht nach dem Angriff, erlag diese nun doch ihren Verletzungen.

Nach einer mehrmonatigen Eingewöhnungszeit der Tigerin im Zoo Halle in unmittelbarer Nähe zum Tigerkater wurde in der letzten Woche aufgrund der deutlich feststellbaren Paarungsbereitschaft der Katze die Verträglichkeit zwischen den beiden Tigern durch ein sogenannte "Schnuppergitter" mehrfach getestet. Alle Anzeichen während dieser Begegnungen deuteten darauf hin, dass zwischen den Tieren "Sympathie" bestand. Tigerkater Sompon hatte zudem in der Vergangenheit mit sieben auf ihn zurückgehenden Würfen von verschiedenen Tigerkatzen große Verträglichkeit im Umgang mit den Tigerinnen und sogar mit seinem Nachwuchs bewiesen. Nachdem Tigerkatze Momoe am gestrigen Tage den Höhepunkt ihrer Paarungsbereitschaft signalisierte (sie "rollig" war), entschlossen sich die in Aufzuchtfragen der malaysischen Tiger äußerst erfahrene Säugetierkuratorin Jutta Heuer sowie Zoodirektor und Veterinärmediziner Dr. Dennis Müller die Tiere zur Paarung zusammenzulassen.

Trotz der bisher erwiesenen Verträglichkeit des Tigerkaters im Umgang mit anderen Tigerkatzen wurden als reine Vorsichtsmaßnahme und im Sinne eines verantwortungsvollen Handelns umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Dazu gehörte die Überwachung des gesamten Vorganges durch ein Team von erfahrenen Tigerpflegern unter Leitung von Kuratorin und Zoodirektor sowie die Bereithaltung von Feuerwehrschläuchen, um die Tiger bei Bedarf schnell trennen zu können. Trotzdem kam der plötzliche und in keiner Weise durch eine Verhaltensauffälligkeit vorher ankündigte Angriff von Sompon auf Momoe überraschend. Der Kater biss der ebenso überraschten Tigerkatze in den Hals und würgte sie stark. Durch das schnelle Handeln des gesamten Teams wurden die Tiger innerhalb von einigen Augenblicken wieder voneinander getrennt. Die augenscheinlich angeschlagenen Tigerkatze Momoe wurde umgehend veterinärmedizinisch versorgt und unter ständige Überwachung gestellt. Bereits einige Stunden nach dem Angriff sowie im Verlaufe der letzten Nacht schien sich die Tigerin sichtlich zu erholen. Gegen Mittag des heutigen Tages begann sich ihr Zustand jedoch dramatisch zu verschlechtern und auch die unmittelbar erneut ergriffenen Maßnahmen konnten nicht verhindern, dass die Tigerin letztlich verstarb. Die genaue Todesursache ist zur Zeit nicht zu klären. Dazu wird der Körper der Tigerin noch heute für eine genaue pathologische Untersuchung in das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) nach Berlin gebracht. Zoodirektor Dr. Dennis Müller und sein Team sind über den Vorfall sehr betroffen und bedauern den Verlust des Tieres außerordentlich.

Der zoologische Garten Halle ist Europas führender Zuchtzoo für die akut vom Aussterben bedrohten malaysischen Tiger. Das Tierpfleger-Team und die verantwortliche Kuratorin verfügen über intensive Erfahrungen mit der Haltung und der Zucht dieser beeindruckenden Großkatzen. Trotzdem waren sich alle Beteiligten eines gewissen Risikos bei einem Verpaarungsversuch bewusst, das leider auch nicht vollständig ausschließbar ist. Leider gab es in der Vergangenheit unter vergleichbaren Bedingungen auch in anderen zoologischen Gärten Unfälle mit Todesfolge bei Verpaarungsversuchen mit Tigern. Wie bei vielen anderen Tierarten scheint auch hier, eine gewisse Zuneigung unter den Großkatzen für eine erfolgreiche Paarung von Bedeutung zu sein, die leider nicht hundertprozentig durch den Menschen einschätzbar ist.

Hallesche DM-Drogeriemärkte sind derzeit größter Tierpate des Bergzoos

Die halleschen DM-Drogerien haben heute Vormittag die Übernahme der derzeit größten Tierpatenschaft im Zoo Halle offiziell besiegelt. Vertreter verschiedener hallescher DM-Drogeriefilialen übergaben dazu eine Spende von insgesamt 6.000 Euro an den Verein der Förderer und Freunde des halleschen Bergzoos - die bisher größte Einzelsumme in der 15jährigen Vereinsgeschichte.
Die Drogisten übernahmen dabei die Patenschaften für das Ameisenbärpaar Stella und Pedro, die Faultierfamilie, für Löwin Lissa, Seebär Marino und Schimpansin Banghi. Dazu brachten die frischgebackenen Paten auch Präsentkörbe mit Früchten für die Tiere und mit Nützlichem aus dem DM-Sortiment für deren Pfleger mit. Im Anschluss gab es unter Führung von Zoodirektor Dr. Dennis Müller und Säugetierkuratorin Jutta Heuer noch einen Rundgang zu allen Patentieren.

Ein starkes lokales Engagement liegt der DM-Drogeriemarktkette seit jeher besonders am Herzen. Frau Siebeneich aus der DM-Filiale am Hauptbahnhof meint dazu: "Besonders wichtig ist uns, dass unser gesellschaftliches Engagement nachhaltig im regionalen Umfeld wirkt. Wir freuen uns daher sehr, mit dieser Spende insbesondere die Umsetzung neuer Projektideen im Bergzoo fördern zu können." Förderverein und Zoodirektor werden bald darüber beraten, für welche neuen Projekte im Zoo dieser Geldsegen verwendet werden soll. Der Förderverein kann im fünfzehnten Jahr seines Bestehens bereits auf eine sehr erfolgreiche Patenschafts-Saison zurückblicken. So wurde im Frühjahr 2015 die neuerrichtete Voliere für Uhus an den Zoo offiziell übergeben und durch Patenschaften und Spendenaktionen sind im Verlaufe diesen Jahres bereits mehr als 15.000 Euro zusammengekommen. Seit der Gründung des Vereins wurden bisher rund 1300 Tierpatenschaften vermittelt, ein wertvoller Beitrag für die Gestaltung und Weiterentwicklung des schönsten Bergzoos Deutschlands.

Zwei Artenschutzbotschafter im HuckePack - Der Bergzoo Halle freut sich über Jungtiere bei den Faultieren und Ameisenbären

Halle. Zoo. Der Bergzoo Halle freut sich gleich über doppelten Zuchterfolg: Bereits am 12. März kam ein Jungtier bei den Zweizehenfaultieren zur Welt, ein Großer Ameisenbär ist am 15. Mai geboren worden. Beide scheinen nun aus dem Gröbsten heraus zu sein und stellen sich heute gemeinsam der Öffentlichkeit vor. Über den Nachwuchs bei den Zweizehenfaultieren freut sich ganz besonders auch Frau Jutta Heuer, Säugetierkuratorin des Zoos und internationale Zuchtbuchführerin für Faultiere in menschlicher Obhut: "Es ist bereits das dritte Faultier, das das Licht der Welt im zoologischen Garten Halle erblickt - ein großer Erfolg, da die Nachzucht von Faultieren in zoologischen Gärten nur selten gelingt."

Ebenso ist der Nachwuchs bei den in ihrer Heimat gefährdeten Ameisenbären noch immer ein besonderes Ereignis und eine erfolgreiche Fortsetzung der halleschen Ameisenbärenzucht. Auch hier beteiligt sich der Zoo Halle an einem internationalen Zuchtprojekt, dass im zoologischen Garten Dortmund koordiniert wird. Ziel der Erhaltungszuchtbemühungen der zoologischen Gärten ist es, gemeinsam eine überlebensfähige Population in menschlicher Obhut aufzubauen und damit auf Wildfänge weitgehend zu verzichten. Aufgrund der dafür notwendigen Populationsgröße könnte dies ein einzelner Zoo niemals realisieren.

Beide Arten gehören zur Gruppe der so genannten Zahnarme, die nur in Südamerika vorkommen. Der Bergzoo Halle zeigt ganz bewusst schwerpunktmäßig Tiere von diesem artenreichsten Kontinent und setzt sich seit Jahren für den Erhalt der südamerikanischen Tierwelt ein. Für Zoodirektor Dr. Dennis Müller sind die zwei Neugeborenen daher vor allem auch Botschafter für ihre in der Natur lebenden Artgenossen. Sie sollen für das neue Artenschutzprojekt des Bergzoos Pate stehen. "Unser Faultier-Zwerg rettet das Zwergfaultier!", fasst Dr. Müller das Projekt plakativ zusammen.

Das Zwergfaultier
Das Zwergfaultier ist akut vom Aussterben bedroht. Es handelt sich dabei um eine erst im Jahr 2001 beschriebene Tierart, die nur auf der kleinen, nur 4,3 km2 großen Insel Escudo de Veraguas vor der Küste von Panama zu finden ist. Bei einer Zählung konnten in diesem Gebiet gerade einmal 79 Exemplare gefunden werden - damit zählt das Zwergfaultier zu den 100 am meisten vom Aussterben bedrohten Tierarten weltweit. Obwohl als Schutzgebiet ausgewiesen, fehlt auf der Insel ein Parkmanagement und noch immer werden die Mangrovenwälder, der einzige bekannte Lebensraum des Zwergfaultiers, an den Küsten abgeholzt. Im Rahmen des Schutzprojekts zur Rettung des Zwergfaultiers sollen einerseits mehr wissenschaftliche Erkenntnisse über diese fast unbekannte Tierart gewonnen werden, andererseits sollen infrastrukturelle Maßnahmen ergriffen werden, um einen effektiven Schutz des Gebietes zu gewähren und Einnahmequellen für die an der Küste Panamas lebende Bevölkerung im Rahmen eines sanften Ökotourismus zu erzeugen. Nur wenn es gelingt, die Lebensbedingungen für die dort lebende Bevölkerung zu verbessern, kann das Zwergfaultier gerettet werden.

Das Projekt wird über die zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz (ZGAP) betreut und stellt auch sicher, dass die Spenden aus dem Bergzoo tatsächlich den Zwergfaultieren zu Gute kommen. Eine erste großzügige Spende über 1.500 Euro für das neue Projekt erhielt der Zoo heute über den Verein der Förderer und Freunde des halleschen Bergzoos vom EDEKA-Markt Eckart in der Ludwig-Wucherer Straße.

Damit dieses wichtige Projekt zur Erhaltung einer der am meisten vom Aussterben bedrohten Tierarten unserer Erde nachhaltig realisiert werden kann, ruft der Bergzoo Halle engagierte Bürger und Unternehmen zu weiteren Spenden auf.

Spendenkonto bei der Saalesparkasse
Verwendungszweck: Artenschutzprojekt Zwergfaultier
IBAN: DE88 8005 3762 0386 0810 58
BIC: NOLADE21HAL

Letzter Bär verlässt den Zoo Halle - Traditionelle Bärenhaltung im Zoo Halle endet, zumindest vorerst

Halle, 11.05.2015. Zoo. Diese Woche ist es nun soweit und der letzte Bär verlässt den Zoo Halle. Mit Braunbärin Conny endet, zumindest vorerst, die traditionelle Bärenhaltung im Zoo Halle. Die in die Jahre gekommene Bärenanlage, bereits in den 70'er Jahren baulich begonnen aber erst 1992 fertiggestellt, entspricht nach dem neuesten "Gutachten zur Mindesthaltung von Säugetieren in Deutschland" nicht mehr den heutigen Haltungsnormativen einer zeitgemäßen Bärenhaltung. Es ist allerdings nicht so einfach, ein neues Zuhause insbesondere für ältere Bären zu finden, denn gute und großzügige Bärenanlagen sind immer schon auf Jahre hinweg mit Bären besetzt.
Mit Hilfe des Europäischen Zuchtbuches wurde bereits für Kragenbär Benny im Herbst vergangenen Jahres im Zoo Ostrava so ein guter Platz gefunden. Dieser hat sich mittlerweile gut eingelebt und auch mit den anderen dort lebenden Bären "angefreundet".
Die verantwortliche Kuratorin Jutta Heuer wollte nun auch bei der Braunbärin Conny sichergehen, dass sie auch wirklich ein besseres Zuhause findet als es der Bergzoo bieten konnte, denn bisher hat sich die 26-jährige Braunbärin augenscheinlich in Halle sehr wohl gefühlt und wurde von ihren Pflegern liebevoll umsorgt. Allerdings veranlasste der Anblick der einsam wirkenden Bärin die Besucher zu zunehmender Kritik, wobei diese verständlicherweise oft nicht wissen, dass Bären grundsätzlich Einzelgänger sind. Nun wird "Conny" ebenfalls in eine neue Heimat umziehen - den Alternativen Bärenpark im thüringischen Worbis. Die Braunbärin wurde daher in den vergangen Wochen trainiert, so dass sie bereitwillig in die Transportkiste geht. Da sie dort auch seit längerem ihr Lieblingsfutter bekommt, "liebt" sie die Box inzwischen regelrecht . Damit ist gewährleistet, dass der Transport ohne Stress für Conny abläuft und eine Betäubung, wie in anderen Fällen üblich, nicht notwendig ist. Für Kuratorin Jutta Heuer bleibt trotz des verständlichen Wehmuts "Conny" wegzugeben die erfreuliche Gewissheit, dass diese in Worbis ein gutes neues Zuhause findet . Die Diplom Biologin und langjährige wissenschaftliche Mitarbeitern des Zoo Halles stammt übrigens ursprünglich aus dem Eichsfeld und kennt den Bärenpark seit vielen Jahren.

Tigerin "Sahaja" verlässt Halle - Tigerin "Momoe" wird im Austausch erwartet

Halle. Zoo. Seit längerem war klar, dass die malaysische Jungtigerin "Sahaja" den halleschen Bergzoo verlässt, um im britischen "Rare Species Conservation Centre" eine neue Heimat zu finden. "Sahaja" (Malaiisch: die Einzige), ist die einzige Überlebende aus einem Wurf von drei Jungtieren, welche in der Nacht vom 21. Juni 2013 im Zoo Halle geboren wurden.
In den zeitigen Morgenstunden des heutigen Tages war es dann soweit: unter Aufsicht der Raubtierkuratorin und wissenschaftlichen Mitarbeiterin Dipl. Biologin Jutta Heuer, wurde "Sahaja" zum Transport verladen.

Vorausgegangen war ein mehrwöchiges Training, um die Tigerin an die Transportkiste zu gewöhnen und somit unnötigen Stress für die Großkatze zu vermeiden.

Dazu wurde die Transportbox über einen längeren Zeitraum als Futter- und Ruheplatz im Tigergehege aufgestellt, so dass "Sahaja" diese als Teil ihrer natürlichen Umgebung wahrnimmt bzw. sich an den Aufenthalt darin gewöhnt. Für die Reise hat sich die Kuratorin für einen schnellen Transporter entschieden, um die Reisezeit zum britischen Zoo in der Nähe von Dover so kurz wie möglich zu halten.
Bereits heute Abend wird "Sahaja" in ihrem neuen Zuhause eintreffen. Am

Freitagabend wird Frau Heuer im Zoo zurückerwartet, dann in "Begleitung" der malaysischen Tigerin "Momoe", welche für eine Fortsetzung der erfolgreichen Zucht einer der seltensten Tigerunterarten sorgen soll. Der hallesche Zoo ist Europas führender Zuchtzoo für diese extrem bedrohte Art, deren weltweiter Bestand auf nur noch 500 Exemplare geschätzt wird, wovon etwa die Hälfte in Zoos lebt.

Tigerin "Sahaja" | Foto: Zoo Halle

Erfolgreiches Nachzuchtprogramm in Halle
Der hallesche Bergzoo ist seit längerem der führende europäische Zuchtzoo für den vom Aussterben bedrohten Malaysia-Tiger, auch malaysischer Tiger oder Jackson-Tiger (Panthera tigris jacksoni) genannt. Erst 2004 wurde nach langwierigen Forschungen und Genanalysen entdeckt, dass es sich um eine eigenständige Unterart (Subspezies) handelt. Davor wurden diese Tiger als Vertreter des Indochinesischen Tigers angesehen. Der Malaysische Tiger ist laut der Umweltorganisation WWF die neunte beschriebene Unterart der Raubkatze.

Mit Tigerkater Sompon, verfügt der Zoo Halle derzeit über einen der wohl weltweit aktivsten "Tigerväter". Bisher hat Sompon insgesamt 18 Jungtiger gezeugt, von denen 13 Tiere überlebten und heute in ganz Europa verteilt sind. "Sahaja" entstammt dem letzten Wurf der Tigerin "Cindy", welche ebenfalls bereits zahlreichen Jungtieren im Bergzoo das Leben schenkte. Mit der 7 Jahre alten Tigerin "Momoe", welche der Zoo Halle im Austausch gegen "Sahaja" vom "Rare Species Conservation Centre" im britischen Kent erhält, erhofft sich die hallesche Raubtierkuratorin Jutta Heuer eine Fortsetzung der erfolgreichen Zucht.

Das besondere an "Momoe" ist, dass sie der derzeit einzige mit den bisherigen halleschen Nachzuchten unverwandte malaysische Tiger in Europa ist und somit wieder "frisches Blut" in die neue Nachzucht bringt.
"Momoe" ist eine Handaufzucht und wurde in einem Wildlife Conservation Park im malaysischen Borneo geboren, bevor sie mit einem weiteren Tiger nach Kent importiert wurde. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit in Halle, wird "Momoe" dann hoffentlich mit Tigerkater Sompon für erneuten Nachwuchs sorgen, welcher von vielen europäischen Zoos bereits sehnsüchtig erwartet wird.

Tigerin "Momoe" | Foto: Zoo Halle

"Binny und der Geist" dreht im Bergzoo Halle

Halle. Zoo. Vor zwei Wochen fiel die erste Klappe für neue Folgen der von UFA Fiction im Auftrag des Disney Channel produzierten Jugend-Krimi-Serie "Binny und der Geist". Jetzt wird der Bergzoo in Halle zum Drehort. Nach der erfolgreichen Ausstrahlung der ersten 13 Episoden, gehen Merle Juschka (Binny) und Johannes Hallervorden (Geist Melchior) erneut auf spannende Gaunerjagd. Ebenfalls wieder mit dabei sind Binnys Eltern, gespielt von Katharina Kaali ("Türkisch für Anfänger") und Steffen Groth ("Doctor's Diary").

Über "Binny und der Geist"
Krimi trifft Comedy, letztes Jahrhundert trifft Hier und Heute, Geister-Junge trifft Teenie-Mädchen: Binny ist mit ihren Eltern nach Berlin gezogen. Kaum eingezogen, stellte die 13-Jährige fest, dass sie ihr Zimmer mit einem adligen Geist teilt: Melchior ist schon seit hundert Jahren ein Geist und passt so gar nicht in Binnys neues Leben. Um den lästigen Mitbewohner loszuwerden, gibt es nur eine Lösung: Binny muss Melchior helfen, das große Geheimnis um seine rätselhafte Vergangenheit und die Geisterwerdung aufzuklären. Dabei löst die WG wider Willen als geniales Ermittlerduo, jede Menge spannende Fälle und bringt Schritt für Schritt mehr Licht in Melchiors Vergangenheit.

Bergzoo Halle eröffnet Fütterungsstelle für Lesehungrige - Erster deutscher Bücherschrank mit Telefonanschluss

Halle. Zoo. Auch im Zeitalter der Spielekonsolen, Smartphones, e-Books und anderen digitalen Annehmlichkeiten, geschehen es noch "Zeichen und Wunder" für eine Rückbesinnung auf eher traditionelle Freizeitvergnügen. Die gelbe Telefonzelle im halleschen Bergzoo, seit längerem schon ein Novum, erhält unter Beibehaltung des installierten Münztelefons ab sofort eine neue Nutzung: Die Freunde der Stadtbibliothek haben mit Unterstützung des Zoos die alte Telefonzelle in eine "Fütterungsstelle" für Lesehungrige verwandelt, in der die Zoobesucher ab sofort Bücher zum Schmökern vor Ort und kostenlosen Mitnehmen finden. "Bücherschränke" in ausgedienten Telefonzellen gibt es inzwischen viele in Deutschland, doch die Telefonzelle im halleschen Zoo ist die erste ihrer Art in Sachsen-Anhalt und tatsächlich die einzige mit einem funktionierendem Münztelefon Deutschlandweit. Halle ist somit um ein paar weitere Alleinstellungsmerkmale reicher.

Die Bücher stammen übrigens von Hallensern, welche ihre Bücher nicht einfach entsorgen wollen, sondern sie zwecks einer weiteren Nutzung dem Förderverein der Stadtbibliothek geschenkt haben. Zoo und Bibliotheksfreunde unterstützen damit ein wichtiges Anliegen vieler Bücherfans - die Weiternutzung von Literatur. Besonders Kinder und sozial schwächere Familien sollen davon profitieren, denn zunehmend wachsen Kinder in Haushalten ohne Bücher auf, bzw. können sich viele Familien neue Bücher oft nicht leisten. Die damit einhergehende Leseförderung ist den Bibliotheksfreunden ein weiteres wichtiges Anliegen. Wer also beim nächsten Zoobesuch mit einem guten Buch eine kleine Lesepause einlegen möchte oder seine eigene Bibliothek etwas erweitern will, der ist hier genau richtig. Einen Beutel zum wegtragen von Lektüre mitzubringen ist nicht nur erlaubt sondern erwünscht, den die Telefonzelle wird wöchentlich durch die Bibliotheksfreunde mit Büchern neu aufgefüllt.
Der "Bücherschrank mit Telefonanschluss befindet sich in unmittelbarer Nähe des Krokodilhauses am Zugang zum Wirtschaftshof des Zoos.

Wöchentliche Untersuchungen der tragenden Elefantenkühe Bibi und Tana

Halle. Zoo. Nach der kürzlich bestätigten Schwangerschaft der beiden halleschen Elefantenkühe Bibi und Tana, werden diese nun besonders aufmerksam von den Tierpflegern beobachtet. Dazu werden wöchentliche Urinproben genommen sowie regelmäßig Untersuchungen durchgeführt, um neue Aufschlüsse über den Schwangerschaftsverlauf sowie den Gesundheitszustand der beiden Elefantenmütter zu erhalten.
Während bei Bibi die Geburt im September diesen Jahres erwartet wird, rechnet man bei Tana nicht vor Mitte nächsten Jahres mit der Geburt eines Jungtieres.

Unter Leitung des Elefantenkurators Frank Müller werden derzeit in einer Arbeitsgruppe bestehend aus Zoodirektor, Tierpflegern, Tierarzt und externen Experten verschiedene Geburtsszenarien diskutiert, um eine für Jungtiere und Mütter möglichst natürliche und sichere Geburt zu gewährleisten. Voraussichtlich wird man dabei auf eine Geburt in Anwesenheit der Herde setzen.

Foto: Elefantenpfleger Ronny Neumann während der Abnahme einer Urinprobe bei Tana.
Foto: Zoo Halle

Nach dem tragischen Vorfall in 2013, in dem die bisher zweifache Mutter Bibi ihr drittes Jungtier "im Affekt" getötet hat, sind die Verantwortlichen des Zoos in dieser Hinsicht besonders sensibilisiert. Trotzdem ist allen Beteiligten klar, dass der Verlauf der beiden Schwangerschaften sowie der Geburten in ihren natürlichen Werdegängen nur wenig zu beeinflussen sind.
"Alles menschenmögliche was getan werden kann, um die Gesundheit der zu erwartenden Jungtiere aber auch der Mütter zu gewährleisten, wird auch getan", so der Elefantenkurator Frank Müller. "Trotzdem bleiben immer gewisse Risiken, da zum Beispiel ein unmittelbares Eingreifen in den Geburtenvorgang faktisch nicht möglich ist". So bleibt allen nur die Hoffnung, dass beide Elefantenkühe die Schwangerschaft komplikationslos überstehen und gesunde Jungtiere unter möglichst artgerechten Bedingungen zur Welt bringen, bzw. sich derer auch fürsorglich annehmen.
Bibi hatte bereits ihr erstes Jungtier im Beisein der damaligen Herde im Berliner Zoo zur Welt gebracht, danach ihr zweites, jetzt im Zoo Halle lebendes Jungtier "Panja", ebenfalls in Berlin jedoch unter ähnlichen Bedingungen wie bei der letzten Geburt in Halle.
Beide Geburtsszenarien, in der Herde und allein, werden in Zoos weltweit praktiziert. Allerdings kann bisher keine wirklich zuverlässige Aussage darüber getroffen werden, welches davon das für Jungtier und Mutter bessere und sicherere Szenario ist. Dies hat auch mit den unterschiedlichen Haltungsmethoden bzw. der Herdenzusammensetzung zu tun.
Im Zoo Halle wird mit der sogenannten "Protected Contact" Methode eine geschützte und "freundschaftliche" Umgangsform zwischen Pfleger und Tier angewendet. In einigen Tiergärten und auch den Ursprungsländern selbst, werden Elefanten jedoch auf einer autoritätsbasierenden sowie direkten und somit ungeschützten Kontaktbasis zwischen Pfleger und Tier gehalten. Im Bergzoo werden zudem ausschließlich afrikanische Elefanten gehalten, welche auch andere Haltungs- und Umgangsanforderungen haben.

Mehr Besucher im vergangenen Jahr

Halle. Zoo. Das vergangene Jahr brachte dem Zoo Halle mehr Besucher als in den Vorjahren. Insgesamt 330.452 Besucher wurden gezählt, womit selbst das Rekordjahr 2011 in welchem der Bergzoo sein 110 jähriges Bestehen mit damals rund 323.000 Besuchern feierte, nochmals übertroffen wurde. Ein wichtiger Faktor waren die ungewöhnlich milden Temperaturen in den Wintermonaten sowie ein nicht zu heißer Sommer. Letztere trübte zwar die Stimmung der Freibadbetreiber, für den Zoo war es aber Idealwetter. Aber auch viele neue sowie bewährte Veranstaltungen sorgten für neue Rekorde bei den Teilnehmerzahlen. Insbesondere die Fliederwochen, die Zoonächte, die Zootage sowie die Publikumslieblinge Lampion-Nacht und Halloween lockten allein über 25.000 Besucher in den Zoo.

Auch bei den auswärtigen Besuchern wurden gute Zuwächse verzeichnet. Lag über viele Jahre der Besucherprozentsatz welcher nicht direkt aus Halle kam bei rund 15%, konnte dieser durch die Teilnahme des Zoos auf vielen Messen und Freizeitveranstaltungen in Sachsen-Anhalt und Sachsen, auf über 20% gesteigert werden. Spitzenreiter bilden dabei traditionell der Saalekreis und die im Umkreis von 50 Kilometern liegenden Städte und Gemeinden mit ca. 40.000 Besuchern im vergangenem Jahr, aber auch Leipzig und seine Umgebung bescherte dem Bergzoo mit rund 11.000 Besuchern einen neuen Spitzenwert. Insbesondere in der sächsischen Nachbarstadt wird der hallesche Zoo immer beliebter. Bei einem im Vergleich zum Leipziger Zoo bestehenden Preisunterschied der Eintrittsgelder von bis zu 10 Euro pro Person und durch seine überschaubare Größe, welches ihn insbesondere für Familien mit kleineren Kindern attraktiv macht, wird der hallesche Zoo bei den Sachsen verstärkt als Ausflugsalternative zu eigenen Angeboten wahrgenommen. Auf den ersten Blick ungewöhnlich, aber durch eine konstante Erfassung der Besucherpostleitzahlen belegt, fanden z. B. auch über 1.500 Besucher aus Brandenburg und mehr als 1.000 Besucher aus Bayern den Weg in den halleschen Zoo. Letzteres ist wiederum auf die hauptsächlich vom halleschen Zoomarketingteam initiierten und gemeinsam mit dem Stadtmarketing und anderen halleschen Partnern verstärkt deutschlandweit durchgeführten PR-Aktionen zurückzuführen, welche den Zoo als eines der Besucher-Highlights der Saalestadt herausstellen.

Der Trend zu steigenden Besucherzahlen setzt sich auch im neuen Jahr fort. Trotz Schmuddelwetter und teils ungemütlicher Temperaturen kamen im Januar 2015 bereits über 12.000 Besucher in den Zoo Halle. Dabei konnten sich diese davon überzeugen, dass der Bergzoo auch in der kalten Jahreszeit viele schöne Seiten hat und sich die Tiere trotz niedriger Temperaturen gut beobachten lassen. Wem es draußen zu kalt ist, der kann sich in einem der sechs beheizten Tierhäuser aufwärmen und beim Anblick der teilweise tropischen Flora und Fauna in Gedanken in wärmere Gefilden reisen. Mit ca. 30 Grad ist das Krokodilhaus Temperaturspitzenreiter unter den Miniaturbiotopen des Zoos und präsentiert eine Vielfalt aus Echsen, Schildkröten, Fischen und Vögeln sowie tropischen Pflanzen. Einer der Publikumslieblinge ist nach wie vor das Totenkopfaffenhaus, welches mit knapp 60 Tieren die größte Totenkopfaffenzuchtgruppe in Deutschland präsentiert. Bis Ende nächster Woche wird an den Wochentagen auch ein spezielles Ferienprogramm angeboten. Dabei können Kinder helfen Beschäftigungsfutter für die Tiere herzustellen und im Anschluss beobachten, was diese alles anstellen, um an die gut verpackten Leckereien zu gelangen. Tierpfleger erläutern dazu den Sinn dieser Aktionen und erzählen spannende Geschichten über Ihre Schützlinge. Wer es also bisher nicht geschafft hat den Zoo zu besuchen, sollte sich nicht scheuen wieder einmal verbeizuschauen - denn ein Besuch lohnt sich zu jeder Jahreszeit.

Erfolgreiche Nachzucht bei Schokoladenfrosch & Co

Halle. Zoon. Im Bergzoo haben die Schokoladenfrösche und ihre Artgenossen wieder Nachwuchs. Das Patentier der Halloren Schokoladenfabrik, welches es auch als Kinderschokolade und Plüschtier gibt, zählt zu den populärsten Vertretern seiner Art im halleschen Zoo. Der verführerische Name sollte jedoch nicht über den "wahren Charakter" dieser kleinen und stark bedrohte Pfeilgiftfroschart aus Peru hinwegtäuschen. Bei giftigen Tieren denkt man im Allgemeinen an Schlangen, Spinnen und Skorpione, aber zum Beispiel der Schreckliche Pfeilgiftfrosch (Phyllobates terribilis als unmittelbarer "Verwandter" des Schokoladenfrosches, trägt seinen Namen zu Recht. Das Gift des knallgelben, nur 4-5 cm kleinen Frosches ist eine der giftigsten natürlichen Substanzen überhaupt und kann einen Menschen problemlos töten, wenn es in die Blutbahn gelangt. Die Indianer in Kolumbien benutzen das Hautgift für ihre Blasrohrpfeile. Aber keine Sorge, die Exemplare im halleschen Bergzoo sind harmlos. Pfeilgiftfrösche nehmen die giftigen Bestandteile mit ihrer natürlichen Nahrung im Regenwald auf und deshalb verliert sich die Giftigkeit nach 6-12 Monaten in menschlicher Obhut.

Die Zoobesucher finden den Schokoladenfrosch im Affenhaus zusammen mit Goldbaumsteigern und Schrecklichen Pfeilgiftfröschen. Momentan ist der Bergzoo bei der Nachzucht dieser Tiere sehr erfolgreich. Mit etwas Glück können die Frösche mit kleinen dunklen Quappen auf dem Rücken beobachtet werden, die diese mit sich herumtragen oder in Bromelien sowie kleinen Plastedosen ablegen. Die kleinen Kaulquappen werden dann später von den Pflegern eingesammelt und einzeln aufgezogen. Bevor es soweit ist, legen die Frösche ihre Eier anfangs im Wasser und nach etwa 10 Tagen schlüpft eine winzige Kaulquappe. Diese durchläuft dann über etwa 3 Monate mehrere Metamorphosen bis zum fertigen kleinen Frosch. Die Quappen entwickeln sich ausschließlich sich im Wasser, wobei sie sich in der freien Natur von zumeist pflanzlichen Überesten ernähren. Im Zoo werden sie ersatzweise vor allem mit Fischfutter gefüttert. Als fertige Frösche verlassen sie dann sofort das Wasser und stellen ihre Nahrung auf winzige Insekten um. Ab diesem Zeitpunkt dauert es etwa weitere 18 Monate, bis die anfangs nur 5 mm kleinen Jungfrösche geschlechtsreif und dann mit 2 bis 2,5 cm Größe bei den Schokoladenfröschen sowie mit 4 bis 5 cm bei den Schrecklichen Pfeilgiftfröschen als ausgewachsen gelten. Der hallesche Zoo hält derzeit 15 erwachsene Schokoladenfrösche sowie 35 Jungfrösche und 20 Kaulquappen. Bei den Schrecklichen Pfeilgiftfröschen sind es 9 erwachsene Frösche, 32 Jungfrösche und 20 Kaulquappen.

Inzwischen sind weltweit die meisten Froscharten bedroht, so auch die zahlreichen Arten der knallbunten oder schokoladig braun-weiß gefleckten Pfeilgiftfrösche. Schuld daran ist leider, wie bei vielen anderen Umweltbedrohungen auch, unsere eigene Spezies. Diesmal nicht, weil wir wie so oft in anderen Fällen den Lebensraum der Tiere zerstören, sondern weil ein winziger Krankheitserreger durch den Menschen bis in den dichtesten Dschungel verschleppt wurde. Es ist der Chytridpilz, der schon ganze Froschpopulationen dahin gerafft hat. Zoos, Natur- und Artenschutzorganisationen sind daher weltweit aufgerufen, Erhaltungszuchtprogramme für Amphibien zu etablieren, sozusagen eine Arche für Frösche. Mit der erfolgreichen Nachzucht und Abgabe der Frösche an andere Zoos, leistet der Zoo Halle somit einen wichtigen Beitrag im Rahmen Europäischer Erhaltungszuchtprogramme.

Tierpatenschaft für Seebär Diege wird verlängert

Halle. Zoo. Der hallesche Bergzoo hat es sich zum Ziel gesetzt, seine Besucher auf die Notwendigkeit und Möglichkeiten nachhaltigen Handelns aufmerksam zu machen. Zahlreiche Hinweisschilder an diversen Tieranlagen ebenso wie Führungen und Veranstaltungen im Zoo informieren über diesen wichtigen Themenkomplex. Am Beispiel der Südamerikanischen Seebären zeigt sich: Die Bedrohung dieser Tierart ist u. a. durch schwindende Fischbestände auf Grund der Meeresüberfischung begründet. Der aufgeklärte Konsument hat wiederum die Chance sich z.B. durch den bewussten Einkauf zertifizierter Produkte "klima- und umweltfreundlich" zu verhalten und damit auch den Artenschutz zu unterstützen. Somit ist auch unser Seebär Diego ein "Botschafter" für den Natur- und Klimaschutz.

Die Förderer und Freunde des halleschen Bergzoos freuen sich deshalb, dass auch Tierpaten wie die Firma Alfahosting aus Halle diese Gedanken bewusst aufgreifen. In deren Statement heißt es: "Wir werden die seit 2012 bestehende Tierpatenschaft für den Seebären Diego im halleschen Bergzoo um ein weiteres Jahr verlängern. Mit der jährlich auf 1.000 Euro dotierten Patenschaft möchten wir auch ein Zeichen für den Natur- und Klimaschutz setzen, da Seebären von der Zerstörung ihres natürlichen Lebensraumes bedroht sind und der hallesche Zoo sich im Rahmen des Artenschutzprogrammes Europäischer Zoos auch für den Erhalt dieser bedrohten Tierart einsetzt. Wir freuen uns daher, dass wir neben unseren stromsparenden Technologien somit auch direkt in unserer Stadt einen Beitrag zum Umweltschutz leisten können.".

Die Erneuerung der Tierpatenschaft und die Übergabe der Patenschaftsurkunde für Seebär Diego wird 19.01.2015 stattfinden.

Malaysischer Tiger Somphon freut sich über neuen Paten

Halle. Zoo. Unseren malaysischen Tiger "Somphon", geboren am 08.02.2002, erhielten wir aus dem Zoo Animal World Safari, Malaysia. Erfreulich sind die Zuchterfolge, denn unser Tiger-Männchen hat 13 Kinder und 4 Enkel, die jetzt in verschiedenen Zoos leben. Der malaysische Tiger gehört zu einer Unterart, die nur sehr selten in Zoos gehalten wird. In ihrer Heimat sind sie stark vom Aussterben bedroht, in einigen Gebieten bereits völlig ausgestorben.

Kern-Haus als neuer Tierpate von Somphons ist fasziniert von dem Tiger und seinem Lebensraum. Herr Lederer von der Firma Kern-Haus meinte nach seinem Rundgang "Hier können sich die Zoobesucher richtig gut erholen. Wir finden es beeindruckend, was man über und sogar von den Tieren lernen kann. Vor allem verdienen sie unseren Respekt. Das fühlt man besonders, wenn man einen Tiger beobachtet."

Daher hat das Kern-Haus sich entschieden, den Zoo zu unterstützen und übernimmt die Patenschaft von "Somphon" im Wert von 1.500 Euro jährlich.

Halle Lions übernehmen Löwen-Patenschaft

Die Jägerinnen pirschen sich an ihr Ziel heran. Jede kennt ihre spezielle Aufgabe und gemeinsam erlegen sie ihre Beute. Kraft, Mut, ein sicherer Instinkt für die richtige Situation und natürlich der Zusammenhalt der Gruppe, das sind die Fähigkeiten, die für Löwinnen zählen.

"Ein besseres Vorbild lässt sich für unsere Mannschaft kaum finden", meint Dr. Cornelia Demuth, Vorstandsvorsitzende des Trägerverein Halle Lions Basketball e. V. Ihre Schützlinge werden deshalb in dieser Saison die Tierpatenschaft für die Löwin "Nyla" im halleschen Bergzoo übernehmen. Die Halle Lions werden dazu am 19. August 2014 die Patenschaftsurkunde im Raubtierhaus entgegennehmen.

(Ele)fantastische Kunst für einen guten Zweck

Halle. Zoo. Malende Elefanten im Bergzoo? Was auf den ersten Blick wie ein verspäteter Aprilscherz wirkt ist in Wirklichkeit Teil eines Beschäftigungsprogrammes im Elefantenrevier Halle. Elefanten sind hochintelligente Tiere und der spielerische Umgang mit den natürlich lebensmittelechten Farben macht Ihnen anscheinend großen Spaß. Malende Tiere sind an sich nichts Neues. Insbesondere von Menschenaffen gemalte Bilder haben es sogar in namhafte Galerien geschafft und sind auf dem nationalen und internationalen Kunstmarkt teilweise zu Höchstsummen versteigert worden.
Die kolossalen Maler und Ihre Pfleger im Bergzoo Halle haben allerdings nicht so hohe Ansprüche. Trotzdem hat sich besonders der 13 Jahre alte Elefantenbulle Abu als "kleiner Meister" entpuppt als er erst kürzlich mit seinem Rüssel insgesamt 7 Bilder malte.

Die farbenfrohen Kreationen geben Raum für allerlei Interpretationen wobei man davon ausgehen kann, dass für Abu nur der Spaß im Spiel mit den Farben im Vordergrund stand. Letztlich stellt aber jedes Bild ein absolutes Unikat dar und dürfte schon allein durch die Natur seines Erschaffers über hohen Seltenheitswert verfügen.
Die Tierpfleger des Elefantenhauses im Zoo Halle sind nun auf die spontane Idee gekommen diese Bilder für einen guten Zweck zu versteigern. Da viele von ihnen Besitzer von Hunden aus dem städtischen Tierheim sind, welches vom Zoo Halle im Auftrag der Stadt betrieben wird, entschlossen sie sich kurzerhand die aus der Versteigerung erlösten Gelder für die Hilfe und medizinische Versorgung von Straßenhunden zu verwenden. Die Versteigerung wurde nun auf der Facebookseite des Elefantenhauses Halle ausgeschrieben und soll bis zum 113. Geburtstag des halleschen Bergzoos laufen.
Fotos: Zoo Halle  

Die Personen welche bis Mitternacht des Zoojubiläums am 23. Mai am meisten geboten haben, bekommen dann je ein Bild von Abu.
Die Bekanntgabe der erfolgreichen Bieter und Übergabe der Bilder erfolgt im Rahmen des großen Zoogeburtstagsfestes am 24.05.2014.

Mitbieten kann jeder über die Facebook-Seite des Elefantenhauses Halle unter https://www.facebook.com/pages/Elefantenhaus-Zoo-Halle/121581147996706.

Familie übernimmt Tierpatenschaft

Halle. Zoo. Tiere beobachten macht Spaß. Das finden auch Sabine und Klaus-Peter Albrecht aus Landsberg Ortsteil Braschwitz. Und wenn man dies regelmäßig tut, kann man gut die unterschiedlichen Verhaltensweisen der einzelnen Tiere studieren, z. B. bei den Elefanten im halleschen Bergzoo. "Mafuta ist die Chefin. Selbstbewusst greift sie ein, wenn es zwischen den anderen eine Rangelei gibt", so die Beobachtung von Klaus-Peter Albrecht. Als die Entscheidung fiel, eine Tierpatenschaft zu übernehmen, wurde man sich schnell einig: Mafuta, für die sich auch das jüngste Mitglied der Familie Albrecht, der 1½-jährige Emil, bereits sehr interessiert, soll es sein. "Wir möchten ihm schon frühzeitig Respekt, Wertschätzung und Liebe für Tiere vermitteln, das liegt uns am Herzen. Deshalb geht unser Enkel auch sehr oft und gerne in den Zoo", ergänzt Sabine Albrecht.

Tiere im Zoo haben spendable Fans - Grosse Patenschaftsübernahme durch hallesche dm-Drogeriemärkte

Halle. Zoo. Lissa und die anderen Löwen im Bergzoo liegen ruhig in ihrem Gehege. Plötzlich kommt Bewegung in die Gruppe. Die beiden Weibchen nehmen eine lauernde Stellung ein und Löwe Bono lässt sein gewaltiges Brüllen ertönen.

Sehen, hören, riechen und manchmal sogar fühlen - das sind Eindrücke, die Besucher mitnehmen, wenn sie den Tieren im Zoo ganz nahe kommen. Und das ist auch eine Erklärung dafür, warum es Menschen gibt, die sich nicht nur mit einem Zoobesuch zufrieden geben, sondern ganz erhebliche Beträge in Form von Tierpatenschaften spenden. So ist es auch für Löwin Lissa, Seebär Pontos, Braunbärin Conny und Schimpansin Banghi, denn diese Zoobewohner sind ab März 2014 die neuen Schützlinge von vier halleschen Filialen der dm-Drogeriemarktkette. Für die vier Patenschaften kommt insgesamt der stolze Betrag von 5.000 Euro zustande.

"Wir dm-Mitarbeiter sind fasziniert von Tieren und möchten uns in Halle sozial engagieren. Deshalb haben wir uns für Tierpatenschaften im Zoo entschieden." so Frau Claudia Ecke, Filialleiterin des dm-Drogeriemarktes in der Leipziger Straße. "Um auch unsere Kunden in die Aktion mit einzubeziehen und auf den Zoo aufmerksam zu machen, verlosen unsere halleschen Filialen Gutscheine für Jahres- und Familienkarten zum Eintritt in den Zoo."

1111. Tierpatenschaft für das Urmel aus dem Bergzoo

Halle. Zoo. "Das Urmel" aus dem Bergzoo ist im Gegensatz zu der beliebten Kinderbuchfigur von Max Kruse kein kleiner Dinosaurier, sondern ein junger Humboldtpinguin.
Das "Zoo-Urmel" wird Patentier, und zwar von vier Damen, die damit auch die 1111. Tierpatenschaft im Zoo Halle übernehmen.
Fotos: Zoo Halle

Offizielle Namenstaufe des jungen Ameisenbären im Zoo Halle

Halle. Zoo. Heute wurde der fast 3 Monate alte Ameisenbär-Nachwuchs im Zoo Halle feierlich auf den Namen Eusébio getauft.
In Anwesenheit zahlreicher Medienvertreter, tauften Kuratorin Jutta Heuer, Revierleiter Sven Zeidler und Zoodirektor Andreas Jacob den kleinen Ameisenbären mit einem Glas Sekt unter Verwendung einer symbolischen Plüschvariante.
Nach einer öffentlichen Ausschreibung über die halleschen Medien sowie über die Zoo-Facebookseite zur Namensfindung, mit der einzigen Vorgabe einen Portugiesischen Namen vorzuschlagen welcher mit E beginnt, wurde der Favorit

dann an Hand der meist vorgeschlagenen Namen ermittelt. Sicherlich auch beeinflusst von der Nachricht über das Versterben des berühmten Fußballers Esuébio da Silva Ferreira machte der Name Esuébio für den kleinen Ameisenbären das Rennen.

Esuébio da Silva Ferreira gehörte zu den Legenden seines Sports. 15 Jahre lang spielte er für Benfica Lissabon, 1962 führte er das Team zum Gewinn des Europapokals der Landesmeister, dem Vorgängerwettbewerb der heutigen Champions League. Bei der Weltmeisterschaft 1966 in England wurde er Torschützenkönig und erreichte mit Portugal den dritten Platz.

Das am 06.11.2013 geborenes Jungtier ist bereits das 5. Jungtier der halleschen Ameisenbär-Eltern Stella und Pedro welches somit zu einer der erfolgreichsten Zuchtpaare Europas zählt. Mittlerweile sind Esuébios 4 Geschwister in den Zoos von Dortmund, Longleat Safari in Großbritannien, Belfast und Köln heimisch geworden. Inzwischen hat das hallesche Ameisenbär-Paar sogar 5 Enkel, welche in Dortmund und Longleat (GB) das Licht der Welt erblickt haben.
Esuébio selbst hat sich mit seinen fast 3 Monaten bisher großartig entwickelt. Er wiegt nahezu 3700 g und verlässt bereits oft den schützenden Rücken der Mutter. Typischerweise werden Jungtiere bei den Ameisenbären auf dem Rücken der Mutter transportiert.

Sie halten sich selbständig im Fell der Mutter fest und sitzen meist an der Schwanzwurzel. Die Fellzeichnung der Mutter findet sich dabei im Jungtier wieder, so dass ein Ameisenbär-Baby nur sehr schwer zu entdecken ist. Auf Grund der ungünstigen Witterung ist das Jungtier mit der Mutter derzeit ausschließlich in einem Innengehege untergebracht welches für Besucher nicht zugänglich ist. Deshalb hat die zuständige Kuratorin Jutta Heuer extra am Kleintierhaus einen Monitor installieren lassen, auf dem ein Video über Mutter und Kind gezeigt wird.
Fotos: Zoo Halle
Esuébio auf dem Rücken von Mutter Stella
 

Große Ameisenbären gehören zu einer sehr alten und ursprünglichen Tiergruppe, den Nebengelenktieren, die es heute nur noch in Südamerika gibt. Sie zählen außerdem zu den Nahrungsspezialisten, da sie sich in der Natur ausschließlich von Ameisen und verschiedenen Termiten ernähren. Ihr zahnloses langes rundes Maul mit der bis zu 60 cm langen klebrigen Zunge und die scharfen Klauen an den Vorderbeinen sind geeignete Werkzeuge, um die Termiten aus ihren Bauen zu holen. Die langen harten Haare und der buschige Schwanz halten Regen ab und verhindern Verletzungen durch scharfe Dornen in ihrem natürlichen Lebensraum. Da sie in diesem stark bedroht sind, gibt es ein europäisches Arterhaltungsprogramm (EEP) und ein weltweites Zuchtbuch.

Bauverein Halle & Leuna EG erneuert zum zweiten mal die Patenschaft für Elefantenkuh Bibi

Halle. Zoo. Am 15.01.2014 erneuert die Bauverein Halle & Leuna e G ihre mehrjährig bestehende Patenschaft für Elefantenkuh "Bibi". Erstmals 2012 abgeschlossen und bereits im vorigen Jahr verlängert, übernimmt das hallesche Wohnungsunternehmen die mit 2.500 Euro dotierte Patenschaft für Bibi im dritten Jahr. Neben der offiziellen Patenschaftsübernahme kümmert sich das Team des Bauvereins auch übers Jahr hinweg rührend um das "Patenkind". Dazu gehören Besuche bei Bibi mit speziellen Leckereien durch Mitarbeiter des Bauvereins sowie regelmäßige Berichterstattungen im Mietermagazin.

Der im Zoo für Patenschaften zuständige Zooförderverein, vertreten durch die stellvertretende Vorsitzende Frau Irmela Dorn und Vorstandsmitglied Frau Susanne Glaubitz, sowie Zoodirektor Andreas Jacob überreichen dabei an Vertreter der Bauverein Halle & Leuna eG die Patenschaftsurkunde. Auch ein "hautnaher" Kontakt mit Bibi sowie extra Leckereien sind dabei vorgesehen.

Erneuter Zuchterfolg bei den Großen Ameisenbären

Halle. Zoo. Freudige Nachrichten aus dem Bergzoo. Bereits Anfang November wurde zum wiederholten Male ein großer Ameisenbär geboren. Das am 06.11.2013 geborenes Jungtier ist ein Männchen und das Geburtsgewicht betrug 1.300 g. Heute wiegt er bereits 2243 g. Mutter Stella ist den Pflegern gegenüber sehr zutraulich. Deshalb wurde das Jungtier anfangs jeden Tag gewogen und sogar Ultraschalluntersuchungen bei der trächtigen Mutter waren kein Problem, wenn sie während der Untersuchung mit Lieblingsfutter verwöhnt wurde.

Typischerweise werden Jungtiere bei den Ameisenbären auf dem Rücken der Mutter transportiert. Sie halten sich selbständig im Fell der Mutter fest und sitzen meist an der Schwanzwurzel.

Die Fellzeichnung der Mutter findet sich dabei im Jungtier wieder, so dass ein Ameisenbärbaby nur sehr schwer zu entdecken ist. Der neue Bergzoobewohner ist allerdings bereits sehr fit und verlässt manchmal jetzt schon den schützenden Rücken der Mutter.
Ameisenbär-Nachwuchs im Zoo Halle
Foto: Zoo Halle

Allerdings ernährt er sich derzeit noch ausschließlich von Muttermilch. Auf Grund der ungünstigen Witterung ist das Jungtier mit der Mutter derzeit ausschließlich in einem Innengehege untergebracht welches für Besucher nicht zugänglich ist. Deshalb hat die zuständige Kuratorin Jutta Heuer extra am Kleintierhaus einen Monitor installieren lassen, auf dem ein Video über Mutter und Kind gezeigt wird. Letzteres ist übrigens noch namenlos. Klar ist lediglich, der Name soll mit dem Buchstaben E anfangen und ein spanischer oder portugiesischer Name sein. Der Zoo bittet daher alle Zoofreunde bis zum Jahresende Namensvorschläge per email an medien@zoo-halle.de oder über Facebook einzusenden. Der meist vorgeschlagene Name wird dann dem Ameisenbär im Januar per Namenstaufe verliehen.

Es ist bereits das 5. Jungtier dieses Elternpaares welches auch alle anderen Jungtiere problemlos aufgezogen hat. Mittlerweile sind diese in Zoos von Dortmund, Longleat Safari in Großbritannien, Belfast und Köln heimisch geworden. Inzwischen hat das hallesche Ameisenbärpaar sogar 5 Enkel, welche in Dortmund und Longleat (GB) das Licht der Welt erblickt haben. Noch vor 10 Jahren war die Geburt eines Ameisenbären in einem Zoo eine Sensation, heute werden diese außergewöhnlichen Tiere in verschiedenen Zoos in Deutschland und Europa erfolgreich gezüchtet. Dies ist sicher auf die gut abgestimmte Ersatznahrung anstatt der sonst natürlichen und namensgebenden Ameisenhauptspeise sowie auf die mittlerweile umfangreichen Haltungserfahrungen zurückzuführen. Große Ameisenbären gehören zu einer sehr alten und ursprünglichen Tiergruppe, den Nebengelenktieren, die es heute nur noch in Südamerika gibt. Sie zählen außerdem zu den Nahrungsspezialisten, da sie sich in der Natur ausschließlich von Ameisen und verschiedenen Termiten ernähren. Ihr zahnloses langes rundes Maul mit der bis zu 60 cm langen klebrigen Zunge und die scharfen Klauen an den Vorderbeinen sind geeignete Werkzeuge, um die Termiten aus ihren Bauen zu holen. Die langen harten Haare und der buschige Schwanz halten Regen ab und verhindern Verletzungen durch scharfe Dornen in ihrem natürlichen Lebensraum. Da sie in diesem stark bedroht sind, gibt es ein europäisches Arterhaltungsprogramm (EEP) und ein weltweites Zuchtbuch.

Saalesparkassenvorstand überreicht Scheck über 350.000 Euro an Zoo Halle

Halle. Zoo. Die Saalesparkasse ist seit 2011 neben der Stadt Halle der größte Förderer des Zoo Halle. Vor zwei Jahren schloss die Saalesparkasse mit dem Zoo Halle einen Sponsoringvertrag über eine jährliche Zuwendung von 350.000 Euro ab, welcher vor einigen Wochen durch den Vorstandsvorsitzenden Friedrich Stumpf mit der Übergabe eines Schecks über den gesamten Jahresbetrag erneuert wurde. Im Beisein von Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand, übergab der im Dezember diesen Jahres in den Ruhestand ausscheidende Vorstandsvorsitzende, den Scheck an Zoodirektor Andreas Jacob. Die Übergabe fand im Rahmen der halleschen Zootage statt, welche traditionell am zweiten Wochenende im September stattfinden. Der freudige Anlass wurde jedoch vom plötzlichen Tod des erwarteten Elefantennachwuchses in der folgenden Woche überschattet.

Wie fast jeder Zoo in Deutschland ist auch der hallesche Bergzoo auf die Unterstützung seiner Heimatkommune angewiesen. Im Vergleich zu anderen halleschen Kultureinrichtungen und auch zu anderen Zoos hält sich die jährliche städtische Subvention mit umgerechnet rund 9 Euro pro Besucher in einem überschaubaren Rahmen. Der Zoo Halle zählt jährlich um die 300.000 Besucher, von denen fast ein Drittel Sondervergünstigungen wie z. B. den Halle Pass in Anspruch nehmen, mit dem eine Zoo-Eintrittskarte nur 2 Euro kostet. Mit seinem sozialen und kulturellen Engagement im Bildungsbereich, der Kinder- und Jugendarbeit und zahlreichen Veranstaltungen für jedes Alter sowie einer lokalen Besucherresonanz von 80% der Gesamtbesucherzahl, ist der Bergzoo die größte Kultur- und Freizeiteinrichtung der Stadt Halle und erfreut sich seit über 100 Jahren größter Beliebtheit.

Pinguin-Patenschaftsübernahme am Welttierschutztag durch "Erste Kreativitätsschule Sachsen-Anhalt"

Halle. Zoo. Diesen Freitag, den 04.10., ist Welttierschutztag, welchen die Klasse 2b der "Ersten Kreativitätsschule Sachsen-Anhalt" zum Anlass genommen hat, die Patenschaft über einen Pinguin des halleschen Bergzoo zu übernehmen.
Mit der Haltung der als gefährdet geltenden Humboldt-Pinguinen beteiligt sich der Zoo am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm. Der Humboldtpinguin wurde 1834 von Franz Julius Ferdinand Meyen erstmals wissenschaftlich definiert und von ihm nach dessen erstem Entdecker Alexander von Humboldt benannt, welcher diese Art bereits während seiner Amerikareise 1799-1804 in der Gegend des heutigen Peru beobachtet haben soll.

Am 8. Mai 1931 wurde auf dem 4. Internationalen Tierschutzkongresses in Florenz der 4. Oktober als "Welttierschutztag" proklamiert. Mit ihm gedenkt man dem Heiligen Franz von Assisi, welcher am Abend des 3. Oktober 1226 verstarb (nach damaligem Verständnis zählte die Zeit nach Sonnenuntergang bereits zum darauf folgenden Tag; daher der 4. Oktober). Franz von Assisi, Gründer des Franziskanerordens, wurde unter anderem wegen seiner Tierpredigten berühmt, welche auch heute noch in allen Franziskanerorden, allerdings am 3. Oktober weltweit durchgeführt werden. Auch der hallesche Franziskanerorden wird am 3. Oktober eine Tiermesse durchführen, an welcher der hallesche Zoo mit einigen tierischen Vertretern teilnehmen wird.

Erste Obduktionsergebnisse von getötetem Elefantenkalb

Halle. Zoo. Nach Informationen der Universitätstierklinik Leipzig an den halleschen Universitäts- und Zootierarzt Dr. Jens Thielebein, liegen erste Obduktionsergebnisse des gestern im Zoo Halle von Ihrer Mutter Bibi getöteten Elefantenkalbs bereits vor. Dieses wog demnach bei der Geburt 110 Kilogramm und ist ein weibliches Tier. Beim Angriff im Affekt verletzte die Mutter das Kalb mit ihren Stoßzähnen an Lunge und Herz und durchtrennte die Hauptschlagader, welches den unmittelbaren Tod des Jungtieres zur Folge hatte. Ein ausführliche Obduktionsbericht, insbesondere zum Gesundheitszustandes des Elefantenkalbes folgt noch und wird gesondert bekannt gegeben.

Elefantennachwuchs im halleschen Bergzoo verstorben

Halle, 17.09.2013. Zoo. Monatelang hielt die Trächtigkeit der Afrikanische Elefantenkuh Bibi die Hallenser und das Team des Bergzoos in ihrem Bann, denn in der 112-jährigen halleschen Zoogeschichte wurde erstmals Nachwuchs bei den Elefanten erwartet. Da der damals erst 10 jährige Bulle „Abu“ die Elefantenkuh „Bibi“ im Jahr 2011 mehrfach gedeckt hatte, konnte kein genauer Geburtstermin errechnet werden. Die früheste Prognose ging von einer Geburt Ende Oktober vorigen Jahres aus, aber Bibi ließ sich Zeit.
Heute Morgen, kurz nach 9 Uhr, war es dann soweit, das langer-
sehnte Elefantenkalb wurde geboren. Allerdings attackierte „Bibi“ ihr Jungtier unmittelbar nach der Geburt überaus heftig.
Es gelang wenige Minuten später, die Elefantenkuh von dem Jungtier zu trennen. Leider konnten alle Rettungs- und Wiederbe-
lebungsversuche durch die Tierpfleger und den Tierarzt dem Kalb nicht mehr helfen.
Bibi mit Ihrer Tochter Panya in der Mutter-
box wenige Minuten vor der Geburt des Elefantenkalbes | Foto: Zoo Halle

Der Körper des Elefantenkalbes wurde bereits an die Pathologie der Tierklinik Leipzig überführt um die genaue Todesursache zu ermitteln. Sobald die daraus resultierenden Ergebnisse vorliegen wird eine gesonderte Pressekonferenz erfolgen.

Mit der Eröffnung der neuen Elefantenanlage im Jahr 2006, war die Haltung von Elefanten im halleschen Zoo, nach einer längeren Pause wieder möglich. Zusammen mit der Afrikanischen Elefantenkuh „Sabi“, traf ihr damals 5 Jahre alter Sohn „Abu“, aus dem Tiergarten Schönbrunn (Wien), im Juli 2006 im Zoo Halle ein. Die beiden Dickhäuter aus dem Tiergarten Schönbrunn waren die ersten Bewohner der neuen ca. 3600 m² großen Elefantenanlage. Im Dezember 2006 kam dann die 25- jährige Afrikanische Elefantenkuh „Mafuta“ aus dem Tierpark Berlin in den halleschen Zoo. Die 7-jährige Elefantenkuh Tana, im Tierpark Berlin geboren, schloss sich im Juli 2008 der Gruppe an. Komplettiert wurde diese, als im November 2008 die Elefantenkuh Bibi (1985 in Simbabwe geboren) und ihre einjährige Tochter „Panya“ (geboren am 22. August 2007 im Tierpark Berlin) im Zoo Halle eintrafen.

Tierpaten für Tigermädchen „Sahaja“ bereits gefunden

Halle, 16.09.2013. Zoo. Für die junge Tigerin „Sahaja“ welche morgen Ihre offizielle Namenstaufe erhält, wurde bereits jetzt ein Tierpate gefunden. Das „The Light Cinema“ in Halle Neustadt hat sich kurzerhand entschlossen, die 1.500 Euro-Patenschaft über „Sahaja“ am Dienstag, den 17.09.2013 zu übernehmen. So werden morgen gleich zwei freudige Ereignisse zelebriert, die Namenstaufe und die offizielle Übergabe der Patenschaft an das „The Light Cinema“. Die Geschäftsführerin des Zooförderverein, Irmela Dorn und Ihre Vorstandskollegen freuen sich bereits, die Patenschaftsurkunde an eine Delegation der englischen Kinogruppe übergeben zu können. Das mit der Patenschaft verbundene Geld wird den zukünftigen Projekten des Zoo-Fördervereins zugutekommen, um Deutschlands einzigen Bergzoo weiterhin für seine Besucher attraktiv zu gestalten und zu erhalten.

Zwei junge Tiger mussten eingeschläfert werden

Halle. Zoo. Am 21.06.2013 wurden im Bergzoo Halle 3 Malaysische Tiger geboren. Sie wuchsen vor Besuchern verborgen, aber mit einer Kamera überwacht gut heran und wurden von ihrer Mutter Cindy betreut. Leider zeigte sich nach mehreren Wochen, als die Welpen begannen, die Wurfbox zu verlassen, dass 2 Jungtiere in der Entwicklung zurückblieben und nicht normal laufen konnten. Bei der Untersuchung der Welpen wurden bei 2 der 3 Tigerbabies stark abgeflachte Brustkörbe und massive Atemprobleme festgestellt. Die Verdachtsdiagnose Swimming Puppy Syndrom oder Schwimmersyndrom wurde gestern in der Universitätskleintierklinik Leipzig bestätigt. Aufgrund der starken Fehlbildungen und der Unheilbarkeit der Krankheit, die leider unweigerlich zu einem frühen Tod führt, entschloss sich der Zoo, die beiden Jungtiere einzuschläfern.
Das dritte Jungtier ist ein Mädchen und wohlauf. Die Mutter versorgt es weiterhin sehr gut. Der Zoo sucht einen Namen für die kleine Tigerin.

Jungtiere & Geburten

Seltene malaysische Tiger „pünktlich“ zum 6. Tiger-Kinderfest im Zoo Halle geboren

Halle. Zoo. „Wie bestellt“ hat sich zum bevorstehenden Tiger-Kinderfest am kommenden Samstag, Nachwuchs bei den seltenen malaysischen Tigern eingestellt. Mutter „Cindy“ hat am 21.06.2013 drei Jungtiere zur Welt gebracht, welche Tigerkater „Sompon“ damit zum siebenten Mal zum Vater machen. Insbesondere nach dem tragischen Verlust von Tigerin „Girl“ erst im Januar diesen Jahres sind dies sehr erfreuliche Neuigkeiten für den Bergzoo und natürlich besonders für diese vom Aussterben bedrohte Tigerunterart. Weltweit gibt es nur noch geschätzte 500 Exemplare und der Zoo Halle spielt somit eine bedeutende Rolle im internationalen Artenerhaltungsprogramm für diese schönen und stolzen Tiere. Momentan leben Cindy und Ihre Kleinen wohlbehütet und noch von den Blicken der Öffentlichkeit verborgen in der Mutterbox der Tigeranlage im Raubtierhaus. Um den Besuchern des Tiger-Kinderfestes jedoch einen ersten Blick auf die Tigerbabys zu erlauben, wurde eine Kamera in der Mutterbox installiert, welche die Bilder von dort live auf einen Monitor im Raubtierhaus überträgt.

Die Schirmherren und Begründer des Tiger-Kinderfestes, Professor Körholz vom Universitätskinderklinikum und Zoodirektor Andreas Jacob, sehen die Geburt als eine Art „gutes Omen“ für das bereits 6. Tiger-Kinderfest. Der Tiger ist das offizielle Maskottchen der Universitätskinderklinik und daher ist es zur Tradition geworden, dass jedes Kind welches länger im Krankenhaus liegen muss, einen Plüschtiger zum Kuscheln und als Trostspender und Mutmacher geschenkt bekommt, welche aus Spenden und Einnahmen des Tiger-Kinderfest finanziert werden. Ein weiteres Anliegen der Veranstaltung ist es, Kindern die Angst vor Arztbesuchen oder Krankenhausaufenthalten zu nehmen, bzw. über die Arbeit in der Universitätskinderklinik zu informieren. Um das spielerisch und informativ zu vermitteln, präsentieren sich die Mediziner und Mitarbeiter der Universitätskinderklinik am Veranstaltungstag mit einer Aktionsfläche auf den Bergterrassen. Ein Highlight ist der begehbare Ambulanzwagen, in dem ein Baby-Transportinkubator installiert ist. An Hand von Puppen kann dort die Versorgung der „Frühchen“ demonstriert werden und die Kinder sind eingeladen, einmal zu probieren, eine Windel anzulegen.

Auf der Bühne an den Bergterrassen erwartet alle großen und kleinen Besucher ein abwechslungsreiches Veranstaltungsprogramm mit „Brummel und Fummel“, „Franz der Knallfrosch“ sowie tierischen Tänzen mit den „Tiger-Tanzperlen“. Tigergesichter schminken und Tigermasken basteln, eine Tigerhüpfburg, der Zooerlebnisstand, kommentierte Tierfütterungen und natürlich jede Menge Streicheltiere für hautnahen Kontakt, runden das Angebot ab, um allen Besuchern ein erlebnisreiches Tiger-Kinderfest zu bieten.
Der Eintritt für alle Kinder ist frei!

Neuzugänge

Seebären aus Dortmund eingetroffen
Erst vor wenigen Tagen sind zwei neue Seebärenmänner im Bergzoo eingetroffen. Die noch jungen Tiere sind aus dem Dortmunder Zoo zur Aufstockung unserer "Männer WG" in die Robbenanlage des Zoo Halle verlegt wurden, wo sie sich momentan einleben und in Zukunft zum Genpool des Zuchtprogrammes europäischer Zoos einen wichtigen Beitrag leisten. Einer ihrer Vorgänger, Seebär "Karel" hat sich mittlerweile sehr gut im britischen Zoo Torquay in Living Coast eingelebt und dort bereits erfolgreich eine Seebärin gedeckt.

Flutopfertiere aus dem Bernburger Zoo
Wie bereits berichtet, hat der Bergzoo den Tiergarten Bernburg maßgeblich bei der Rettung der vom Hochwasser bedrohten Tiere unterstützt. Bis dato haben insgesamt 98 Tiere in 25 Arten aus Bernburg im Zoo Halle ein vorläufiges Zuhause gefunden. Dazu gehören unter anderem Pinguine, Lamas, Kängurus, Maras, Affen und diverse Vögel. Den Tieren geht es nach den Strapazen der Bergung wieder besser und sie gewöhnen sich langsam an die neue Umgebung und ihre Mitbewohner. Nur ein kleiner Teil der Bernburger Tiere ist in den öffentlich zugänglichen Anlagen des Zoo Halle zu sehen, während sich die meisten in dessen Quarantäne- und Rückhaltegehegen befinden. Zu den größten in Bernburg geborgenen Tieren zählen zwei Geparden, welche in einer der Tigergehege des halleschen Raubtierhauses vorläufig Quartier gefunden haben und dort auch von den Besuchern zu sehen sind.

Noah für vom Hochwasser bedrohte Tiere

Halle. Zoo. Das Hochwasser und die von ihm verursachten und bisher nicht absehbaren Schäden beherrscht seit Tagen das Geschehen und die Gemüter. Tausende Helfer sind pausenlos im Einsatz um Städte und Gemeinden zu schützen.
Auch der Zoo Halle ist in das Geschehen zunehmend involviert. Selbst durch seine Lage hoch über der Saale vom Hochwasser glücklicherweise nicht betroffen, ist er nun im wahrsten Sinne des Wortes zur Arche Noah für viele vom Hochwasser bedrohte Tiere geworden.
Foto: Zoo Halle; Geborgener Gepard im Schlauchboot

Bereits seit vergangenen Wochenende brachten viele Klein- und Nutztierhalter Ihre in letzter Minute evakuierten Tiere zum Zoo, da sie selbst nicht wussten wie lang Ihre Häuser und Stallungen den Fluten wiederstehen würden.

Am Montag dann, begann der Tiergarten in Bernburg die ersten Tiere zu evakuieren und in den halleschen Zoo zu bringen. Doch niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt wie schlimm es noch kommen würde, was heute im Verlaufe des Tages zur traurigen Gewissheit wurde.

Mittlerweile ist der Bernburger Tiergarten vollständig von der Saale eingeschlossen und überschwemmt. In einer dramatischen Rettungsaktion unter Leitung des halleschen Zootierarztes Dr. Jens Thielebein wurde seit den frühen Morgenstunden versucht, so viele Tiere wie möglich aus dem mittlerweile mehr als hüfthohen Wasser zu retten. Unterstützt wurde er dabei von den Pflegern des Bergzoos und des Bernburger Zoos sowie vom technischen Hilfswerk, aber auch die Zoos aus Aschersleben, Leipzig und Gotha eilten im Verlaufe des Tages zu Hilfe, um die geretteten Tiere in Ihren Zoos aufzunehmen.
Leider kam für manche Tiere jegliche Hilfe zu spät und noch immer sind einige der Großtiere von den Fluten eingeschlossen.
Insbesondere bei den in Bernburg lebenden Bären, Wölfen und Wisenten gestaltet sich die Rettung bzw. Überlebenssicherung als problematisch, da diese zum einen zu groß für die kleinen Rettungsboote sind, aber zu gefährlich um sie aus den Anlagen freizulassen. Dr. Jens Thielebein beschreibt die Situation als äußerst kritisch, hofft aber, dass die noch heute Abend installierten Notpodeste in den weiterhin von Tieren besetzten Anlagen, diesen zumindest vorläufig Schutz vor dem immer noch steigendem Wasser bieten.

Mittlerweile sind alle geretteten Tiere im Zoo Halle angekommen. Zoodirektor Andreas Jacob hatte in der Zwischenzeit mit seinem im Zoo verbliebenen Team Unterbringungsvarianten koordiniert um Platz für die erschöpften und verängstigten Tiere geschaffen. Fast stündlich kamen die Transporte aus Bernburg, aber auch weiterhin von anderen Tierhaltern im Zoo Halle an. Die halleschen Tierpfleger, viele von Ihnen selbst in Ihren Heimen von den Folgen des Hochwassers betroffen, arbeiteten unermüdlich die Tiere zu entladen und in die bereitgestellten Notunterkünfte zu bringen. Dort wurden sie erst einmal mit Futter versorgt und nach den Strapazen des Transports beruhigt. Zu den größten bisher geretteten Tieren zählen Geparden, welche Dr. Thielebein in Bernburg unter schwierigsten Bedingungen betäubt und nach Halle gebracht hat. Des Weiteren kamen viele Vögel, Affen, Pinguine, Waldhunde, Kängurus und Maras im Zoo Halle vorläufig unter. Jacob und Thielebein müssen nun den Folgetag abwarten, um dann weitere Rettungsmaßnahmen durchzuführen, da die einbrechende Dunkelheit und der im Bernburger Zoo abgestellte Strom keine sichere Bergung weiterer Tiere ermöglicht.

Zwei denkwürdige Jubiläen am Wochenende - 50 Jahre Zoofest und Schimpansin Bangi feiert Ihren 40. Geburtstag

Halle. Zoo. "Der Berg jubelt!" und dazu hat er auch allen Grund. Unter diesem Motto feiert der Zoo Halle am 1. und 2. Juni 2013 , sein 50. Zoofest. Am ersten Zoofesttag, startet anlässlich des 40. Geburtstages von Schimpansin Bangi, ab 11 bis 12 Uhr, eine zünftige Geburtstagsparty für die Jubilarin. Bangi ist somit einer der ältesten Zoobewohner. Die Schimpansenanlage wird dazu feierlich geschmückt und gemeinsam mit Clown Bambino werden für Bangi Geschenke vorbereitet, welche diese im Anschluss zur Freude aller Zuschauer auspacken kann. Es gibt sogar eine Geburtstagstorte für den Publikumsliebling.

Nach der Geburtstagsparty geht es für alle großen und kleinen Tierfreunde auf eine spannende "Zoorallye für schlaue Füchse", welche dabei auf Ihrer Rallyekarte ein "rätselhaftes" Tier mittels dazu passenden Stempeln an den Stationen zusammentragen können. Streicheltiere hautnah, Tierfelle filzen, aus Papier Zootierbilder schöpfen, Aktionsstände, kommentierten Tierfütterungen und ein buntes Unterhaltungsprogramm auf den Bergterrassen und im Biergarten bei den Bären, mit Livemusik, Artistik und vielen anderen Angeboten, runden das attraktive Jubiläumsprogramm ab. Was das Wetter betrifft, die 7 Tierhäuser und größtenteils überdachten Aktionsflächen, bieten auch bei gelegentlichen Regenschauern Schutz. Die vom Wetterbericht vorausgesagten Temperaturen sollen sich bei etwa 19 Grad im erträglichen Bereich bewegen. Ein erst kürzlich errichtetes Pagodenzelt auf den Bergterrassen sowie die schönen historischen Kolonaden des Biergartens bei den Bären bieten ebenfalls einen gemütlichen und schützenden Rahmen für eine Erfrischung oder einen Snack. Es lohnt sich auf jeden Fall an einem der beiden Tage vorbeizuschauen und gemeinsam mit dem Zoo und seinen tierischen Bewohnern zu feiern.

112. Zoogeburtstag - Der Zoo jubelt! - Alle Kinder haben freien Zooeintritt!

Der Bergzoo Halle blickt auf 112 Jahre Zoogeschichte zurück.

Halle. Zoo. Am 23. Mai 1901 öffnete der Zoologische Garten Halle mit 196 Tieren in 94 Arten erstmals seine Tore. Einige der einmaligen Bergtiergehege stammen noch aus dieser Gründungszeit. Heute leben auf dem 9 Hektar großen Zoogelände 1.700 Tiere in 250 Tierarten in modernisierten oder neuen Anlagen.

Seinen 112. Geburtstag am Donnerstag, 23. Mai 2013 möchte der Bergzoo mit den Hallenserinnen und Hallensern gemeinsam auf dem Reilsberg feiern und lädt deshalb zu einem kleinen Geburtstagsprogramm ein.
Alle Kinder haben an diesem Tag freien Zooeintritt!

In der Zeit von 10.00 bis 16:00 Uhr stehen die Mitarbeiterinnen der Umweltbildung am Haupteingang mit einem interessanten Aktions- und Informationsstand zur Verfügung. Dort können mutige Besucher u.a. in Tastboxen greifen und versuchen zu erraten, was dort "Tierisches" enthalten ist.

Jeweils um 10.00, 11.00, 14.00, 15.00 und um 16.00 Uhr erwarten die Zoolotsen am Haupteingang alle Interessierten zu kostenlosen Kurzführungen. Beim Mini-Zoobummel werden einige interessante Zootiere vorgestellt.

Am Krokodilhaus kann in der Zeit von 10.00 bis 15.00 Uhr Tierbeschäftigungsfutter für die Schimpansen und für die Erdmännchen gepackt werden.

Entdecken Sie den Zoo jetzt zu seiner schönsten Jahreszeit, wo dutzende Fliederbüsche den Reilsberg in ein weiß-violettes Fliederblütenparadies verwandeln!

Die nächste Veranstaltung zum Zoogeburtstag ist das 50. Zoofest, am 01. und 02. Juni 2013 jeweils ab 10 Uhr, mit einem tollen Unterhaltungsprogramm für alle Altersgruppen.

Comic Star Gustav Sparfroh und seine Hühnerfamilie begrüßen Ihre Paten

Halle. Zoo. Auf den ersten Blick ist Gustav Sparfroh ein ganz normaler Hahn, ein "Orpington"-Hahn um es genau zu nehmen. Die Orpington ist eine große englische Hühnerrasse, die Ende des 19. Jahrhunderts von dem Engländer William Cook aus Orpington gezüchtet wurde. Aber zurück zu Gustav Sparfroh. Im Gegensatz zu den meisten seiner Art, welche irgendwann als Braten auf dem Tisch enden, lebt Gustav nicht nur ein sorgenfreies Leben im halleschen Bergzoo, sondern er ist auch berühmter als viele seiner Artgenossen. Gustav hat es zum Star seiner eigenen Comicserie gebracht, welche von seinen Paten, der FROHE ZUKUNFT Wohnungsgenossenschaft eG, herausgebracht wird und die Gustav auch zu Ihrem Maskottchen gekürt haben. Damit alles so wunderbar im Leben von Gustav und seiner Familie bleibt, übernehmen die Wohnungsgenossenschaftler nun bereits zum dritten Mal die Patenschaft mit einem Jahresbetrag von 1.000 Euro.

"Schreckliche" Frösche im Bergzoo

Halle. Zoo. Seit Anfang 2013 sind im Affenhaus in einer Vitrine 10 Schreckliche Pfeilgiftfrösche eingezogen. Der Name dieser gelb gefärbten Jungtiere ist Programm. Sie gehören zu den giftigsten Tieren überhaupt. Allerdings nehmen die Frösche das Gift mit ihrer natürlichen Nahrung auf. Da diese in Europa nicht vorhanden ist, verliert sich die Giftigkeit bei den Nachkommen.

Obduktionsergebnisse der Malaysischen Tigerin "Girl" liegen vor

Halle. Zoo. Die Malaysische Tigerin "Girl" des Zoo Halle verstarb am 27. Januar 2013 bei einem notwendigen chirurgischen Eingriff (siehe Meldung). Zur Abklärung der Todesursache wurde sie von Spezialisten der Leipziger Universitätstierklinik obduziert. Bei den pathologischen Untersuchungen stellten sich dabei zellbedingte, funktionsmindernde Veränderungen am Herzen, an der Lunge, der Leber und den Nieren heraus, welche aber nur mikroskopisch erfassbar sind und damit zu Lebzeiten der Tigerin nicht diagnostiziert werden konnten. Zusammen sind sie mit hoher Wahrscheinlichkeit für das Versterben von "Girl" in der Narkose verantwortlich.

Die diagnostizierten Veränderungen am Herz der Malaysischen Tigerin "Girl" lassen sich am ehesten mit der Endokardiose des Hundes vergleichen. Dabei steht eine fortschreitende Funktionsminderung der Herzklappen im Vordergrund. Das Anfangsstadium dieser Erkrankung bleibt auch beim Hund meist unerkannt. Eine ähnliche Situation hat leider auch bei "Girl" vorgelegen. Ergebnisse zur Ursache des Schaftbruches liegen noch nicht vor. Die Elemente des künstliches Hüftschaftes wurden den Spezialisten aus der Schweiz und Italien zur weiteren Untersuchung übergeben. Dabei gilt zu berücksichtigen das es keinerlei Referenzobjekte gibt und es sich um ein weltweites Unikat handelt.

Fakten, Stories und Kuriositäten zu "Beziehungskisten" im Tierreich

Halle. Zoo. Der Valentins-Tag rückt immer näher und macht die "Herren der Schöpfung" grübeln wie sie ihren Liebsten an diesem Tage eine Freude bereiten können. Die Wahl der Qual ist groß und während Schmuck, Blumen und "süße Verführungen" noch immer die Hitlisten der meist gekauften Valentins-Geschenke anführen sind gemeinsame Erlebnisse zum Abrunden dieses besonderen Tages immer mehr gefragt. Auch der Zoo Halle hat sich dazu Gedanken gemacht und bietet am 14.02. allen frisch Verliebten, gestandenen Paaren, eingefleischten Single sowie überzeugten Junggesellen ein ganz besonderes Valentins-Programm - einen romantischen Abendrundgang mit Fakten, Stories und Kuriositäten zu "Beziehungskisten" im Tierreich.

Die 90-minütige Führung beleuchtet dabei viele Aspekte des tierischen Beziehungslebens und stellt auch mit einem Augenzwinkern Parallelen zu uns Menschen her. Der mit Fackeln und Kerzenschein beleuchtete Zoo mit seinen romantischen Ecken und wunderschönen Ausblicken auf die abendlich erleuchtete Stadt sorgen dabei für die passende romantische Stimmung und auch ein Begrüßungsgetränk sowie eine kleines Valentins-Geschenk warten auf alle Teilnehmer. Wer also schon immer mal wissen wollten, wie sich das mit den tierischen Beziehungen verhält und ob und wie sehr wir uns vielleicht in Liebesdingen unseren tierischen Freunden ähneln, der ist bei dieser Führung genau richtig. Wer also noch überlegt sollte nicht zulange warten, denn die Teilnehmerzahl ist aus organisatorischen Gründen begrenzt und die Nachfrage ist groß.

Tickets gibt es für 18 Euro ausschließlich im Vorverkauf im Zooladen, in der Reilstraße 57. Weitere Informationen können unter Tel. (0345) 5203-437 eingeholt werden. Los geht's dann am 14.02. um 18:30 Uhr vom Haupteingang des Bergzoos.

Malaysische Tigerin "Girl" erlag einem Herzstillstand

Halle. Zoo. Infolge eines Bruches im Schaft des künstlichen Hüftgelenkes, welcher die Verankerung zum Oberschenkel herstellt, musste die malaysische Tigerin "Girl" aus dem Zoo Halle erneut chirurgisch behandelt werden. Ein Team aus acht Tierärzten nahm den Eingriff am 27. Januar 2013 vor. Nach einer 150-minütigen Narkosedauer trat bei "Girl" ein plötzlicher Herzstillstand auf. Alle sofort eingeleiteten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.

Die Malaysische Tigerin erhielt vor zwei Jahren in der Klinik für Kleintiere der Universität Leipzig ein künstliches Hüftgelenk. Damit wurde erstmalig weltweit einem Tiger eine solche Prothese erfolgreich implantiert. Zur genauen Abklärung der Todesursache sowie den möglichen Ursachen für den Hüftgelenk-Schaftbruch wird der Körper von Girl obduziert. Die ersten Ergebnisse werden voraussichtlich in einer Woche vorliegen. Der Zoo Halle bedauert den Verlust des wertvollen Zuchtweibchens sehr, insbesondere da die Genesung der Tigerin bisher erfolgreich war und malaysische Tiger zu den besonders schützenswerten Arten gehören, welche nur von wenigen europäischen Zoos gehalten werden. Damit verbleibt im Zoo Halle noch das malaysische Tigerpaar "Cindy" und "Sompon".

Junger Esel im Bergzoo geboren

Halle. Zoo. Am 04.12.2012 wurde im Bergzoo ein junger Esel geboren. Eigentlich wurde er am 06.12. erwartet und erhielt daher in Vorfreude auf den nahen Nikolaustag den Namen Nikolaus.
Das Frühchen wog bei der Geburt ca. 8 Kilo. Anfangs waren die Pfleger um Nikolaus ob seiner frühen Geburt besorgt und richteten eine Nachtdienst ein um sicherzustellen das es dem Kleinen gut geht.
In den letzten Tagen hat sich der junge Hengst von Mutter Lena und Vater Maiky aber prächtig entwickelt und auch zugenommen. Auf Grund der Witterungsbedingungen ist das Eselchen aber noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich und bleibt im warmen Stall.

Eselchen Nikolaus kurz nach seiner Geburt.

Foto: Zoo Halle

Kea Nelson verlässt Zoo Halle

Halle. Zoo. Heute, 07.12.2012, verlässt Deutschlands derzeit berühmtester Vogel, Kea-Fräulein Nelson, den Bergzoo um nach Saarbrücken umzusiedeln.
Das Nelson, oder Nelly, wie der Jungpapagei von den Hallensern liebevoll genannt wird, den Zoo Halle früher oder später verlassen muss stand seit seiner Geburt fest. Es ist geplant weiterhin die bedrohte Neuseeländische Papageienart in Halle zu züchten, aber der Zoo hat nur Platz für ein Kea Pärchen. Daher muss Kea Nelson umziehen und die Kollegen vom Zoo Saarbrücken freuen sich natürlich, solch einen berühmten Vertreter seiner Art zu erhalten.

Nelson wird flügge
Foto: Zoo Halle

Vogelrevier Chefin Cornelia Spretke und Ihr Team welches Nelson per Hand aufgezogen hat, sehen dem heutigen Abschied mit einem weinenden und einem lachenden Auge entgegen.

Nelson, der am 16. März 2012 in der Bruthöhle der Kea-Anlage geschlüpft war, ist durch die Handaufzucht den engen Umgang mit Menschen gewöhnt und war den Pflegern dadurch besonders ans Herz gewachsen. Aber durch seinen Weggang erhalten die Elterntiere Cook und Owaka nun eine zweite Chance einen Nachwuchs selbst aufzuziehen, da sie beim ersten Versuch aus Unerfahrenheit nichts mit Nelson und seinen Geschwistern anzufangen wussten. Cornelia Spretke hofft nun; das Cook und Owaka bald erneut brüten.
Von Nelson bleiben ihr die schönen Erinnerungen der letzten 9 Monate, ein Logbuch von seiner Aufzucht und ein großes Poster des Revierlieblings an der Wand.

Erfolgreiche Hüftgelenksoperation an Tigerin bestätigt

Halle. Zoo. Bereits im Januar 2011 wurde der 9-jährigen Tigerin Girl aus dem Zoo Halle erfolgreich ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt, eine bis dato weltweit einmalige veterinärmedizinische Leistung. Zuvor hatte dies nur ein amerikanisches Ärzteteam an einem bengalischen Tiger gewagt, der jedoch 4 Wochen nach der Operation an den Folgen des Eingriffs verstarb.
Operiert wurde die malaysische Tigerin von einem Spezialisten Team der Universitätstierklinik Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Veterinärmediziner Prof. Peter Boettcher sowie dem halleschen Zootierarzt Dr. Jens Thielebein. Beide Ärzte trafen sich nun vor einigen Wochen mit einem Team von Assistenzärzten und Raubtierpflegern, um in einer aufwendigen Aktion die Tigerin in verschiedenen Positionen zu röntgen, damit der Heilungsprozess kontrolliert werden konnte.

Die Röntgenaufnahmen wurden danach von verschiedenen veterinärmedizinischen Spezialisten ausgewertet, das letzte Wort hatte jedoch ein Team von italienischen Ärzten und Medizintechnikern welche das Hüftgelenk speziell für die Tigerin entwickelt hatten.
Zoodirektor Dipl. Biologe Andreas Jacob und Zootierarzt Dr. Jens Thielebein freuen sich nun mitteilen zu können, das auch die Kollegen aus Italien bestätigt haben das nicht nur die Operation sondern auch die Heilung als gelungen betrachtet werden darf. Dabei muss natürlich in Betracht gezogen werden, dass es weltweit keinerlei vergleichbare Erfahrungswerte mit solch einem komplizierten Eingriff bei einer wohlgemerkt fast 100 Kilo schweren Raubkatze gibt. Die Einheilung des künstlichen Gelenkes wird dabei nicht nur daran gemessen das sich die Tigerin nun schmerzfrei wieder bewegen kann, welches definitiv erreicht wurde, sondern auch ob die Tigerin in der Lage ist sich zukünftig zu paaren und Jungtiere auszutragen. Umso mehr ist der Eingriff und die jetzt nachgewiesene Heilung eine medizinische Sensation und ein enormer Fortschritt in der Erhaltung dieser wunderschönen und leider vom Aussterben bedrohten Tiere.

Hallesches Schimpansen Paar, Banghi und Sebastian, hat Patinnen gefunden

Halle. Zoo. Vergangenen Mittwoch (22. August 2012) lud der Zooförderverein zur offiziellen Patenschafts-Veranstaltung für das Schimpansen Paar Sebastian und Banghi. Die beiden Tierpatinnen, Hautärztin/Allergologie Dr. med. Ines Lutze (für die Schimpansin "Banghi") und Braut- & Festmoden Unternehmerin Angelika Klutz (für Schimpanse "Sebastian") spendeten im Rahmen dieser Patenschaft jeweils 1500 Euro zugunsten des Bergzoo Halle. Die Patenschaft ist die bisher größte angenommene Patenschaft des Jahres 2012 und der Zooförderverein ist insbesondere stolz das es ihm gelungen ist gleich für beide Schimpansen Paten zu gewinnen. Nach einer symbolischen Übergabe von essbaren Geschenken an die "Patenkinder" welche diese mit Begeisterung auspackten, überreichte Vereinsvorstandsmitglied Susanne Glaubitz den beiden stolzen Patinnen die Patenurkunden, Fotoportraits der beiden Menschenaffen, sowie zwei original Bilder welche von Banghi und Sebastian selbst gemalt wurden. Zum Abschluss gab es dann noch ein Erinnerungsfoto mit stellvertretenden Zoodirektor Timm Spretke sowie Affenrevierchefin Cornelia Hofmann.

Banghi (39) und Sebastian (37) sind zwei der ältesten Bewohner des Zoo Halle. Sebastian, seit 1975 im halleschen Bergzoo zu Hause, verlor vor einigen Jahren seine "erste große Liebe" ist nun aber glücklich mit seiner neuen Partnerin Banghi zusammen. Letztere wurde von Hand aufgezogen wurde und hat viele Jahre als Zirkusaffe zugebracht bevor sie in Halle ein neues Domizil fand.

Neuigkeiten

Halle, 16.07.2012. Zoo. Kea Nelson: Nelson wird voraussichtlich in den kommenden 2 Wochen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine entsprechende Voliere wird derzeitig renoviert. Der genaue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.

Nachwuchs bei den Blauschafen: Bei den seltenen Blauschafen hat es Nachwuchs gegeben. Das Jungtier wurde vor einigen Tagen geboren und kann bald den Besuchern vorgestellt werden.

Geburtstag feiern im Zoo

Eine Geburtstagsparty mit Tieren ist ein ganz besonderes Erlebnis, zu dem der hallesche Bergzoo Kinder und ihre Eltern einlädt. Dank der zahlreichen Warmhäuser, in denen viele spannende Tiere wohnen, kommt auch an kalten Wintertagen Geburtstagslaune bei den Gästen auf.

Das erlebnisreiche Geburtstagsprogramm umfasst verschiedene Themen und Altersgruppen. Auf der „Spurensuche“ lernen die Kinder auf spielerische Weise verschiedene Tiere, deren Lebensräume und Besonderheiten kennen. Dabei nehmen sie auch Kontakt zum Tier und seinem Pfleger auf oder werfen mal einen Blick hinter die Kulissen. Als Streicheltiere besonders beliebt sind die Alpakas, deren kuscheliges Fell sich noch weicher anfühlt, als sich Kinder und Eltern vorgestellt haben. Auch die Pinguine und Äffchen gehören zu den Stars der Geburtstagsgäste. Zum Programm gehört auch die „Zoosafari“. Auf der Route durch den Bergzoo sind unterschiedliche Aufgaben zu wechselnden Zoothemen zu lösen. Dabei sind Gemeinschaftssinn, Beobachtungsgabe und detektivischer Spürsinn gefragt. Mit viel Spaß testen die Kinder dabei beispielsweise wie gut ihre Sinne im Vergleich zu denen eines Löwen sind. Oder ob sie so schnell wie ein Totenkopfäffchen klettern können. Bei der Safari können die Kinder außerdem ein Tier füttern, streicheln und dem Tierpfleger jede Menge Fragen über seine tägliche Arbeit stellen.

Das Faltblatt „Geburtstagsparty mit dem Bergzoo“ ist an der Zookasse erhältlich.
Weitere Informationen und Auskunft über den Bereich Umweltbildung, Mirja Heunemann und Anke Wehling, Telefon (0345) 5203 – 437 Fax (0345) 5203 – 444

Alle Angeben ohne Gewähr!
 

Seite bereitgestellt in 0.012s - © 2001 - 2017 wag